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14.05.2014

09:35 Uhr

Baukonzern

Bauer stemmt sich gegen Verlust

Der Baukonzern Bauer konnte im ersten Quartal gegen die üblichen Winterverluste verringern. Mildes Wetter, internationale Projekte und der Auftragsbestand des bayrischen Unternehmens versprechen Positives.

Bauer bleibt trotz traditioneller Einbußen im Wintergeschäft in der Erfolgsspur. dpa

Bauer bleibt trotz traditioneller Einbußen im Wintergeschäft in der Erfolgsspur.

München Dank des milden Winters in Deutschland und vieler internationaler Projekte hat der Tiefbauspezialist Bauer den zu Jahresbeginn üblichen Verlust etwas verringert. Unter dem Strich fiel im ersten Quartal ein Minus von 7,4 Millionen Euro an, wie das Unternehmen aus dem bayerischen Schrobenhausen am Mittwoch mitteilte. Ins vergangene Jahr war Bauer mit einem Nettoverlust von 9,6 Millionen Euro gestartet.

Die roten Zahlen im Winterquartal werden normalerweise im Jahresverlauf ausgeglichen. 2014 will der Spezialtiefbauer nach wie vor einen Gewinn nach Steuern von 20 bis 25 Millionen Euro einfahren. Der Umsatz soll auf rund 1,55 Milliarden Euro anwachsen, bekräftigte der Konzern.

„Wir sind positiv in das neue Jahr gestartet und erwarten auch weiterhin eine gute Entwicklung“, sagte Vorstandschef Thomas Bauer. Der um zehn Prozent gesunkene Auftragsbestand ist für den Spezialtiefbauer kein Grund zur Sorge - inzwischen seien einige Großprojekte des vergangenen Jahres abgearbeitet. Der Auftragsbestand an mittleren und größeren Projekten sei solide.

Das sind Europas größte Baukonzerne

Platz 9

NCC AB – 8,42 Milliarden Euro Umsatz

Das schwedische Unternehmen mit seinen knapp 18.000 Mitarbeitern wurde erst 1988 gegründet. Heute besteht es aus vier großen Geschäftsbereichen, unter anderem „NCC Housing“ und „NCC Roads“.

Platz 8

Ferrovial (Spanien) – 9,7 Milliarden Euro Umsatz

Das Unternehmen aus Madrid baut und betreibt auch Autobahnen und Flughäfen. Der Konzern errichtete unter anderem das Guggenheim-Museum in Bilbao.

Platz 7

Balfour Beatty (Großbritannien) - 11,63 Milliarden Euro Umsatz

Bereits seit 1909 sind die traditionsreichen Briten im Baugeschäft tätig und gehören zu den Platzhirschen in Europa. Die Londoner beschäftigen europaweit rund 30.000 Mitarbeiter.

Platz 6

Strabag (Österreich) – 13,12 Milliarden Euro Umsatz

Aus Wien in die Welt: Die Österreicher haben vor allem in Osteuropa expandiert. Seit 2014 konnte der Konzern den zuvor stark abgerutschten Umsatz stabilisieren und zuletzt wieder leicht steigern.

Platz 5

Eiffage (Frankreich) – 14,06 Milliarden Euro Umsatz

Neben einigen TGV-Trassen gehört auch die Erweiterung des EU-Parlaments zu den großen Projekten des Konzerns. In Deutschland sind rund 3.000 Eiffage-Mitarbeiter beschäftigt.

Platz 4

Skanska (Schweden) - 16,36 Milliarden Euro Umsatz

Kaum eine Straße, ein Kraftwerk oder Bürogebäude in Schweden ist ohne Beteiligung des skandinavischen Bauriesen entstanden. Auch international sind die Schweden aus Solna mittlerweile breit aufgestellt.

Platz 3

Bouygues (Frankreich) - 32,43 Milliarden Euro Umsatz

Neben Immobilien und dem Straßenbau ist der Pariser Konzern Großaktionär des französischen Fernsehsenders TF1. 2015 musste das Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr leichte Umsatzeinbußen hinnehmen.

Platz 2

ACS (Spanien) - 34,93 Milliarden Euro Umsatz

Die Spanier haben in den vergangenen Jahren ein rasantes Wachstum hingelegt. Allein in den vergangenen drei Jahren stieg der Umsatz um rund zehn Milliarden Euro und ACS klettert das Treppchen weiter hoch. Zum Konzern gehört auch das deutsche Unternehmen Hochtief.

Platz 1

Vinci (Frankreich) – 38,52 Milliarden Euro Umsatz

Der größte Baukonzern Europas ist auch der größte Baukonzern der Welt und in der Kleinstadt Rueil-Malmaison nahe Paris beheimatet. Dem Konzern gehört unter anderem die Hälfte aller französischen Autobahnen. 2015 verzeichnete das Unternehmen ein Umsatzminus von knapp 0,5 Prozent.

Quelle: Deloitte

Im Startquartal legte der Umsatz um gut 14 Prozent auf 378,1 Millionen Euro zu, wobei vor allem die Sparte Bau kräftig wuchs. Im Segment Maschinen verbuchte Bauer mehr margenstarkes Geschäft und mehr Nachfrage nach Großgeräten. Das Segment Resources - Technik für die Gewinnung und Aufbereitung von Wasser, Energie oder Bodenschätzen - setzte zwar mehr um, blieb aber in den roten Zahlen und wird deshalb neu ausgerichtet.

Die Bayern waren im vergangenen Jahr bei einem Brunnenbau-Projekt in Jordanien auf Mehrkosten in Millionenhöhe sitzen geblieben und schrieben rote Zahlen. Mit Hilfe von Sparen und Stellenabbau sollen ab 2014 wieder Gewinne eingefahren werden.

Von

rtr

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