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02.06.2013

17:16 Uhr

Berliner Wohnungskonzern

Heftiger Streit mit dem Großaktionär zurück

ExklusivEr verstehe nichts vom Berliner Wohnungsmarkt, habe bei der IVG versagt und sei ohnehin nur durch Vetternwirtschaft ins Amt gekommen. Gegen diese Vorwürfe des Großaktionärs PGGM wehrt sich GSW-Chef Bernd Kottmann nun.

Bernd Kottmann, Chef des Berliner Wohnungskonzerns GSW. Pressefoto GSW

Bernd Kottmann, Chef des Berliner Wohnungskonzerns GSW.

Der Vorstandschef des Berliner Wohnungskonzerns GSW, Bernd Kottmann, wehrt sich gegen Vorwürfe eines Großaktionärs, nur durch Vetternwirtschaft ins Amt gekommen und für den Job nicht ausreichend qualifiziert zu sein. „Es ist falsch, mir zu unterstellen, ich verstünde nichts von Wohnimmobilien“, sagte Kottmann dem Handelsblatt in seinem ersten Interview seit Amtsantritt am 16. April.

Der niederländische Pensionsfonds PGGM als Großaktionär hatte erklärt, Kottmann verdanke seine Berufung vor allem der großen Nähe zu GSW-Aufsichtsratschef Eckart John von Freyend, mit dem er einst beim Gewerbeimmobilienkonzern IVG im Vorstand saß. Zudem verstehe Kottmann nichts vom Berliner Wohnungsmarkt und habe in seiner Zeit bei der IVG einen schlechten Job gemacht.

Als Ausweis seiner Expertise führt Kottmann im Handelsblatt-Interview ins Feld, dass er vor vielen Jahren 10.000 Wohnungen des ehemaligen Bergbauunternehmens Harpen an die Mieter verkauft habe. Zudem habe er für die IVG Wohnungsprojekte in Berlin realisiert. Dass seine Leistungen bei der IVG „nicht einwandfrei“ gewesen sein sollen, wie PGGM behauptet, weist Kottmann zurück: „Ich habe unter anderem den Kauf der Kavernen eingefädelt, mit denen die IVG auch heute noch sehr gute Gewinne macht.“ Dass in seine Zeit als Finanzvorstand der IVG viel zu teuer gekaufte Bürogebäude fallen, will er nicht allein stehen lassen: „Ich lasse mich nicht auf zwei Jahre als Finanzvorstand der IVG reduzieren.“

Mit dem heutigen GSW-Chefaufseher John von Freyend habe er bei der IVG eng und vertrauensvoll zusammengearbeitet, mehr nicht, sagte Kottman. Er stieß 1997 zur IVG, war von 2001 bis 2006 Vorstandskollege von John von Freyend und ab 2007 Finanzvorstand, als dieser in den IVG-Aufsichtsrat wechselte. 2009 verließ er die Gesellschaft.

Von

rrl

Kommentare (5)

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fenfir

02.06.2013, 17:42 Uhr

Die Aktionäre verlieren Geld
Die Arbeitnehmer ihren Job

Aber die Manager kassieren und ziehen weiter.
Sie haben damit nichts zu tun.
Wer den dann?
Wer ist den der "unterbezahlte" Experte?

figuera

02.06.2013, 19:17 Uhr

Klingt ja wie aus der deutschen Spießerstube!! Hat der NICHTS zu tun!!?

Rechner

03.06.2013, 01:36 Uhr

O-Ton Kottmann
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Dass in seine Zeit als Finanzvorstand der IVG viel zu teuer gekaufte Bürogebäude fallen, will er nicht allein stehen lassen: „Ich lasse mich nicht auf zwei Jahre als Finanzvorstand der IVG reduzieren.“
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Als Finanzvorstand mitverantwortlich zu sein für die katastrophale Geschäftspolitik der IVG, die im Einkauf und Bau überteuerter Prestigeobjekte (London Dildo, Krankfurt Airail) bestand und die Aktionäre den Großteil ihres Vermögens gekostet hat, ist jedenfalls keine Qualifikation für weitere Führungsaufgaben in Immobiliengesellschaften.

Und daß er auch zufällig 'mal nicht ins Klo gegriffen hat ist dafür auch keine Entschuldigung.

Die GSW wurde unter ihrem inzwischen vom Branchenprimus Gagfah abgeworbenen ehemaligem VV solide und nachhaltig geführt.

Daß Aktionäre entsetzt sind jetzt diesen IVG-Hochglanz-Prospekt-Verteiler vor die Nase gesetzt zu bekommen kann ich gut nachvollziehen.

Die Aktionäre sollten den Aufsichtsrat auswechseln.

Dessen krasse personelle Fehleintscheidung ist nicht entschuldbar.

...

Man kann eine solide und nachhaltige Geschäftspolitik nicht mit Leuten aus dem IVG/Oppenheim Dunstkreis betreiben.

Die kennen nur das Geschäftsmodell "Hochglanzabzocke cum Frontloading".

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