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19.03.2014

14:13 Uhr

Berufsprofile unter der Lupe

IT-Berater bleiben begehrt

VonMiriam Bax

Das Geschäft mit IT-Beratungs-Leistungen wächst. Neue Anforderungen für Fachkräfte bieten aktuell Banken- und Versicherungen und auch die Automobilindustrie. Je nach Branche sind die Gehaltsaussichten sehr gut.

IT-Beratung ist ein gefragtes Berufsfeld. Foto: Fotolia

IT-Beratung ist ein gefragtes Berufsfeld. Foto: Fotolia

KölnDie IT-Beratung entwickelt zunehmend eine ganz eigene Dynamik und hebt sich damit immer mehr von der allgemeinen IT-Branche ab. Einer Erhebung der Lünendonk Marktanalysten zufolge verzeichnete die gesamte IT-Industrie 2012 im Vergleich zum Vorjahr ein Wachstum von 2,1 Prozent  – das Geschäft mit der IT-Beratung wuchs um elf Prozent. Für 2013 wird ein zwar geringeres, aber doch ansehnliches Wachstum von immerhin 8,6 Prozent erwartet. Der Bedarf an Prozess- und Systemoptimierung, der Produktivitätssteigerung und die Einführung neuer Technologien sowie die stärkere internationale Ausrichtung führe zu immer mehr Projektanfragen. Beratungshäuser haben parallel die Belegschaft weiter ausgebaut.

Im Vergleich zu anderen Industriezweigen gab es in den vergangenen drei Jahren eine stabile Nachfrage für IT-Berater und Consultants, so der Blick auf den Stellenindex des Handelsblatt Jobturbos. Seit Ende 2013 hat das Arbeitsplatzangebot noch einmal zugelegt. Die Jobsuchmaschine greift auf die Stellenanzeigen der bundesweit bedeutendsten Stellenbörsen, Zeitungen und Karriereportale der Top-Unternehmen zu. Der Ausblick auf das kommende Geschäftsjahr von Accenture, einem internationalen Managementberatungs-, Technologie- und Outsourcing-Dienstleister, weist darauf hin, dass sich daran in absehbarer Zeit auch nichts ändern wird: „Wir planen die Einstellung von 1.000 neuen Mitarbeitern in Deutschland, Österreich und der Schweiz im aktuellen Geschäftsjahr bis Ende August 2014“, sagt Accenture Recruiting-Leiterin Simone Wamsteker.

Die Angebote für IT-Berater sind momentan üppig. Quelle: Handelsblatt Jobturbo

Die Angebote für IT-Berater sind momentan üppig. Quelle: Handelsblatt Jobturbo

Ein Vorteil für IT-Berater: Im Bereich der Betriebsdienstleistungen können Standards und automatisierte Services eingeführt werden - in der IT-Beratung ist dies nur bedingt möglich. Besonders was neue, komplizierte Technologien angeht, sind Berater mit spezifischem Wissen gefragt. Hier zählen methodisches Know-how, Fachwissen und Kundenorientierung der Mitarbeiter, um IT-Infrastrukturen ständig an sich verändernde Gegebenheiten anzupassen.

Das gilt nicht nur für die großen Beratungshäuser wie Accenture, IBM oder Capgemini. IT-Berater sind auch in kleinen und mittelständischen Beratungen begehrt. Denn viele Anwenderfirmen halten nach einem Sprung ins Ausland ihrer bewährten IT-Beratung aus kleineren Häusern die Treue. Nicht zuletzt weil sie hier nicht einer von vielen sind, sondern die Top-Liste der Kunden anführen können.

Tipps für den Jobwechsel

Aktiv werden, statt frustriert sein

Lassen Sie sich nicht frustrieren. Im Gegensatz zu manch Anderen haben Sie das Glück, noch einen festen Job zu haben. Werden Sie aktiv, nutzen Sie die Zeit lieber, die Fühler nach Alternativen auszustrecken und Businesskontakte aufzubauen.

Den Jobwechsel gut abwägen

Bevor Sie das Handtuch werfen und den Jobwechsel ansteuern, hinterfragen Sie bitte alle Pro- und Contra-Punkte dieser Entscheidung. Haben Sie schon einen neuen Job in Aussicht bzw. wirklich sicher? Wunderbar! Zeichnet sich da noch so ganz und gar keine Alternative ab, harren Sie lieber noch ein wenig aus und nutzen Sie die Zeit dazu, aus gesicherter Position heraus auf Jobsuche zu gehen.

