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11.06.2013

07:35 Uhr

Best Lawyers 2013

Die populärsten Anwälte Deutschlands

VonHeike Anger , Catrin Gesellensetter

ExklusivEmpfehlungen spielen für Anwälte eine große Rolle. Für das Handelsblatt hat der Verlag Best Lawyers daher Juristen nach der Reputation ihrer Konkurrenten befragt. Ein Fundus für Rechtsabteilungen und Privatpersonen.

Anwälte vor einem Verhandlungstermin: Viele Mandate erhalten Juristen durch Empfehlungen. dpa

Anwälte vor einem Verhandlungstermin: Viele Mandate erhalten Juristen durch Empfehlungen.

Berlin/MünchenRechtsstreitigkeiten können sowohl Unternehmen als auch zerstrittene Privatpersonen ohne juristischen Beistand teuer zu stehen kommen. Doch woran erkennt man, welcher Anwalt im konkreten Fall der richtige ist? Diese Frage gilt umso mehr, als derzeit rund 160 000 Rechtsanwälte hierzulande zugelassen sind, bei einem Marktvolumen für Rechtsdienstleistungen von rund 18 Milliarden Euro.

„Privatpersonen können sich über Anwaltsverzeichnisse im Internet meist einen recht guten Überblick über die Marktsituation verschaffen“, sagt Markus Hartung, Direktor des Bucerius Center on the Legal Profession an der Bucerius Law School in Hamburg. „Ebenfalls hilfreich sind Anfragen bei Rechtsschutzversicherungen oder persönliche Empfehlungen“, meint der Rechtsanwalt.

Im gewerblichen Bereich spielt Mund-zu-Mund-Propaganda eine wichtige Rolle: „Selbst für erfahrene Inhouse-Juristen ist es kaum möglich, die Kompetenz eines in einem anderen Rechtsgebiet spezialisierten Kollegen abschließend zu beurteilen“, sagt Christoph H. Vaagt, Rechtsanwalt und Kanzleiberater in München. „Empfehlungen haben daher auch in diesem Segment große Bedeutung.“

Diesen Umstand nutzt der US-Verlag Best Lawyers bei der Erstellung seiner Ranglisten. Exklusiv für das Handelsblatt hat er so ein aktuelles Ranking deutscher Juristen aus verschiedensten Rechtsgebieten ermittelt, die von Kollegen empfohlen werden. Die Fachprominenz sollte festlegen, auf welche Kollegen sie außerhalb der eigenen Kanzlei hinweisen würde, falls sie selbst ein Mandat aus Zeitgründen oder wegen einer Interessenkollision nicht betreuen könnte. Herausgekommen ist eine Liste von rund 1300 Anwälten für knapp 60 Rechtsgebiete aus dem gesamten Wirtschaftsrecht ¬ ein Fundus für die Rechtsabteilung eines jeden Unternehmens, aber auch für Privatpersonen.

Kommentare (5)

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PatrickHawighorst

11.06.2013, 07:44 Uhr

Eine Empfehlung im Artikel würde ich - selber Anwalt- doch als sehr kritisch einstufen. Als Privatperson sollte man sicher nicht unbedingt seine Rechtsschutzversicherung nach einer Rechtsanwaltsempfehlung fragen. Viele Rechtsschutzversicherer versuchen Vertragskanzleien mit Gebührenvereinbarungen an sich zu binden. Die Kanzleien werden vom Versicherer empfohlen und verpflichten sich im Gegenzug Gebühren nur in bestimmter Höhe abzurechnen. Das soll nicht heißen, dass die Rechtsschutzversicherer pauschal mit schlechten Anwälten zusammen arbeiten. Aber die Grundlage auf derer der Versicherer seine Empfehlung ausspricht, hat im Zweifel nichts mit der Qualität der dahinter stehenden Kanzlei zu tun.

Franzvege

11.06.2013, 12:31 Uhr


Diese Rangliste hat für Auftraggeber keinen Nutzen.

Bekannt ist, dass bei Großkanzleien der Partner das gespräch führt und die Akte dann 10 Minuten später dem Junganwalt oder Referendar zur weiteren Bearbeitung übergibt. Der Referendar bekommt 30 EUR/h, die Kanzlei rechnet 400 EUR/h ab. Alles schon selbst erlebt. Für uns kommen nur kleinere Kanzleien in Frage, wo der Ansprechpartner klar ist.

ADK

12.07.2013, 11:24 Uhr

"Von Kollegen empfohlen" - welch Auswahlkriterium! Auch wenn ich kein Familienrecht brauche: Die Anzahl und Auswahl der empfohlenen Familienrechtler macht leider deutlich, was von dieser Liste zu halten ist.

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