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04.01.2010

16:54 Uhr

Rechtsstreit

24-Milliarden-Dollar-Klage gegen Credit Suisse

Kläger in den USA werfen der Schweizer Bank vor, dass sie Kredite absichtlich hat platzen lassen. Ausfälle seien von der Credit Suisse gezielt vorbereitet worden. Es ist nicht der erste Rechtsstreit, den das Unternehmen in letzter Zeit beschäftigt.

Credit Suisse steht wieder ein Rechtsstreit bevor. dpa

Credit Suisse steht wieder ein Rechtsstreit bevor.

HB BOISE. Grundeigentümer von vier angeschlagenen Feriengebieten in den USA und auf den Bahamas haben im US-Staat Idaho eine 24-Milliarden-Dollar-Klage gegen die Credit Suisse eingereicht. Sie werfen der Schweizer Großbank vor, sie habe beabsichtigt, durch sittenwidrige Kreditgewährung an die Investoren die Grundstücke selber zu übernehmen.

Die Grundeigentümer haben am Sonntag ihre Klage beim US-Bezirksgericht in Boise eingereicht. Sie wollen den Status einer Sammelklage erhalten. Nach ihrer Darstellung errichtete die Credit Suisse auf den Cayman-Inseln eine Niederlassung, um die Vorschriften der US-Bankenaufsicht zu umgehen.

Die Bank habe die Feriengebiete zu aufgeblähten Preisen bewertet, um die Kredite kündigen zu können. Die Urlaubsorte in den US-Staaten Idaho, Montana und Nevada sowie auf den Bahamas kämpfen ums Überleben oder haben schon Konkurs angemeldet.

Es ist nicht das erste Mal, dass die Credit Suisse in den USA juristische Außeinandersetzungen führen muss: Erst Mitte Dezember hat das Geldhaus mit US-Behörden im Zusammenhang mit Dollar-Zahlungen an unter Embargo stehende Länder einen Vergleich geschlossen. Im Rahmen dessen werde Credit Suisse insgesamt 536 Mio. Dollar zahlen, teilte die Bank am Mittwoch mit.

Der Vergleich bezieht sich auf eine Untersuchung zu Dollar-Zahlungen zwischen 2002 und April 2007 im Zusammenhang mit Parteien, gegen die die USA Wirtschaftssanktionen verhängt hatten. Für das laufende vierte Quartal rechnet die Bank deshalb mit einer Belastung von rund 360 Mio. Schweizer Franken (238 Mio. Euro) nach Steuern.

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