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14.08.2013

11:41 Uhr

Baukonzern

Dickes Auftragspolster gibt Bauer Hoffnung

Vor zwei Wochen senkte der auf Tiefbau spezialisierte Baukonzern Bauer sein Gewinnziel. Doch prall gefüllte Auftragsbücher stimmen den Konzern nun optimistisch. Bauer hofft auf Erholung im zweiten Halbjahr.

Bauer bleibt trotz traditioneller Einbußen im Wintergeschäft in der Erfolgsspur. dpa

Bauer bleibt trotz traditioneller Einbußen im Wintergeschäft in der Erfolgsspur.

SchrobenhausenDer Tiefbaukonzern Bauer hofft nach einem schwierigen ersten Halbjahr und einer Prognosesenkung auf Erholung. Die ersten sechs Monate seien enttäuschend verlaufen, erklärte Vorstandschef Thomas Bauer am Mittwoch in Schrobenhausen. „In allen drei Segmenten hatten wir mit unterschiedlichsten Problemen und Verzögerungen zu kämpfen.“ Ein Rekord-Auftragsbestand von 868,6 Millionen (Vorjahr: 778,6 Mio) Euro gebe aber wieder Zuversicht für die Zukunft. Der weltweite Bedarf nach Infrastrukturleistungen sei weiterhin enorm.

Von Januar bis Juni schrieb der Konzern einen Verlust von 7,9 Millionen Euro, nach einem Minus von 2,8 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Bereits vor zwei Wochen senkte das Unternehmen deshalb sein Gewinnziel von ursprünglich rund 30 Millionen auf 20 Millionen Euro. Beim Umsatz will Bauer nun im Gesamtjahr rund 1,5 Milliarden Euro erreichen, zuvor waren mehr als 1,5 Milliarden Euro angepeilt. Im ersten Halbjahr lag der Umsatz mit 724,5 Millionen Euro um 3,3 Prozent über dem Vorjahr.

Das sind Europas größte Baukonzerne

Platz 9

Koninklijke Bam Groep (Niederlande) – 6,98 Milliarden Euro Umsatz

Das Unternehmen aus dem niederländischen Bunnik bei Utrecht ist europaweit tätig und hat rund 19.500 Mitarbeiter.

Platz 8

Ferrovial (Spanien) – 10,76 Milliarden Euro Umsatz

Das Unternehmen aus Madrid baut und betreibt auch Autobahnen und Flughäfen. Der Konzern errichtete unter anderem das Guggenheim-Museum in Bilbao.

Platz 7

Balfour Beatty (Großbritannien) - 10,6 Milliarden Euro Umsatz

Bereits seit 1909 sind die traditionsreichen Briten im Baugeschäft tätig und gehören zu den Platzhirschen in Europa. Die Londoner beschäftigen europaweit rund 30.000 Mitarbeiter.

Platz 6

Strabag (Österreich) – 12,4 Milliarden Euro Umsatz

Aus Wien in die Welt: Die Österreicher haben vor allem in Osteuropa expandiert. Seit 2014 konnte der Konzern den zuvor stark abgerutschten Umsatz stabilisieren.

Platz 5

Eiffage (Frankreich) – 14,31 Milliarden Euro Umsatz

Neben einigen TGV-Trassen gehört auch die Erweiterung des EU-Parlaments zu den großen Projekten des Konzerns. In Deutschland sind rund 3000 Eiffage-Mitarbeiter beschäftigt.

Platz 4

Skanska (Schweden) - 15,35 Milliarden Euro Umsatz

Kaum eine Straße, ein Kraftwerk oder Bürogebäude in Schweden ist ohne Beteiligung des skandinavischen Bauriesen entstanden. Auch international sind die Schweden aus Solna mittlerweile breit aufgestellt.

Platz 3

Bouygues (Frankreich) - 31,77 Milliarden Euro Umsatz

Neben Immobilien und dem Straßenbau ist der Pariser Konzern Großaktionär des französischen Fernsehsenders TF1. 2016 musste das Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr leichte Umsatzeinbußen hinnehmen.

Platz 2

ACS (Spanien) - 31,98 Milliarden Euro Umsatz

Die Spanier haben in den vergangenen Jahren ein rasantes Wachstum hingelegt. Zum Konzern gehört auch das deutsche Unternehmen Hochtief.

Platz 1

Vinci (Frankreich) – 38,07 Milliarden Euro Umsatz

Der größte Baukonzern Europas ist auch der größte Baukonzern der Welt und in der Kleinstadt Rueil-Malmaison nahe Paris beheimatet. Dem Konzern gehört unter anderem die Hälfte aller französischen Autobahnen. 2016 verzeichnete das Unternehmen ein Umsatzminus von 1,1 Prozent.

Quelle: Deloitte

Bauer ist mit etwa 10 000 Beschäftigten in weltweit mehr als 70 Ländern aktiv und erstellt unter anderem Baugruben für große Gebäude wie Fabriken oder Hochhäuser. Das zweite Standbein des Konzerns ist der Bau von Spezialmaschinen für Bohrarbeiten.

Von

dpa

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