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24.02.2014

16:08 Uhr

Berufe unter der Lupe

Architekten sind auf einmal gefragt

VonMiguel Zamorano

Lange wurde Anwärtern von einem Architekturstudium abgeraten. Doch dank Bauboom und niedriger Zinsen suchen Architekturbüros händeringend nach geeigneten Nachwuchskollegen. Was Bauprofis können und beachten sollten.

Architekten sind mittlerweile wieder stark gefragt. Foto: Fotolia

Architekten sind mittlerweile wieder stark gefragt. Foto: Fotolia

KölnDie deutschen Verbraucher geben ihr Geld nach wie vor gerne aus. Autos, Kleidung, Reisen – kurz nach Jahresbeginn zeigte der neueste GfK-Konsumklimaindex, dass die niedrigen Zinsen auf dem Kapitalmarkt nach wie vor nicht zum Sparen anregen. Ein Bereich, in dem die Deutschen derzeit auf Einkaufstour gehen, ist der Immobilienmarkt.

Besonders das Bauen ist aktuell gefragt - der GfK-Index bezieht sich bei seiner Prognose auf die Anzahl der Baugenehmigungen, die das Statistische Bundesamt veröffentlicht. Allein im November 2013 wurden demnach 12,7 Prozent mehr Wohnungsbauvorhaben zugelassen als im Vorjahreszeitraum.

Quelle: Handelsblatt Jobturbo

Für den Arbeitsmarkt von Architekten dürfte diese Entwicklung Vorteile haben. Das Stellenangebot ist entsprechend hoch, das belegt der Handelsblatt Jobturbo. Die Jobsuchmaschine bündelt die Stellenanzeigen der bundesweit bedeutendsten Stellenbörsen, Zeitungen und Karriereportale der Top-Unternehmen. „Wir können derzeit von einer leichten Verbesserung der Arbeitsmarktlage für Architekten sprechen“, sagt auch Christof Rose, Sprecher der Architektenkammer in Nordrhein-Westfalen, zum einst schwierigen Markt seines Berufsstandes.

Seit 2010 ist die Zahl der erwerbstätigen Architekten konstant gestiegen, 2011 notierte das Statistische Bundesamt 8,1 Prozent mehr als im Vorjahr. Im Juli 2013 gab es laut Bundesarchitektenkammer bundesweit 122.700 Architekten. Im Schnitt verdiente jeder zweite Architekt mehr als 4.000 Euro brutto im Monat.

Wie Sie die Zahl der Emails reduzieren können

Gefühlt versus real

Das gefühlte Email-Aufkommen inklusive der Zeit, die Sie für Emails benötigen, unterscheidet sich Erfahrung nach sehr von den realen Werten.

Die optimale Anzahl

Es gibt kaum eine Zahl in der Unternehmenswelt, über die man trefflicher streiten kann, als die „richtige“ Anzahl an Emails, die ein Manager pro Tag bewältigen sollte. Einige finden 300 völlig normal, andere regional aktive Angestellte schreiben 20 und erhalten 30 Emails pro Tag. Natürlich ist es vom Einzelfall abhängig.

Der Grenzwert

Wer 100 Emails oder mehr pro Tag bekommt, liegt aus Sicht der Autoren „auf jeden Fall jenseits einer akzeptablen Grenze“. Es gäbe keinen relevanten Managerjob, in dem er über täglich 100 Sachverhalte informiert werden muss. Wenn doch, macht er irgendetwas falsch.

Verteiler

Lassen Sie sich aus jedem Verteiler löschen, den Sie nicht zwingend brauchen. Falls Sie ein Kollege unerwünscht in (s)einen Verteiler aufnimmt, sprechen Sie mit darüber.

Automatisch löschen

Wenn Sie Emails von bestimmten Personen bekommen oder mit bestimmten Schlüsselwörtern, können Sie ihren Email-Client so programmieren, dass sie entweder sofort gelöscht oder in einen bestimmten Ordner verfrachtet werden.

Umgang mit Newslettern und Co

Überprüfen Sie die Informations-Emails wie Newsletter, die Sie bekommen. Filtern Sie die, die sie nicht (mehr) brauchen, hinaus. Lassen Sie diese Emails in einen bestimmten Ordner einlaufen. Wenn Sie an einem Tag keine Zeit haben, sie zu lesen, stören Sie Ihren Alltag nicht.

Empfangs- und Lesebestätigung

Es gibt Unternehmen, bei den machen Empfangs- und Lesebestätigungen 30 Prozent des Email-Aufkommens aus. Schalten Sie diese Tools ab. Zum einen sind sie ohnehin unzuverlässig und zum anderen nerven sie viele Empfänger massiv.

Spam

Wenn Sie noch Spam bekommen, informieren Sie dringend Ihre IT-Abteilung. Es ist heutzutage absolut möglich, völlig frei von Spams zu leben.

