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15.01.2015

10:23 Uhr

Bankenrettungsfonds

Herbert Walter tritt Amt als Soffin-Chef an

Herbert Walter hat seinen Posten als Chef des Bankenrettungsfonds Soffin angetreten. Vorgänger Christopher Pleister war Ende 2014 auf eigenen Wunsch gegangen. Walter war früher Vorstandsvorsitzender der Dresdner Bank.

Herbert Walter ist neuer Chef des Bankenrettungsfonds Soffin. Reuters

Herbert Walter ist neuer Chef des Bankenrettungsfonds Soffin.

FrankfurtDer Bankenrettungsfonds Soffin hat einen neuen Chef: Herbert Walter, ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Dresdner Bank, trat das Amt am Donnerstag an. Der 61-Jährige ist bei der Bundesanstalt für Finanzmarktstabilisierung (FMSA) in Frankfurt Nachfolger von Christopher Pleister. Dieser hatte den Posten auf eigenen Wunsch Ende 2014 abgegeben.

Damit wacht Walter künftig über die Vergabe staatlicher Rettungsmilliarden an kriselnde Banken - unweit seiner einstigen Wirkungsstätte, der von der Commerzbank geschluckten Dresdner Bank.

Der Finanzmarktstabilisierungsfonds (Soffin) war im Herbst 2008 aufgelegt worden, nachdem die Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers die Finanzwelt geschockt hatte. Im November 2014 wurde die Möglichkeit für Hilfsanträge vom Gesetzgeber „letztmalig um ein Jahr bis Ende 2015 verlängert“. Ursprünglich sollte der Fonds bereits Ende 2010 stillgelegt werden. Nun will Deutschland die Zeit bis zum Start des europäischen Abwicklungsfonds Anfang 2016 überbrücken.

Kapital-Beteiligungen des Soffin

Hypo Real Estate - FMS Wertmanagement

Altaktionäre 300 Millionen Euro
HRE-Gruppe 5,8 Milliarden Euro
FMS Wertmanagement (Bad Bank der HRE) 3,7 Milliarden Euro

gesamt: 9,8 Milliarden Euro

Commerzbank

6,7 Milliarden Euro

Portigon

2 Milliarden Euro

Aareal Bank

300 Millionen Euro

Quelle

Bundesanstalt für Finanzmarktstabilisierung / Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (Soffin); Stand: 30. November 2012

Auf der Liste der Empfänger der aus Steuergeldern finanzierten Soffin-Hilfen standen Ende 2014 noch drei Institute: Hypo Real Estate (rund 9,8 Mrd Euro), Commerzbank (rund 5,1 Mrd Euro) und die WestLB-Nachfolgerin Portigon (2,0 Milliarden Euro).

Von

dpa

Kommentare (1)

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Herr Manfred Zimmer

16.01.2015, 13:12 Uhr

Einen erfahreneren Praktiker hätte die Soffin nicht finden können und hatte sie auch noch nie an Board.

Das klingt negativ, ist auch negativ. Aber Walter, das muss man ihm zugute halten, arbeitete damals in der Dresdner Bank unter Wert.

Was heißt das schon wieder?
Der Karren war damals schon so trief "drin", dass er damals schon besser die letztjährige Weihnachtsansprache des Papstes hätte halten sollen.

Für Walter ist hier bestimmt die Gelegenheit zu zeigen, was er "drauf hat".

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