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04.01.2010

15:51 Uhr

Verlagerung

Banken hinterfragen Finanzplatz London

VonMichael Maisch

In der City wächst das Misstrauen gegenüber der britischen Politik. Immer mehr Institute fürchten, dass London seine Attraktivität als Finanzplatz verliert. Namhafte Institute prüfen, mindestens Teile ihres Geschäfts zu verlagern.

Die Banken sind dauer auf Gordon Brown. Quelle: Reuters

Die Banken sind dauer auf Gordon Brown.

LONDON. Das Vertrauensverhältnis zwischen den Banken in der Londoner City und der Labour-Regierung von Premierminister Gordon Brown ist empfindlich gestört. Nach den Rückschlägen der vergangenen Monate drohen einige internationale Institute damit, einen Teil ihrer europäischen Aktivitäten aus London abzuziehen.

Das neueste Beispiel liefert die US-Investmentbank Goldman Sachs. In Finanzkreisen heißt es, das Institut prüfe, ob für einige Bereiche des Geschäfts London noch immer der optimale Standort sei. Dabei könne es beispielsweise um Teile des Back Office, der Vermögensverwaltung und des Private Equity Geschäfts gehen, heißt es in den Kreisen. Die Prüfung stehe allerdings noch ganz am Anfang und die Funktion der Londoner Niederlassung als europäisches Hauptquartier des Wall Street Hauses stehe nicht zur Disposition.

Sondersteuer auf Boni schürt den Streit mit der Regierung

Premierminister Brown hat die Banken zuletzt mit einer einmaligen Sondersteuer von 50 Prozent auf alle Bonuszahlungen über 25 000 Pfund für das vergangene Jahr gegen sich aufgebracht. Dadurch will die britische Regierung, die insgesamt knapp eine Bio. Pfund zur Rettung des Bankensystems in der Krise aufgebracht hatte, die Summe von 550 Mio. Pfund einnehmen.

Neben der Abgabe auf die Boni sorgt auch die bevorstehende Erhöhung des Einkommensteuersatzes für Spitzenverdiender auf 50 Prozent für Aufregung in der City. Dazu kommt die deutlich härtere Gangart der britischen Finanzaufsicht FSA und die Regulierungsoffensive, mit der Browns Labour-Partei die Finanzbranche nach der Krise enger an die Leine legen will.

Kommentare (1)

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Dominik

04.01.2010, 18:12 Uhr

Der Artikel ist inhaltlich gut, allerdings sind derart viele Rechtschreibfehler drin, dass es schon einwenig peinlich ist. benutzt doch einfach mal eine Rechtschreibprüfung. Die hätte vermutlich 95% der Fehler gesehen...!

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