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03.12.2013

09:50 Uhr

Berufsfelder unter der Lupe

Steile Karriere als Fußballmanager

VonMiriam Bax

Nach der Vertragsverlängerung von BVB-Trainer Jürgen Klopp stehen auch die Gespräche mit dem Spitzenmanagement an. Die Sport-Branche boomt, Fachkräfte sind gefragt. Wir zeigen die Wege ins Sportbusiness.

Dortmunds Trainer hat seinen Vertrag mit dem BVB gerade bis zum Jahr 2018 verlängert. Foto: dpa

Dortmunds Trainer hat seinen Vertrag mit dem BVB gerade bis zum Jahr 2018 verlängert. Foto: dpa

KölnSport hat den Freizeitbereich längst gesprengt und nimmt als Wirtschaftsfaktor eine wichtige Rolle ein. Dies liegt nicht nur an einem veränderten Bewusstsein der Gesellschaft zu Sportkonsum, Gesundheit und Freizeitverhalten. Auch der Spitzen- und Leistungssport wird zunehmend professionalisiert und kommerzialisiert. Zu den herausragenden Umsatztreibern zählen nicht zuletzt Großevents wie Fußballweltmeisterschaften oder Olympische Spiele sowie besonders die Fußballligen.

Rund um den professionellen Sport benötigen sowohl Dienstleister, Gesellschaften, Kommunen und Länder, aber auch Vereine und Verbände ein ebenso versiertes wie perfekt organisiertes Management. Dazu braucht die Branche Experten mit betriebswirtschaftlichen und sportspezifischen Fachkenntnissen. Denn Sportvereine und -verbände müssen geführt, Sportartikel vermarktet und die Sportler selbst betreut und in der Öffentlichkeit vertreten werden.

Von Menschen, die ihren Traumjob gefunden haben

Holger, 43, Jurist

Holger kommt wegen Konflikten im Job ins Coaching. Nach dem Karriere-Navigator hat er seine alte Stelle aufgegeben und absolviert jetzt ein Volontariat bei einer Tageszeitung, wo er gerade wegen seiner Berufserfahrung als Jurist sehr geschätzt wird und er seine Begabungen und Leidenschaften Schreiben, Recherchieren und geschichtliche Themen zu seiner Berufung gemacht hat.

(Quelle: Angelika Gulder, „Finde den Job, der dich glücklich macht“)

Joachim, 47, Manager

Joachim ist im mittleren Management einer Großbank und hat sich dort an den Inhalten und Strukturen des Unternehmens zunehmend aufgerieben. Erste Burn-out-Anzeichen führen ihn ins Coaching. Hier erinnert er sich an seine alte Leidenschaft: das Fotografieren.

Nach einigen Ausbildungen und Schulungen im fotografischen Bereich, wechselt er innerhalb der Bank in einen Bereich mit geringerer Verantwortung und reduziert seine Arbeitszeit. Heute ist er nebenberuflich als selbstständiger Fotograf mit wechselnden Ausstellungen tätig.

Edith, 41, Personalentwicklerin

Edith, verheiratet, 2 Kinder, entdeckt im Karriere-Navigator Coaching, dass Sie genau das Leben schon hat, das sie glücklich macht. Das hat sie tief berührt, weil ihr das in dieser Klarheit nicht bewusst war. Statt den Job zu wechseln, hat sie sich mit Mann und Kindern eine Traumreise nach Afrika geschenkt.

Marcel, 45, Marketing-Direktor

Marcel, Vater zweier Kinder, ist seit langer Zeit Marketing-Direktor eines großen Bekleidungsunternehmens und auf der Suche nach mehr Sinn in seinem Leben. Heute leitet er eine Schule für Natur- und erlebnispädagogische Aktivitäten und gibt selbst Kurse darin.

Jürgen, 48, Zahnarzt

Jürgen, zwei Töchter, Zahnarzt, hat den Wunsch sein Leben deutlich zu vereinfachen und wieder offen und wach für Neues zu sein. Nach kompletter Entrümplung seines Haushalts und Auflösung seiner Praxis, macht er einen Neuanfang als Wanderscout in Spanien.

Eine Untersuchung zur Sportwirtschaft im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) belegt die hohe wirtschaftliche Relevanz des Sports. So beträgt der aktive Sportkonsum etwa für Training, Ausrüstung oder Sportreisen rund 80 Milliarden Euro im Jahr. Der passive Konsum (Eintrittsgelder, Fanartikel oder Sportwetten) beträgt knapp zehn Milliarden Euro im Jahr. Ca. 5,5 Milliarden Euro werden nach dieser Untersuchung für Werbung, Sponsoring und Medienrechte ausgegeben. Das Budget für sportgüterbezogene Werbung lag 2010 allein bei Herstellern von Sportbekleidung bei 104 Millionen Euro. Auch die Bedeutung von Online Werbung und Social Media nimmt insbesondere bei Sportgüterherstellern einen immer wichtigeren Stellenwert ein.

Das Sportsegment kurbelt nicht nur Umsätze sondern auch die Beschäftigung an. Dieser Arbeitsmarkt ist auf den ersten Blick jedoch nicht leicht zu durchblicken. Anders als für Mediziner oder Ingenieure ist der Weg in den Sportbereich nicht so genau vorgezeichnet. "Auch wenn der Arbeitsmarkt zunächst eingeschränkt und schwammig erscheint, so bieten sich innerhalb der Nischen vielfältige Möglichkeiten, beruflich Fuß zu fassen", erklärt Merle Losem, Geschäftsführerin der Deutschen Sportmanagement Akademie (DSA) in Köln. Gefragt sind dabei Tätigkeiten im Bereich Finanzierung und Controlling. Ebenso gibt es zunehmend Bedarf an Mitarbeitern, die die Instrumente und Methoden der Medienarbeit im Sport beherrschen.

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