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07.05.2014

10:40 Uhr

Baubranche

Hochtief übertrifft Erwartungen

Der Verkauf von Beteiligungen und das neue Management zeigen Wirkung: Der deutschlandweit größte Baukonzern Hochtief legte ein überraschend positives Quartalsergebnis vor.

Eine Hochtief-Baustelle: Die Quartalszahlen versprechen ein gutes Jahr für den Essener Baukonzern. dpa

Eine Hochtief-Baustelle: Die Quartalszahlen versprechen ein gutes Jahr für den Essener Baukonzern.

EssenDeutschlands größter Baukonzern Hochtief hat dank florierender Geschäfte in Australien und den USA zu Jahresbeginn profitabler gearbeitet und damit die Erwartungen von Analysten übertroffen. Im ersten Quartal sei bei einem Außenumsatz von rund 5,6 (Vorjahr: 5,7) Milliarden Euro ein auf 134 (114) Millionen Euro gestiegener Vorsteuergewinn auf vergleichbarer Basis erzielt worden, teilte der Konzern kurz vor Beginn seiner Hauptversammlung am Mittwoch in Essen mit.

Der Gewinn nach Minderheiten stieg auf vergleichbarer Basis auf 53,3 (43,4) Millionen Euro. Hochtief übertraf damit die Erwartungen des Marktes. Analysten hatten auf vergleichbarer Basis einen Vorsteuergewinn von 108 Millionen Euro und einen Überschuss von 30,1 Millionen Euro prognostiziert.

Das sind Europas größte Baukonzerne

Platz 9

NCC AB – 8,42 Milliarden Euro Umsatz

Das schwedische Unternehmen mit seinen knapp 18.000 Mitarbeitern wurde erst 1988 gegründet. Heute besteht es aus vier großen Geschäftsbereichen, unter anderem „NCC Housing“ und „NCC Roads“.

Platz 8

Ferrovial (Spanien) – 9,7 Milliarden Euro Umsatz

Das Unternehmen aus Madrid baut und betreibt auch Autobahnen und Flughäfen. Der Konzern errichtete unter anderem das Guggenheim-Museum in Bilbao.

Platz 7

Balfour Beatty (Großbritannien) - 11,63 Milliarden Euro Umsatz

Bereits seit 1909 sind die traditionsreichen Briten im Baugeschäft tätig und gehören zu den Platzhirschen in Europa. Die Londoner beschäftigen europaweit rund 30.000 Mitarbeiter.

Platz 6

Strabag (Österreich) – 13,12 Milliarden Euro Umsatz

Aus Wien in die Welt: Die Österreicher haben vor allem in Osteuropa expandiert. Seit 2014 konnte der Konzern den zuvor stark abgerutschten Umsatz stabilisieren und zuletzt wieder leicht steigern.

Platz 5

Eiffage (Frankreich) – 14,06 Milliarden Euro Umsatz

Neben einigen TGV-Trassen gehört auch die Erweiterung des EU-Parlaments zu den großen Projekten des Konzerns. In Deutschland sind rund 3.000 Eiffage-Mitarbeiter beschäftigt.

Platz 4

Skanska (Schweden) - 16,36 Milliarden Euro Umsatz

Kaum eine Straße, ein Kraftwerk oder Bürogebäude in Schweden ist ohne Beteiligung des skandinavischen Bauriesen entstanden. Auch international sind die Schweden aus Solna mittlerweile breit aufgestellt.

Platz 3

Bouygues (Frankreich) - 32,43 Milliarden Euro Umsatz

Neben Immobilien und dem Straßenbau ist der Pariser Konzern Großaktionär des französischen Fernsehsenders TF1. 2015 musste das Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr leichte Umsatzeinbußen hinnehmen.

Platz 2

ACS (Spanien) - 34,93 Milliarden Euro Umsatz

Die Spanier haben in den vergangenen Jahren ein rasantes Wachstum hingelegt. Allein in den vergangenen drei Jahren stieg der Umsatz um rund zehn Milliarden Euro und ACS klettert das Treppchen weiter hoch. Zum Konzern gehört auch das deutsche Unternehmen Hochtief.

Platz 1

Vinci (Frankreich) – 38,52 Milliarden Euro Umsatz

Der größte Baukonzern Europas ist auch der größte Baukonzern der Welt und in der Kleinstadt Rueil-Malmaison nahe Paris beheimatet. Dem Konzern gehört unter anderem die Hälfte aller französischen Autobahnen. 2015 verzeichnete das Unternehmen ein Umsatzminus von knapp 0,5 Prozent.

Quelle: Deloitte

Hochtief hatte sich in der Vergangenheit von zahlreichen Beteiligungen getrennt, der vom Mehrheitseigner ACS entsandte Hochtief-Chef Marcelino Fernandez Verdes trimmt den Konzern auf Profit. Im Hochtief-Vorstand sitzt zudem ein weiterer ehemaliger ACS-Manager: Jose Ignacio Legorburo rückt in das Gremium auf, hieß es weiter. Die Prognose für 2014 bekräftigte Hochtief. Der Baukonzern rechnet weiter mit einem operativen Gewinn im Bereich von 225 bis 250 Millionen Euro. 2013 hatte Hochtief hier 207,5 Millionen Euro eingefahren.

Von

rtr

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