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23.09.2015

13:52 Uhr

Blackstone

Milliardenübernahme von NCR steht auf der Kippe

Für zehn Milliarden Dollar will der Finanzinvestor Blackstone den Geldautomatenhersteller NCR übernehmen. Doch die Verhandlungen stocken. Ob NCR ein Kaufangebot annimmt, ist unklar – trotz Druck der Analysten.

Der Kauf des Geldautomatenherstellers NCR steht auf der Kippe. Reuters

Blackstone bietet 10 Milliarden

Der Kauf des Geldautomatenherstellers NCR steht auf der Kippe.

New YorkDie rund zehn Milliarden Dollar schwere Übernahme des weltgrößten Geldautomatenherstellers NCR durch den Finanzinvestor Blackstone ist nach Reuters-Informationen in Gefahr. Blackstone sei es nicht gelungen, eine Vereinbarung mit dem Wincor-Nixdorf -Konkurrenten auszuhandeln, sagten mit der Sache vertraute Personen am Dienstag.

Zudem habe Blackstone bislang keinen Partner gefunden, um den Kauf zu stemmen. Die Verhandlungen hätten in den vergangenen Tagen gestockt. Blackstone habe zuletzt erwogen, bei einem Kauf mit der Beteiligungsgesellschaft Bain Capital zusammenzuarbeiten. Zuvor wollte Blackstone mit Carlyle bieten. Dies scheiterte nach Informationen von Insidern jedoch an unterschiedlichen Preisvorstellungen. Blackstone, Carlyle und Bain wollten sich nicht dazu äußern. Bei NCR war niemand für eine Stellungnahme zu erreichen.

Als Kaufpreis waren einschließlich Schulden mehr als zehn Milliarden Dollar im Gespräch. Das wäre weltweit die größte schuldenfinanzierte Übernahme in diesem Jahr. Ob das über 100 Jahre alte, mit Registrierkassen bekannt gewordene Unternehmen aus Duluth im Bundesstaat Georgia überhaupt eines der Kaufangebote annimmt, ist noch offen.

NCR steht seit Monaten unter Druck von Aktionären, die das Unternehmen dazu drängen, sich nach strategischen Alternativen umzusehen. NCR hat im ersten Quartal 2015 einen Umsatzrückgang von drei Prozent hinnehmen müssen. Der Konzern leidet darunter, dass viele Einzelhändler, die zu den größten NCR-Kunden gehören, ihre Investitionen zurückgefahren haben.

Von

rtr

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