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17.02.2014

13:32 Uhr

Baukonzern

Ferrovial plant Kauf von britischen Flughäfen

Vergeblich hat Ferrovial sich um brasilianische Flughäfen bemüht. Nun hat der Baukonzern neue Ziele ins Auge gefasst. Mit Investitionen in Großbritannien will das Unternehmen unabhängiger vom Heimatmarkt werden.

Die spanische Baufirma Ferrovial will im Ausland investieren, um unabhängiger vom Heimatmarkt zu sein. AFP

Die spanische Baufirma Ferrovial will im Ausland investieren, um unabhängiger vom Heimatmarkt zu sein.

Der spanische Baukonzern Ferrovial will einem Insider zufolge drei Flughäfen in Großbritannien kaufen und sich so unabhängiger vom spanischen Immobilienmarkt machen. Der Fraport-Konkurrent sei an den Airports in Aberdeen, Glasgow und Southampton interessiert, sagte eine mit dem Vorgang vertraute Person am Montag der Nachrichtenagentur Reuters.

Einem Bericht der Zeitung „Expansion“ zufolge bietet das Infrastrukturunternehmen, das auch Mautstraßen betreibt dafür 800 Millionen Pfund (990 Millionen Euro). Besitzer ist das Betreiberkonsortium HAH des Londoner Großflughafens Heathrow, an dem auch Ferrovial mit 25 Prozent beteiligt ist. Die Konsortiumspartner wollen sich aber auf Europas größten Flughafen konzentrieren und sich von anderen Airports trennen.

Das sind Europas größte Baukonzerne

Platz 9

NCC AB – 8,42 Milliarden Euro Umsatz

Das schwedische Unternehmen mit seinen knapp 18.000 Mitarbeitern wurde erst 1988 gegründet. Heute besteht es aus vier großen Geschäftsbereichen, unter anderem „NCC Housing“ und „NCC Roads“.

Platz 8

Ferrovial (Spanien) – 9,7 Milliarden Euro Umsatz

Das Unternehmen aus Madrid baut und betreibt auch Autobahnen und Flughäfen. Der Konzern errichtete unter anderem das Guggenheim-Museum in Bilbao.

Platz 7

Balfour Beatty (Großbritannien) - 11,63 Milliarden Euro Umsatz

Bereits seit 1909 sind die traditionsreichen Briten im Baugeschäft tätig und gehören zu den Platzhirschen in Europa. Die Londoner beschäftigen europaweit rund 30.000 Mitarbeiter.

Platz 6

Strabag (Österreich) – 13,12 Milliarden Euro Umsatz

Aus Wien in die Welt: Die Österreicher haben vor allem in Osteuropa expandiert. Seit 2014 konnte der Konzern den zuvor stark abgerutschten Umsatz stabilisieren und zuletzt wieder leicht steigern.

Platz 5

Eiffage (Frankreich) – 14,06 Milliarden Euro Umsatz

Neben einigen TGV-Trassen gehört auch die Erweiterung des EU-Parlaments zu den großen Projekten des Konzerns. In Deutschland sind rund 3.000 Eiffage-Mitarbeiter beschäftigt.

Platz 4

Skanska (Schweden) - 16,36 Milliarden Euro Umsatz

Kaum eine Straße, ein Kraftwerk oder Bürogebäude in Schweden ist ohne Beteiligung des skandinavischen Bauriesen entstanden. Auch international sind die Schweden aus Solna mittlerweile breit aufgestellt.

Platz 3

Bouygues (Frankreich) - 32,43 Milliarden Euro Umsatz

Neben Immobilien und dem Straßenbau ist der Pariser Konzern Großaktionär des französischen Fernsehsenders TF1. 2015 musste das Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr leichte Umsatzeinbußen hinnehmen.

Platz 2

ACS (Spanien) - 34,93 Milliarden Euro Umsatz

Die Spanier haben in den vergangenen Jahren ein rasantes Wachstum hingelegt. Allein in den vergangenen drei Jahren stieg der Umsatz um rund zehn Milliarden Euro und ACS klettert das Treppchen weiter hoch. Zum Konzern gehört auch das deutsche Unternehmen Hochtief.

Platz 1

Vinci (Frankreich) – 38,52 Milliarden Euro Umsatz

Der größte Baukonzern Europas ist auch der größte Baukonzern der Welt und in der Kleinstadt Rueil-Malmaison nahe Paris beheimatet. Dem Konzern gehört unter anderem die Hälfte aller französischen Autobahnen. 2015 verzeichnete das Unternehmen ein Umsatzminus von knapp 0,5 Prozent.

Quelle: Deloitte

Beide Seiten wollten sich nicht zu dem Bericht äußern. Ferrovial hatte Heathrow 2006 für 10,3 Milliarden Pfund übernommen. In der Zwischenzeit gab der Konzern aber Anteile an mehrere Fonds ab, die seither den Verkauf von kleineren Flughäfen vorantreiben.

Ferrovial leidet unter den Folgen der geplatzten Immobilienblase in Spanien, die das Baugeschäft schwer getroffen haben. Das Unternehmen will daher sein Flughafengeschäft ausbauen und gilt als Interessent für den Flughafen in Chicago. Vergangenes Jahr hatte sich Ferrovial vergeblich um die fünf größten brasilianischen Flughäfen bemüht.

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