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31.08.2015

10:35 Uhr

Baukonzern

Strabag arbeitet sich langsam aus der Krise heraus

Strabag profitiert vom Immobilienboom in Deutschland und Straßenbauaufträgen in Polen. Im ersten Halbjahr sank bei dem österreichischen Bauunternehmen der operative Verlust um 37 Prozent auf 68,4 Millionen Euro.

Die Halbjahreszahlen lassen hoffen, dass der Baukonzern seine Durststrecke noch in diesem Jahr überwindet. dpa

Strabag-Baustelle

Die Halbjahreszahlen lassen hoffen, dass der Baukonzern seine Durststrecke noch in diesem Jahr überwindet.

WienDer Baukonzern Strabag hat seinen saisonüblichen Verlust im ersten Halbjahr dank der anziehenden Nachfrage in wichtigen Märkten wie Deutschland und Polen eingedämmt. Unter dem Strich stand in den ersten sechs Monaten ein Minus von 55,5 nach 93,1 Millionen Euro vor einem Jahr, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Der operative Verlust (Ebit) sank um 37 Prozent auf 68,4 Millionen Euro. Strabag habe von neuen Straßenbauaufträgen in Polen und dem anziehenden Hochbau in Deutschland profitiert. Die Bauleistung stieg um sieben Prozent auf 6,2 Milliarden Euro.

Für das laufende Jahr geht das Unternehmen weiterhin von einem Betriebsergebnis von mindestens 300 Millionen Euro und einer Leistung von 14 Milliarden Euro aus. „2015 wollen wir unsere Ebit-Marge einen weiteren Schritt näher in Richtung unseres Ziels von drei Prozent bringen. Das Halbjahr zeigt, dass wir auf einem guten Weg sind“, sagte Firmenchef Thomas Birtel. 2014 verbuchte der Konzern bei einem Betriebsergebnis von 282 Millionen Euro eine operative Rendite von 2,3 Prozent.

Das sind Europas größte Baukonzerne

Platz 9

NCC AB – 8,42 Milliarden Euro Umsatz

Das schwedische Unternehmen mit seinen knapp 18.000 Mitarbeitern wurde erst 1988 gegründet. Heute besteht es aus vier großen Geschäftsbereichen, unter anderem „NCC Housing“ und „NCC Roads“.

Platz 8

Ferrovial (Spanien) – 9,7 Milliarden Euro Umsatz

Das Unternehmen aus Madrid baut und betreibt auch Autobahnen und Flughäfen. Der Konzern errichtete unter anderem das Guggenheim-Museum in Bilbao.

Platz 7

Balfour Beatty (Großbritannien) - 11,63 Milliarden Euro Umsatz

Bereits seit 1909 sind die traditionsreichen Briten im Baugeschäft tätig und gehören zu den Platzhirschen in Europa. Die Londoner beschäftigen europaweit rund 30.000 Mitarbeiter.

Platz 6

Strabag (Österreich) – 13,12 Milliarden Euro Umsatz

Aus Wien in die Welt: Die Österreicher haben vor allem in Osteuropa expandiert. Seit 2014 konnte der Konzern den zuvor stark abgerutschten Umsatz stabilisieren und zuletzt wieder leicht steigern.

Platz 5

Eiffage (Frankreich) – 14,06 Milliarden Euro Umsatz

Neben einigen TGV-Trassen gehört auch die Erweiterung des EU-Parlaments zu den großen Projekten des Konzerns. In Deutschland sind rund 3.000 Eiffage-Mitarbeiter beschäftigt.

Platz 4

Skanska (Schweden) - 16,36 Milliarden Euro Umsatz

Kaum eine Straße, ein Kraftwerk oder Bürogebäude in Schweden ist ohne Beteiligung des skandinavischen Bauriesen entstanden. Auch international sind die Schweden aus Solna mittlerweile breit aufgestellt.

Platz 3

Bouygues (Frankreich) - 32,43 Milliarden Euro Umsatz

Neben Immobilien und dem Straßenbau ist der Pariser Konzern Großaktionär des französischen Fernsehsenders TF1. 2015 musste das Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr leichte Umsatzeinbußen hinnehmen.

Platz 2

ACS (Spanien) - 34,93 Milliarden Euro Umsatz

Die Spanier haben in den vergangenen Jahren ein rasantes Wachstum hingelegt. Allein in den vergangenen drei Jahren stieg der Umsatz um rund zehn Milliarden Euro und ACS klettert das Treppchen weiter hoch. Zum Konzern gehört auch das deutsche Unternehmen Hochtief.

Platz 1

Vinci (Frankreich) – 38,52 Milliarden Euro Umsatz

Der größte Baukonzern Europas ist auch der größte Baukonzern der Welt und in der Kleinstadt Rueil-Malmaison nahe Paris beheimatet. Dem Konzern gehört unter anderem die Hälfte aller französischen Autobahnen. 2015 verzeichnete das Unternehmen ein Umsatzminus von knapp 0,5 Prozent.

Quelle: Deloitte

Von

rtr

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