Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

17.12.2012

16:19 Uhr

Berliner Landgericht

Baufirmenchef hinterzieht 4,6 Millionen Euro

Ein Bauunternehmer hat vor Gericht einen Millionenbetrug mit Schwarzarbeit gestanden. Insgesamt entstand ein Gesamtschaden von mehr als 4,6 Millionen Euro. Betroffen sind Krankenkassen, Finanzamt und Berufsgenossenschaft.

Auch das Finanzamt wurde um Millionenbeträge geprellt. dpa

Auch das Finanzamt wurde um Millionenbeträge geprellt.

BerlinEinen Millionenbetrug an Krankenkassen und Finanzamt hat der Geschäftsführer einer inzwischen insolventen Baufirma gestanden. Über seinen Verteidiger erklärte der Mann vor dem Berliner Landgericht am Montag, er habe seine Arbeiter schwarz beschäftigt und weder gesetzliche Nebenabgaben noch Steuern gezahlt.

In den Jahren 2003 bis 2008 war dabei laut Anklage ein Gesamtschaden von mehr als 4,6 Millionen Euro entstanden. Allein die AOK büßte rund 1,77 Millionen Euro ein. Einer Zusatzkasse des Baugewerbes entgingen Zahlungen in Höhe von rund 1,1 Millionen Euro. Einer Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft zahlte der Unternehmer knapp 300.000 Euro zu wenig.

Auch das Finanzamt wurde um Millionenbeträge geprellt. Der Anklage nach hatte 47-Jährige Umsatz-, Gewerbe- und Körperschaftssteuer hinterzogen. Einkünfte aus Kapitalvermögen wurden nicht deklariert. Die Wirtschaftsstrafkammer stellte dem früheren Chef einer Firma für Rohbauten eine Haftstrafe zwischen drei und vier Jahren in Aussicht.

Von

dpa

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×