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12.06.2014

10:43 Uhr

Baukonzern

Hochtief will bei Tochter Leighton aufräumen

Hochtief verordnet der australischen Tochter Leighton einen umfassenden Umbau. Ziel ist der Schuldenabbau bei Leighton. Betroffen davon sind die Sparten für Dienstleistungen, Immobilien und Verkehr.

Hochtief-Chef Marcelino Fernandez Verdes will die Kosten bei Leighton drücken und damit Werte für die Aktionäre schaffen. dpa

Hochtief-Chef Marcelino Fernandez Verdes will die Kosten bei Leighton drücken und damit Werte für die Aktionäre schaffen.

SidneyDer vom spanischen Großaktionär ACS entsandte Hochtief -Chef Marcelino Fernandez Verdes hat nun auch der australischen Tochter Leighton einen umfassenden Umbau verordnet. Wie bereits beim größten deutschen Baukonzern Hochtief stellt Verdes auch bei Leighton Projektentwickler und Teile des Servicegeschäfts zur Disposition. Betroffen seien die Sparten für Dienstleistungen, Immobilien und Verkehrsinfrastruktur, sagte Verdes, der in Personalunion auch Leighton-Chef ist, am Donnerstag. Ziel sei der Schuldenabbau bei Leighton - davon dürfte neben Mehrheitseigner Hochtief auch der spanische Hochtief-Mutterkonzern ACS profitieren.

Verdes war im März an die Spitze des australischen Konzerns mit rund 53.000 Mitarbeitern aufgerückt. Der Manager war vom spanischen Mehrheitseigner ACS nach einer erbitterten Übernahmeschlacht in die Essener Hochtief-Zentrale entsandt worden, den Chefposten trat er im November 2012 mit dem Anspruch an, den Bauriesen auf Gewinn zu trimmen. Er will Hochtief auf das Infrastruktur- und Baugeschäft konzentrieren, nicht mehr zum Kerngeschäft gehörende Beteiligungen werden veräußert. ACS kontrolliert rund 58,9 Prozent der Hochtief-Anteile, Hochtief selbst hatte jüngst den Griff um die australische Ertragsperle Leighton gefestigt und den Anteil um über zehn Prozentpunkte auf 69,62 Prozent erhöht. Verdes hatte bereits angekündigt, die Aktivitäten bei Leighton zu überprüfen.

Nun legte er die Karten auf den Tisch: Er will Leighton künftig auf das Baugeschäft, den Betrieb von Minen, das Geschäft um Partnerschaften mit der öffentlichen Hand (PPP) und Ingenieurleistungen konzentrieren. Von anderen Geschäften, etwa von der Leighton-Tochter John Holland mit über 6500 Beschäftigten, will er sich verabschieden. Es gebe zu viele Überschneidungen im Leighton-Reich, er wolle die Kosten drücken und damit Werte für die Aktionäre schaffen, kündigte Verdes an. Das könne einen Verkauf bedeuten, aber auch Partnerschaften seien eine Option. Lange fackeln will der spanische Manager dabei nicht: Externe Berater sind schon an Bord, es solle Gespräche mit Investoren geben, kündigte er an.

Von

rtr

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