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15.03.2013

14:45 Uhr

Beteiligungsunternehmen

Indus macht weniger Gewinn, verspricht aber konstante Dividende

Steigende Löhne und die schwächelnde Konjunktur machen der Beteiligungsfirma Indus zu schaffen. Der operative Gewinn sank 2012 um knapp sechs Millionen Euro. Für Aktionäre ist das aber kein Grund zur Sorge.

Während das Geschäft mit Bau und Infrastruktur für Indus gut lief, schwächelte die Metallverarbeitung der Beteiligungsfirma. dpa

Während das Geschäft mit Bau und Infrastruktur für Indus gut lief, schwächelte die Metallverarbeitung der Beteiligungsfirma.

DüsseldorfDas Beteiligungsunternehmen Indus hat wegen der Konjunkturflaute und gestiegener Lohnkosten im vergangenen Jahr weniger verdient. Während sich die Töchter aus der Medizintechnikbranche sowie dem Bereich Bau/Infrastruktur besonders profitabel entwickelt hätten, habe die Metallverarbeitung geschwächelt, teilte der Konzern am Freitag in Bergisch Gladbach mit. Bei einem auf 1,1 Milliarden Euro stagnierenden Umsatz schrumpfte daher 2012 der operative Gewinn (Ebit) auf 106 Millionen Euro nach einem Rekordwert von 111,6 Millionen im Jahr 2011. Die operative Umsatzrendite (Ebit-Marge) des Unternehmens mit seinen rund 40 Industriebeteiligungen gab auf 9,6 (Vorjahr: 10,1) Prozent nach.

Firmenchef Jürgen Abromeit nannte als Hauptgründe für die Einbußen höhere Personalkosten und außerplanmäßige Abschreibungen. Der Vorstand hatte in der Vergangenheit allerdings mehrfach betont, die Zielmarke einer zweistelligen Gewinnmarge sei ambitioniert. Den Aktionären versprach Abromeit aber trotz allem eine konstante Dividende von einem Euro je Aktie. Eine konkrete Prognose wagte Abromeit nicht. Aus heutiger Sicht gehe er für 2013 und 2014 von einem Umsatz- und Gewinnanstieg aus, sagte er.

Von

rtr

Kommentare (1)

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JosefSpitz

15.03.2013, 15:29 Uhr

Die INDUS Aktie, 1995 an die Börse gegangen, hat in den ersten Jahren mal annähernd 70 DM gekostet, das entsprach damals etwa KGV 15.
Von da an gings bergab, wobei parallel dazu die Geschäftsführungen über alle Jahre und Personalwechsel hinweg immer nur Erfolgsmeldungen herausgaben.
Kurstiefpunkt war in der Finanzkrise 2009 weniger als neun Euro.
Jetzt hat die Aktie sage und schreibe wieder 24 Euro erreicht.
Die Dividende für 2012 soll ein Euro betragen, wie zuletzt.
Vor zehn Jahren waren wir schon mal bei 1,20 Euro.
Für eine als Wachstumswert deklarierte Mittelstandsholding eine sehr ernüchternde Bilanz, wie auch das Investment insgesamt nach achtzehn Jahren für einen Langfristanleger eine grosse Enttäuschung ist.


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