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01.03.2013

15:58 Uhr

Bauunternehmen

Hochtief-Mutter ACS will Schulden abbauen

Der spanische Baukonzern ACS will seine Schulden weiter reduzieren. Bis zum Jahresende will die Hochtief-Mutter ihre Verbindlichkeiten um knapp zwei Milliarden Euro senken – trotz hoher Verluste im vergangenen Jahr.

Der Baukonzern ACS hat im vergangenen Jahr einen Nettoverlust von knapp zwei Milliarden Euro gemacht. Für 2013 steht auf dem Plan, die Schulden zu reduzieren. dpa

Der Baukonzern ACS hat im vergangenen Jahr einen Nettoverlust von knapp zwei Milliarden Euro gemacht. Für 2013 steht auf dem Plan, die Schulden zu reduzieren.

MadridDas spanische Bauunternehmen ACS, die Muttergesellschaft des Hochtief-Konzerns, will zum Abbau des Schuldenbergs mehrere Geschäftsbereiche stutzen. Die Politik des Rückzugs aus nicht strategischen Sektoren solle fortgesetzt werden, kündigte ACS-Präsident Florentino Pérez am Freitag bei der Vorstellung der Jahresbilanz 2012 in Madrid an.

Bis zum Ende dieses Jahres sollten die Nettoschulden von derzeit 4,9 Milliarden auf drei Milliarden Euro gesenkt werden. Der Hochtief-Großaktionär hatte im vorigen Jahr Nettoverluste von 1,93 Milliarden Euro erlitten, seinen Schuldenberg aber fast um die Hälfte abgebaut.

Das sind Europas größte Baukonzerne

Platz 9

NCC AB – 8,42 Milliarden Euro Umsatz

Das schwedische Unternehmen mit seinen knapp 18.000 Mitarbeitern wurde erst 1988 gegründet. Heute besteht es aus vier großen Geschäftsbereichen, unter anderem „NCC Housing“ und „NCC Roads“.

Platz 8

Ferrovial (Spanien) – 9,7 Milliarden Euro Umsatz

Das Unternehmen aus Madrid baut und betreibt auch Autobahnen und Flughäfen. Der Konzern errichtete unter anderem das Guggenheim-Museum in Bilbao.

Platz 7

Balfour Beatty (Großbritannien) - 11,63 Milliarden Euro Umsatz

Bereits seit 1909 sind die traditionsreichen Briten im Baugeschäft tätig und gehören zu den Platzhirschen in Europa. Die Londoner beschäftigen europaweit rund 30.000 Mitarbeiter.

Platz 6

Strabag (Österreich) – 13,12 Milliarden Euro Umsatz

Aus Wien in die Welt: Die Österreicher haben vor allem in Osteuropa expandiert. Seit 2014 konnte der Konzern den zuvor stark abgerutschten Umsatz stabilisieren und zuletzt wieder leicht steigern.

Platz 5

Eiffage (Frankreich) – 14,06 Milliarden Euro Umsatz

Neben einigen TGV-Trassen gehört auch die Erweiterung des EU-Parlaments zu den großen Projekten des Konzerns. In Deutschland sind rund 3.000 Eiffage-Mitarbeiter beschäftigt.

Platz 4

Skanska (Schweden) - 16,36 Milliarden Euro Umsatz

Kaum eine Straße, ein Kraftwerk oder Bürogebäude in Schweden ist ohne Beteiligung des skandinavischen Bauriesen entstanden. Auch international sind die Schweden aus Solna mittlerweile breit aufgestellt.

Platz 3

Bouygues (Frankreich) - 32,43 Milliarden Euro Umsatz

Neben Immobilien und dem Straßenbau ist der Pariser Konzern Großaktionär des französischen Fernsehsenders TF1. 2015 musste das Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr leichte Umsatzeinbußen hinnehmen.

Platz 2

ACS (Spanien) - 34,93 Milliarden Euro Umsatz

Die Spanier haben in den vergangenen Jahren ein rasantes Wachstum hingelegt. Allein in den vergangenen drei Jahren stieg der Umsatz um rund zehn Milliarden Euro und ACS klettert das Treppchen weiter hoch. Zum Konzern gehört auch das deutsche Unternehmen Hochtief.

Platz 1

Vinci (Frankreich) – 38,52 Milliarden Euro Umsatz

Der größte Baukonzern Europas ist auch der größte Baukonzern der Welt und in der Kleinstadt Rueil-Malmaison nahe Paris beheimatet. Dem Konzern gehört unter anderem die Hälfte aller französischen Autobahnen. 2015 verzeichnete das Unternehmen ein Umsatzminus von knapp 0,5 Prozent.

Quelle: Deloitte

Pérez pries den neuen spanischen Hochtief-Chef Marcelino Fernández Verdes, dem in Essen eine gewisse Skepsis entgegengebracht wird. „Er ist die beste Führungskraft, die es in der Branche in Spanien und auf der ganzen Welt gibt“, sagte Pérez, der auch Präsident von Real Madrid ist. Die Ernennung von Fernández Verdes habe bereits zu einer Verbesserung der Geschäfte der australischen Hochtief-Tochter Leighton in den USA geführt. Sie werde auch in Deutschland bald positive Ergebnisse bringen.

Der ACS-Konzern wolle in den kommenden drei Jahren vor allem beim Bau von Infrastruktureinrichtungen im Verkehrssektor und in der Industrie ein verstärktes Wachstum erzielen, sagte Pérez. Dagegen sollten die Aktivitäten in anderen Bereichen gestutzt werden. Dazu gehöre der Betrieb von Flughäfen, Autobahnen, Anlagen zur Gewinnung von Wind- und Sonnenenergie oder Entsalzungsanlagen.

ACS: Hochtief-Mutter mit großen Verlusten

ACS

Hochtief-Mutter mit großen Verlusten

Die gute Nachricht: Das Unternehmen konnte seine Schuldenlast beinahe halbieren.

Die Hochtief-Mutter führte ihre Einbußen 2012 auf Sonderfaktoren wie den verlustreichen Verkauf eines Kapitalanteils von zwölf Prozent am Energieunternehmen Iberdrola zurück. Ohne Sonderfaktoren 2011 und 2012 kam ACS nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr auf einen Nettogewinn von 705 Millionen Euro, 9,9 Prozent weniger als im Vorjahr.

Die ACS-Tochter Hochtief will sich von großen Teilen des zuletzt wenig rentablen Europageschäfts trennen. Der neue Hochtief-Chef Fernández Verdes hatte am Donnerstag - gut drei Monate nach seinem Amtsantritt - den Verkauf der kompletten Servicesparte in Europa angekündigt.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Kulleraugen

01.03.2013, 17:37 Uhr

das war Klar das CS das Deutsche Unternehmen zerlegt wird der Spanier war Gift

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