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14.03.2013

09:15 Uhr

Baustoffkonzern

Heidelberg Cement verschärft seinen Sparkurs

Der Baustoffkonzern Heidelberg Cement blickt auf ein mäßiges Jahr zurück, der Gewinn stagnierte nahezu. Trotz weltweit steigender Nachfrage will das Unternehmen nun fast doppelt so viel sparen wie ursprünglich geplant.

Zement von Heidelberg Cement: Das Unternehmen will weiter sparen. ap

Zement von Heidelberg Cement: Das Unternehmen will weiter sparen.

FrankfurtHeidelberg Cement verschärft trotz der guten Aussichten auf eine weltweit steigende Nachfrage nach Baustoffen seinen Sparkurs. Das Einsparziel für den Zeitraum 2011 bis 2013 werde von ursprünglich 600 Millionen Euro auf gut eine Milliarde Euro erhöht, teilte der größte deutsche Baustoffkonzern am Donnerstag in Heidelberg mit. Der größte deutsche Baustoffkonzern senkte die Nettofinanzschulden im vergangenen Jahr um 700 Millionen Euro auf 7,0 Milliarden Euro. Den Jahresüberschuss konnte der Konzern nur um zwei Prozent auf 545 Millionen Euro steigern. Als Grund dafür verwies der mit Holcim, Lafarge und Cemex konkurrierende Konzern auf Einmaleffekte: Wegen der erneuten Rezession in Großbritannien waren Wertminderungen bei Geschäfts- und Firmenwerten fällig. In den USA fielen Verluste aus Firmenverkäufen an.

Die Dividende soll dennoch erhöht werden auf 47 Cent nach 35 Cent für das Jahr 2011. Damit nähere sich Heidelberg Cement schrittweise seinem Ziel einer Ausschüttungsquote von 30 bis 35 Prozent. Das operative Ergebnis legte um neun Prozent auf 1,6 Milliarden Euro zu, wie HeidelbergCement bereits Anfang Februar mitgeteilt hatte. Neben dem Sparprogramm und günstigen Wechselkurseffekten durch den schwächeren Euro trugen dazu Preiserhöhungen bei. Diese will Heidelberg Cement jetzt noch forcieren.

Umsatz und operatives Ergebnis sollen in diesem Jahr steigen und das Vorsteuerergebnis „spürbar verbessert“ werden, erklärte Vorstands-Chef Bernd Scheifele. Heidelberg Cement sei gut positioniert, um vom Wirtschaftswachstum überproportional zu profitieren. Wachstum sei vor allem in Asien, Afrika, Nordamerika und Nordeuropa einschließlich Deutschlands zu erwarten. Die Euro-Schuldenkrise, die hohe Verschuldung der USA und Konflikte im Nahen Osten seien aber weiterhin Risikofaktoren.

Die Produktionskapazitäten in Schwellenländern will Heidelberg Cement weiter ausbauen. „Für 2013 planen wir, insgesamt mehr als fünf Millionen Tonnen neue Kapazitäten in Betrieb zu nehmen“, kündigte Scheifele an.

Von

rtr

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