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14.01.2009

11:24 Uhr

Soffin-Garantie

Gnadenfrist für Hypo Real Estate verlängert

Die Hypo Real Estate kann länger als ursprünglich geplant unter den Fittichen des Finanzmarktstabilisierungsfonds Soffin bleiben. Der zugesagte Garantierahmen wurde um drei Monate verlängert. Doch der angeschlagene Immobilienfinanzierer will noch mehr.

HB MÜNCHEN. Der angeschlagene Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate bekommt mehr Luft für die Inanspruchnahme staatlicher Garantien. Der Finanzmarktstabilisierungsfonds (Soffin) habe den zunächst bis 15. Januar 2009 zugesagten Garantierahmen im Gesamtumfang von 30 Mrd. Euro bis zum 15. April 2009 verlängert, teilte die Bank am Montagabend in München mit. Zugleich dauerten die Gespräche mit dem Soffin über längerfristige und umfassende Maßnahmen zur Liquiditäts- und Kapitalunterstützung der Gruppe weiter an. Die Aktien des Immobilienfinanzierers brachen am Dienstag weiter ein. Am Vormittag verloren die Papiere zeitweise gut acht Prozent auf 2,16 Euro.

Die Hypo Real Estate war im Zuge der internationalen Finanzkrise an den Rand der Pleite geraten und ist auf massive Unterstützung aus dem Banken-Rettungspaket der Bundesregierung angewiesen. Erst im Dezember hatte sich die Bank weitere Hilfen aus dem Rettungspaket verschafft, nachdem sie einen höheren finanziellen Bedarf festgestellt hatte. Der Garantierahmen wurde dabei von 20 auf 30 Mrd. Euro aufgestockt. Ihr Überleben will sich die Bank nun mit dem Abbau von mehr als der Hälfte der Arbeitsplätze und einer tiefgreifenden Neuausrichtung sichern. Im Zuge der Krise hatten unter anderem Ex-Vorstandschef Georg Funke und der ehemalige Aufsichtsratsvorsitzende Kurt Viermetz ihre Posten geräumt.

Zuletzt wurde bekannt, dass der Bank hohe Schadenersatzforderungen drohen. Ein Anwalt der Münchner Kanzlei Rotter hatte in einem Zeitungsinterview für diese Woche angekündigt, eine Klage beim Landgericht München I einzureichen. Eine weitere Klage solle Ende September folgen. Die Kläger werfen den Verantwortlichen des Münchner Immobilienfinanzierers vor, dessen wirtschaftliche Lage falsch dargestellt zu haben.

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