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15.08.2012

03:14 Uhr

BBC-Chef

Mark Thompson wechselt zur New York Times

Nach der Olympiade wollte Mark Thompson bei der BBC aufhören. Seine Verdienste um die digitale Neuaufstellung des britischen Senders rückten ihn in Arthur Sulzbergers Blick. Er holt Thompson als Chef zur New York Times.

Mark Thompson zieht aus dem BBC-Haus in den Wolkenkratzer der New York Times. Reuters

Mark Thompson zieht aus dem BBC-Haus in den Wolkenkratzer der New York Times.

New YorkDer scheidende Generaldirektor der britischen BBC führt künftig die Geschäfte bei dem wohl bekanntesten Zeitungshaus der Welt. Mark Thompson werde der nächste Chef der New York Times Company, teilte das börsennotierte Unternehmen am Dienstag mit. Der 55-Jährige werde auch Mitglied des obersten Firmengremiums, des Verwaltungsrats.

„Mark ist ein begnadeter Manager“, begründete der Verleger und Verwaltungsratsvorsitzende Arthur Sulzberger die Wahl. Thompson habe geholfen, die vertraute Marke BBC auf digitale Produkte auszuweiten. Insbesondere lobte er das Multimedia-Angebot der BBC bei den Olympischen Spielen.

„Das macht ihn zu einem idealen Kandidaten, um die Times in diesen Zeiten zu führen, in denen wir unser Augenmerk darauf richten, unser Geschäft durch digitale und globale Expansion auszubauen.“ Im Printbereich ist die "New York Times" mit zurückgehender Auflage konfrontiert.

Die bisherige Firmenchefin Janet Robinson war bereits Ende vergangenen Jahres gegangen. Seitdem hatte Verleger Sulzberger das Unternehmen gelenkt. Thompson werde seinen neuen Posten vermutlich im November antreten, hieß es. Der 55-Jährige hatte vor einigen Monaten erklärt, dass er nach dem Thronjubiläum und den Olympischen Spielen bei der BBC aufhören wolle.

In seine achtjährige Amtszeit bei der Rundfunkanstalt fielen aber nicht nur die digitale Neuaufstellung und zahlreiche Großereignisse. Thompson setzte auch harte Kosteneinsparungen durch. Die New York Times muss sich ebenfalls den Umwälzungen der digitalen Welt stellen. Das Zeitungshaus schrieb im zweiten Quartal einen Verlust von unterm Strich 88 Millionen Dollar (71 Mio Euro).

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