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24.01.2005

14:10 Uhr

Bert Rürup im Porträt

Der neue Chef des Sachverständigenrats

Der neue Vorsitzende des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, Bert Rürup, gilt in Deutschland seit längerem als einer der meistgefragten Experten für Sozial- und Wirtschaftspolitik.

HB HAMBURG. „Rentenpapst“, „Wirtschaftsweiser“ und „Superberater“ sind einige der Namen, die dem 61-jährigen Professor aus Darmstadt gegeben wurden. Seit dem Jahr 2000 ist er einer der „Fünf Weisen“, dem Beratergremium der Bundesregierung, dessen Vorsitzender er ab 1. März sein wird. Rürup muss nun den Streit in dem Professorengremium beilegen, der sich am „Weisen“ Peter Bofinger entzündet hatte.

Der gebürtige Essener Rürup hat schon in jungen Jahren zielstrebig auf eine Rolle als Berater hingearbeitet. Eine Weile schwankte er zwischen den Berufszielen Politik oder Wissenschaft. Nach dem Studium der Wirtschafts- und Finanzwissenschaften heuerte er 1974 für einige Monate in der Planungsabteilung des Bundeskanzleramtes an. Bald folgte er aber Rufen der Universität, zuerst Essen und 1976 Darmstadt.

Zugleich ließ Rürup die Verbindung zur Politik jedoch nie abreißen. In Rentenfragen beriet er die SPD, die CDU und dann wieder die Sozialdemokraten - bei denen er seit langem Mitglied ist. Er gilt als Urheber des von der Union propagierten „demographischen Faktors“ zur Rentenanpassung und als Miterfinder der „Riester-Rente“ zur privaten Ergänzung der gesetzlichen Rente. Sein Name wurde auch zum Synonym für die von ihm geleitete Experten-Kommission zur Reform der Sozialversicherungssysteme.

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