Seien Sie Stratege

Auch wenn Sie innerlich bereits gekündigt haben, lassen Sie sich bitte nicht dazu verleiten, im Team schlechte Stimmung zu verbreiten, den Chef durch den Kakao zu ziehen, nur noch das Notwendigste zu tun oder sich wie auch immer geartet zum Unternehmensfeind Nr. 1 zu machen.

Bewerben Sie sich aus sicherer Position heraus

Bewerben aus gesicherter Position heraus macht nicht nur aus finanzieller Sicht wesentlich entspannter, sondern bringt auch bessere Jobaussichten. Jeder Arbeitssuchende wird Ihnen bestätigen, dass es wesentlich schwerer ist, einen neuen Job zu finden, wenn man bereits ohne Anstellung ist. Gehen Sie deshalb nicht erst auf Jobsuche, wenn Sie bereits gekündigt haben, sondern fangen Sie damit bereits an, wenn Ihnen die ersten Kündigungsgedanken kommen.

Nutzen Sie Ihren Feierabend und das Wochenende – nicht die Arbeitszeit - gezielt dazu, sonst stehen Sie am Ende doch schneller auf der Straße, als gewünscht. Gleiches gilt natürlich, wenn Sie sich selbständig machen möchten. Starten Sie damit aus gesicherter Position heraus und wagen Sie den Absprung erst, wenn ein gewisses finanzielles Polster und andere Sicherheiten vorhanden sind.

Steigern Sie Ihren Marktwert

Hat man sich erst einmal dazu entschlossen, den Job zu wechseln, neigt man dazu, träge zu werden und den Joballtag damit zu verbringen, die Zeit totzuschlagen. Seien Sie klüger. Bilden Sie sich aktiv weiter und vertiefen Sie Ihr Wissen. Das erweitert nicht nur Ihre Fachkenntnisse, sondern erhöht zudem Ihren Marktwert. Natürlich gilt auch hier: Bitte nicht während der Arbeitszeit!

Knüpfen Sie ein Netzwerk von guten Kontakten

Nutzen Sie die Zeit im gesicherten Job dazu, aus Ihrer jetzigen Position heraus Kontakte zu knüpfen. An viele offene Stellen kommt man heutzutage über Vitamin B, also gute Beziehungen. Wer da die richtigen Leute kennt und durchschimmern lässt, dass er sich gerade beruflich neuorientiert, kann schneller zu einem neuen Job kommen, als geplant.

Zeigen Sie Präsenz

Nehmen Sie an fachrelevanten Veranstaltungen, regionalen und überregionalen Netzwerktreffen, Karriere- und Existenzgründermessen etc. teil oder tummeln Sie sich in Online Netzwerken wie z.B. Xing. Dabei sind auch private Aktivitäten förderlich. Wer weiß, vielleicht hat der eine oder andere Bekannte ja einen guten Tipp für eine offene Stelle. Wenn Sie eine eigene Firma gründen möchten, bauen Sie schon jetzt Kontakte zu potenziellen Kunden auf.

Luft anhalten und durch

Auch wenn es manchmal schwer fällt - reißen Sie sich am Riemen, atmen Sie beim nächsten Zoff mit den Kollegen lieber einmal mehr durch, anstatt laut zu werden und stehen Sie innerlich lächelnd über den Dingen. Schließlich haben Sie doch noch Größeres vor!

Quelle: www.careerbuilder.de

Banken und Versicherungen haben derzeit einen enormen Bedarf an IT-Beratern. Die Anforderungen durch die zunehmende Digitalisierung, wachsende Mobilität oder der Trend zum Online-Vertrieb und zu Online-Services stellen neue Herausforderungen an die IT dar. Die IT-Infrastrukturen müssen laufend an die neuen Bedingungen angepasst werden. „In der Automobilbranche und im Maschinenbau und der Fertigungsindustrie, wo die Bedeutung der Digitalisierung ebenfalls deutlich zunimmt, sind Beratungsdienstleistungen begehrt“, weiß Simone Wamsteker. „Gesucht werden außerdem vor allem Mitarbeiter für Strategie- und Technologieberatung mit SAP- oder Java-Kenntnissen.“

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