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11.11.2013

17:31 Uhr

Baukonzern

Hochtief baut die Führungsetage um

VonGeorg Weishaupt

ExklusivDas Europageschäft des größten deutschen Baukonzerns soll effizienter aufgestellt werden. Darum sollende führende Hochtief-Manager das Unternehmen schon im kommenden Jahr verlassen.

Hochtief will Kosten sparen, darum sollen einige Führungspositionen gestrichen werden. Reuters

Hochtief will Kosten sparen, darum sollen einige Führungspositionen gestrichen werden.

DüsseldorfHochtief-Chef Marcelino Fernández Verdes treibt den Umbau bei Deutschlands größtem Baukonzern Hochtief voran. Den neuen Strukturen in der Europasparte fallen viele Managerpositionen zum Opfer. Statt 13 werden künftig nur noch sieben Manager die vier operativen Einheiten im Europageschäft führen. Das bestätigte ein Hochtief-Sprecher dem Handelsblatt (Dienstagausgabe).

Künftig werde es in den Einheiten Building, Infrastructure und Public-Private-Partnership (PPP) jeweils einen General Manager und einen Finanzchef geben. Im Bereich Engineering lägen künftig sogar beide Funktionen in einer Hand. Die Gespräche mit den sechs ausscheidenden Managern laufen.

Das sind Europas größte Baukonzerne

Platz 9

NCC AB – 8,42 Milliarden Euro Umsatz

Das schwedische Unternehmen mit seinen knapp 18.000 Mitarbeitern wurde erst 1988 gegründet. Heute besteht es aus vier großen Geschäftsbereichen, unter anderem „NCC Housing“ und „NCC Roads“.

Platz 8

Ferrovial (Spanien) – 9,7 Milliarden Euro Umsatz

Das Unternehmen aus Madrid baut und betreibt auch Autobahnen und Flughäfen. Der Konzern errichtete unter anderem das Guggenheim-Museum in Bilbao.

Platz 7

Balfour Beatty (Großbritannien) - 11,63 Milliarden Euro Umsatz

Bereits seit 1909 sind die traditionsreichen Briten im Baugeschäft tätig und gehören zu den Platzhirschen in Europa. Die Londoner beschäftigen europaweit rund 30.000 Mitarbeiter.

Platz 6

Strabag (Österreich) – 13,12 Milliarden Euro Umsatz

Aus Wien in die Welt: Die Österreicher haben vor allem in Osteuropa expandiert. Seit 2014 konnte der Konzern den zuvor stark abgerutschten Umsatz stabilisieren und zuletzt wieder leicht steigern.

Platz 5

Eiffage (Frankreich) – 14,06 Milliarden Euro Umsatz

Neben einigen TGV-Trassen gehört auch die Erweiterung des EU-Parlaments zu den großen Projekten des Konzerns. In Deutschland sind rund 3.000 Eiffage-Mitarbeiter beschäftigt.

Platz 4

Skanska (Schweden) - 16,36 Milliarden Euro Umsatz

Kaum eine Straße, ein Kraftwerk oder Bürogebäude in Schweden ist ohne Beteiligung des skandinavischen Bauriesen entstanden. Auch international sind die Schweden aus Solna mittlerweile breit aufgestellt.

Platz 3

Bouygues (Frankreich) - 32,43 Milliarden Euro Umsatz

Neben Immobilien und dem Straßenbau ist der Pariser Konzern Großaktionär des französischen Fernsehsenders TF1. 2015 musste das Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr leichte Umsatzeinbußen hinnehmen.

Platz 2

ACS (Spanien) - 34,93 Milliarden Euro Umsatz

Die Spanier haben in den vergangenen Jahren ein rasantes Wachstum hingelegt. Allein in den vergangenen drei Jahren stieg der Umsatz um rund zehn Milliarden Euro und ACS klettert das Treppchen weiter hoch. Zum Konzern gehört auch das deutsche Unternehmen Hochtief.

Platz 1

Vinci (Frankreich) – 38,52 Milliarden Euro Umsatz

Der größte Baukonzern Europas ist auch der größte Baukonzern der Welt und in der Kleinstadt Rueil-Malmaison nahe Paris beheimatet. Dem Konzern gehört unter anderem die Hälfte aller französischen Autobahnen. 2015 verzeichnete das Unternehmen ein Umsatzminus von knapp 0,5 Prozent.

Quelle: Deloitte

Das Sparprogramm gehört zur Strategie des Hochtief-Chefs Fernández. Er will das Europageschäft, das seit Jahren Probleme bereitet, straffen und die Kosten senken. Es gehe darum, mehr Verantwortung und unternehmerisches Denken aus der Holding in Essen auf die operativen Sparten zu übertragen“, sagte Fernández im Sommer dem Handelsblatt, als er erstmals den Umbau ankündigte.

Die neue Struktur will der MDax-Konzern Hochtief bis Februar 2014 einführen. Die Manager der vier operativen Einheiten werden in Essen sitzen. Wichtige Kernfunktionen wie Einkauf und Rechnungswesen will der Fernández auf die operativen Einheiten vor Ort übertragen.

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