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17.01.2005

08:39 Uhr

Bell war charismatischer Chef

Ex-McDonald's-Chef an Krebs gestorben

Der ehemalige Chef der weltgrößten Restaurant-Kette McDonald's, Charlie Bell, ist tot. Er erlag am Montag im Alter von 44 Jahren einem Krebsleiden.

HB SYDNEY. Bell sei am Morgen in seiner Heimatstadt Sydney in Australien gestorben, sagte eine Unternehmenssprecherin. Er hinterlässt Frau und Tochter. Um sich auf den Kampf gegen seinen Darmkrebs zu konzentrieren, hatte Bell im November seinen Posten niedergelegt. Der kolektorale Tumor war nur wenige Wochen nach seiner Berufung an die Spitze des Unternehmens diagnostiziert worden.

Bell war ein charismatischer Chef, der gerne davon sprach, dass er fast täglich McDonald's-Produkte zu sich nehme. Er begann seine Karriere bei dem US-Konzern im Alter von 15 Jahren, in einem Restaurant in einem Arbeiterviertel in Sydney, und war seit dem 1987 pensionierten Fred Turner der erste Unternehmenschef, der auch im Restaurantservice gearbeitet hatte. Als er im April 2004 an die Konzernspitze aufrückte, war er zudem der erste Nicht-Amerikaner auf dem Posten. Sein Vorgänger Cantalupo starb an einem Herzinfarkt.

1999 kam Bell in die Firmenzentrale in die USA, wurde zwei Jahre später Europa-Chef und 2002 die rechte Hand des damaligen Chefs Jim Cantalupo. Er führte die Restaurantkette in Europa erfolgreich aus der BSE-Krise, erneuerte das Angebot in den USA und war verantwortlich für die Einführung der Werbekampagne „Ich liebe es“. In den sieben Monaten bis November 2004, in denen er Konzern-Chef war, stiegen die Umsätze ständig an, und die Aktie gewann mehr als acht Prozent. Die größte Herausforderung für McDonald's ist es nach seinen Worten, nicht selbstgefällig „dick, dumm und glücklich“ zu werden.

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