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02.10.2013

06:28 Uhr

Berufsfelder unter der Lupe

Zwischen den Welten?

VonMiriam Bax

Sie sind weder Volljuristen noch BWLler: Wirtschaftsjuristen. Der Studiengang bietet Abwechslung, das Berufsbild zahlreiche Einsatzgebiete. Über Ausbildung und Perspektiven an der Schnittstelle von Ökonomie und Recht.

Wirtschaftsrecht hat in Deutschland keine lange Tradition - die Berufsaussichten sind momentan günstig. Foto: dpa

Wirtschaftsrecht hat in Deutschland keine lange Tradition - die Berufsaussichten sind momentan günstig. Foto: dpa

KölnPersonalmanagement, Verhandlungen mit dem Betriebsrat, Durchführung von Vertragsabschlüssen oder Aufnahme von Krediten: Wesentliche betriebswirtschaftliche Aufgaben in Unternehmen tangieren rechtliche Rahmenbedingungen. Und hier kommen Wirtschaftsjuristen ins Spiel.

Wirtschaftsrecht als akademischer Studiengang hat noch keine lange Tradition. Das interdisziplinär angelegte Studium gibt es erst seit dem Wintersemester 1993/94 in Deutschland. Die Wirtschaftsjuristische Hochschulvereinigung beschreibt den Mix aus Anforderungen an das Studium folgendermaßen: „Mindestens 50 Prozent des Studiums entfällt auf Wirtschaftsrecht mit Schwerpunkt im Zivilrecht, der Anteil der Betriebs- und Volkswirtschaftslehre beträgt mindestens 25 Prozent“. Die restlichen 25 Prozent seien Schlüsselqualifikationen wie Fremdsprachen, Rhetorik, Kommunikationsvermögen, Problem‐  und Konfliktlösungskompetenzen oder soziale Kompetenz vorbehalten.

Sie haben den falschen Job, wenn...

Qual

...Sie sich jeden Morgen aus dem Bett quälen,

(Quelle: Angelika Gulder, „Finde den Job, der dich glücklich macht“)

Vorfreude

...Sie sich am Montag schon aufs nächste Wochenende freuen,

Leere

...ein wachsendes Gefühl von innerer Leere und Sinnlosigkeit in sich und in dem, was Sie tun, spüren,

Träumen

...im Büro von den Dingen träumen, die Sie lieber täten, als im Büro zu sitzen,

Urlaub

...nur für Ihren nächsten Urlaub arbeiten und frustriert mit anderen über Ihre aktuelle Tätigkeit sprechen,

Persönlichkeit

...nur "Ihren Job" machen und ein deutliches Verlangen spüren, anderen Anteilen Ihrer Persönlichkeit mehr Raum zu geben,

Unterfordert

...sie sich beruflich unterfordert fühlen, aber aus Angst, keine neue Stelle zu finden, in Ihrem Job nur Ihre Zeit absitzen.

Der Absolvent verfügt über eine Ausbildung in juristischen Kernthemen, ausgerichtet auf wirtschaftliche Belange. Zwar fehlen in der Regel rechtliche Methodengrundlagen oder Rechtsgeschichte. Dafür kennt er sich in den Schnittstellendisziplinen zum Recht wie beispielsweise Arbeitsrecht oder Personalmanagement aus. „Berufseinsteiger berichten immer wieder, dass sie einen Job wegen ihrer betriebswirtschaftlichen Kenntnisse bekamen, dass sie im Job aber besondere Erfolge aufgrund ihrer juristischen Problemlösungskompetenz erzielen konnten“, heißt es in einer Studie der Hochschule Pforzheim zur Entwicklung und Akzeptanz von Absolventen des Studiengangs am Arbeitsmarkt.

Die Nachfrage nach Wirtschaftsjuristen steigt. Quelle: Handelsblatt Jobturbo

Die Nachfrage nach Wirtschaftsjuristen steigt. Quelle: Handelsblatt Jobturbo

Wie der Stellenindex des Handelsblatt Jobturbo zeigt, steigt die Nachfrage nach Wirtschaftsjuristen am deutschen Arbeitsmarkt seit der Talfahrt im April letzten Jahres wieder deutlich an. Aber auch Bewerber suchen verstärkt nach Stellen.

Für wen sich der Einstieg im Wirtschaftsrecht lohnt und welche Chancen Wirtschaftsrechtler auf dem Arbeitsmarkt haben, weiß Prof. Dr. Eduard Zenz, Direktor des Instituts für Wirtschaftsrecht der Leuphana Universität Lüneburg. Die Hochschule gilt als Pionier des Studiengangs Wirtschaftsrecht.

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