Kernaufgaben

Nicht nur, aber besonders leitende Angestellte müssen sich auf ihre Kernaufgaben fokussieren. Und das gilt auch für ihr Email-Postfach. Wer mal nachzählt, kommt auf maximal 40 Prozent. Also weniger als die Hälfte der Emails eines Managers haben mit seinen Kernaufgaben zu tun.

CC-Last

Ein besonderes Problem ist das in CC-Setzen. Doch eine Email, in der ein Vorgesetzter in Kopie gesetzt wird, zählt keineswegs zu „Personal führen“ oder „Fortschritte kontrollieren“. Also reduzieren sie jede überflüssige Email und sagen Sie es auch den Kollegen, dass sie nicht mehr zwingend in CC gesetzt werden wollen. Von Ausnahmen abgesehen sollte keine Email mehr als zwei Empfänger haben.

CC-Emails drehen Hierarchie um

Früher mussten Mitarbeiter Zeit investieren, um Informationen so aufzubereiten, dass sie für den Vorgesetzten nutzbar waren. Eine CC-Kopie dreht den Arbeitsaufwand um: null für den Mitarbeiter, viel für den Chef. Da Kopien ja für den Empfänger und nicht den in CC-Gesetzten gedacht sind, braucht Letzter überdurchschnittlich viel Zeit, um sie zu lesen.

CC-Emails erzeugen Illusion

Wenn jemand eine Email in Kopie erhalten hatten, hat er deren Inhalt nicht automatisch gelesen und voll verstanden. Das scheint eine triviale Wahrheit zu sein, doch die Anspruchshaltung in Unternehmen ist oft eine andere. Bedenken Sie also, dass ihr Chef oder Ihr Kollege nicht jede CC-Email auswendig kennt.

CC-Email generieren neue Emails

Kopiert ein Mitarbeiter seinen Chef bzw. ein Kollege den anderen auf seine Email, werden die Empfänger der Email ihn auch wieder mit hinein nehmen.

Die Lösung des Problems

Legen Sie fest, wie Sie informiert werden möchten. Wenn Sie keine CC-Kopie wollen, heißt das ja nicht, dass Sie auf Informationen verzichten möchten. Etablieren Sie ein Berichtswesen, verlangen Sie kommentierte Info-Kopien, demotivieren Sie externe CC-Setzer und verweisen Sie konsequent auf die Kompetenz der zuständigen Mitarbeiter. 

Notwendige-Übel-Emails

Nun muss ein leitender Angestellter auch solche Aufgaben lösen, die nicht zu seinem Kernbereich gehören und man notwendiges Übel nennen könnte. Diese Dinge kommen in aller Regel per Email. Gänzlich vermeiden lässt sich das nicht, wohl aber reduzieren. Differenzieren Sie zwischen Notwendige-Übel-Emails und solchen, die tatsächlich unnötige Zeitverschwendung sind. Der Anteil ist höher als Sie denken.

Belästigung durch Untergebene

Viele Mitarbeiter ziehen ihre Führungskräfte mit Emails viel zu sehr in das Tagesgeschäft hinein. Das ist oft ein Anzeichen dafür, dass sie überfordert sind, ihnen wichtige Informationen fehlen oder sie sich absichern wollen. All dies kann ein guter Chef anders lösen, so dass täglich Dutzende Emails ausbleiben.

Architekten sind vor allem selbstständig oder in Architekturbüros angestellt. Ein Blick auf die Zahlen der bei der Agentur für Arbeit gemeldeten Stellen 2012 bestätigt das. 48 Prozent der offenen Stellen wurden demnach von Architektur- und Ingenieurbüros gemeldet, 20 Prozent vom öffentlichen Dienst und lediglich sieben Prozent von  Unternehmen des Baugewerbes.

Die Baubranche plant für 2014 mit einem Umsatzplus von 3,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Ein Löwenanteil dürfte dabei im privaten Wohnungsbau liegen. Der Hauptverband Deutsche Bauindustrie und der Zentralverband Deutsches Baugewerbe rechnen in diesem Jahr mit bis zu 250.000 neuen Wohnungen.

Nach Angaben der beiden Verbände begünstigen die Frühindikatoren diese Prognose, wie etwa die Zahl der Beschäftigten (42 Millionen Erwerbstätige bundesweit) und die günstigen Konditionen für Immobilienkredite. Allerdings dürften Menschen mit mittleren und niedrigen Einkommen davon nicht profitieren, schon gar nicht in den Ballungsgebieten und den Metropolregionen, wo in den Innenstädten die Preise pro Quadratmeter in den vergangenen Jahren immens gestiegen sind.

Wer hier in Wohnraum investieren will, muss an bestehenden Bauten modernisieren, instand halten und sanieren. Eine Tendenz, die eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung in Berlin zeigt. So lag im Jahr 2012 der Anteil von Neubauten bei Nichtwohngebäuden bei nur 34 Prozent, gegenüber 66 Prozent bei Arbeiten an bestehenden Gebäuden. Auch bei Wohnhäusern und –gebäuden fällt ein ähnlich hoher Anteil, nämlich 74 Prozent, auf Bestandsmaßnahmen.

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