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09.12.2013

11:22 Uhr

Beratungsfirma

EY stellt weiter ein

Im abgelaufenen Geschäftsjahr hatte die Beratungsfirma EY (früher: Ernst & Young) bereits 1200 neue Mitarbeiter in Deutschland eingestellt – nun sollen noch einmal 1500 weitere folgen. Der Umsatz war zuletzt deutlich gestiegen.

Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young hatte 2012/2013 in Deutschland ihren Umsatz stärker als geplant um 9,2 Prozent auf 1,31 Milliarden Euro gesteigert. dapd

Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young hatte 2012/2013 in Deutschland ihren Umsatz stärker als geplant um 9,2 Prozent auf 1,31 Milliarden Euro gesteigert.

Frankfurt/StuttgartDie Beratungsfirma EY (früher: Ernst & Young) will in Deutschland im laufenden Geschäftsjahr noch einmal 1500 neue Mitarbeiter einstellen. Voraussetzung sei eine stabile konjunkturelle Entwicklung, kündigte Deutschlandchef Georg Graf Waldersee am Montag bei der Bilanzpressekonferenz in Frankfurt am Main an. Bereits im abgelaufenen Geschäftsjahr hatte EY 1200 neue Mitarbeiter geworben. Ende Juni beschäftigte die Beratungsfirma in Deutschland 7918 Mitarbeiter.

Die Wirtschaftsberatung hatte 2012/2013 in Deutschland ihren Umsatz stärker als geplant um 9,2 Prozent auf 1,31 Milliarden Euro gesteigert. EY macht gut eine Milliarden Euro Umsatz mit Steuerberatung und Wirtschaftsprüfung. Das Wachstum sei Ergebnis der Neuausrichtung, sagte Waldersee. Teams werden inzwischen aus verschiedenen Fachbereichen und Ländern zusammengestellt. In diesem Jahr plant Waldersee dennoch nur mit einem Umsatzplus von sieben Prozent. Angaben zum Gewinn macht die Firma nicht.

Die größten Beratungsunternehmen in Deutschland

Berater in Deutschland

Unternehmensberatungen sind gefragt wie nie. In Deutschland hat sich der Branchenumsatz seit 2010 jährlich um zwei Milliarden Euro auf zuletzt 22,3 Milliarden Euro erhöht. Der Wunsch der Kunden lautet häufig Betriebsoptimierung, manchmal aber auch Schadensbegrenzung. Die Liste zeigt die acht größten in Deutschland aktiven Beraterfirmen.

Quelle: Bundesverband Deutscher Unternehmensberater

Platz 8

Deloitte mit hiesigem Sitz in Düsseldorf setzte 2012 in Deutschland 275 Millionen Euro um. Die Mitarbeiterzahl beläuft sich auf 1405.

Platz 7

Die US-amerikanische Strategieberatung Oliver Wyman füllte die eigenen Kassen 2012 mit einem Umsatz von 280 Millionen Euro. In Deutschland beschäftigt das Unternehmen 730 Mitarbeiter. Die Kunden der Firma kommen aus den verschiedensten Branchen etwa Verkehr, Energie und Industrie. Insgesamt lassen sich in Deutschland am meisten Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes von Beratern unter die Arme greifen. Finanzdienstleister und Firmen, die aus öffentlicher Hand finanziert werden, sind ebenfalls häufig Kunden.

Platz 6

Die irische Beratungsfirma Accenture setzte im vergangenen Jahr 296 Millionen Euro um (825 Beschäftigte). Generell ist die Umsatzentwicklung innerhalb der Branche bis auf eine minimale Ausnahme in 2009 stetig gestiegen. Erwirtschafteten Managementberater 2003 noch 12,2 Milliarden Euro, stieg der Umsatz im vergangenen Jahr in Deutschland um zehn Milliarden auf 22,3 Milliarden Euro.

Platz 5

Der US-Riese Price-Waterhouse-Coopers erwirtschaftete 2012 in Deutschland 315 Millionen Euro – mit 1470 Beschäftigten. Die Kundenliste der Beratungsgruppe ist alles andere als schlecht besetzt: Bayer, Lufthansa und Lanxess sind einige Namen.

Platz 4

KPMG machte in Deutschland 403 Millionen Euro Umsatz. Der Wirtschaftsprüfer und Unternehmensberater ist weltweit aufgestellt. Großkunden sind keine geringeren als Adidas und BMW. In Deutschland betreuen 2150 Mitarbeiter die Belange der Firmen.

Platz 3

Die deutsche Unternehmensberatung Roland Berger machte 2012 445 Millionen Euro Umsatz. Die Firma benannt nach ihrem Gründer und Unternehmer Roland Berger beschäftigt 1250 Mitarbeiter.

Platz 2

The Boston Consulting Group – mit rund 1880 Beschäftigten – berät Unternehmen seit 1963. Im vergangenen Jahr setzte der Konzern 490 Millionen Euro um.

Platz 1

McKinsey machte mehr als 600 Millionen Euro Umsatz in Deutschland im vergangenen Jahr. Die Berater sind nicht nur in der Unternehmensberatung aktiv, sondern entwickeln auch Strategien für Parteien. So ließ sich die CDU 2003 bei einem Parteiprogramm von McKinsey unterstützen. Das Unternehmen mit deutschem Sitz in Düsseldorf beschäftigt 2300 Mitarbeiter.

Weltweit steigerte EY seinen Umsatz um 5,8 Prozent auf 25,8 Milliarden US-Dollar.

Von

dpa

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