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05.11.2013

16:28 Uhr

Börsenbetreiber

ICE und Nyse verdienen deutlich mehr

Die Börsenbetreiber Nyse Euronext und ICE fahren vor ihrem Zusammenschluss einen großen Gewinn ein. Mit der Übernahme von Nyse Euronext würde ICE die Kontrolle über den zweitgrößten europäischen Derivate-Markt bekommen.

Der Quartalsgewinn der NYSE Euronext sprang um 21 Prozent auf 178 Millionen Dollar. dapd

Der Quartalsgewinn der NYSE Euronext sprang um 21 Prozent auf 178 Millionen Dollar.

London/New YorkDie Börsen-Betreiber Nyse Euronext und ICE haben vor ihrem geplanten Zusammenschluss deutlich mehr Gewinn eingefahren. Die Intercontinenta-Exchange (ICE) aus Atlanta steigerte ihren Überschuss im dritten Quartal um acht Prozent auf 141,3 Millionen Dollar, wie die Derivate-Börse am Dienstag mitteilte. Vor allem mit Marktdaten wurde viel mehr Umsatz gemacht.

ICE will die Nyse Euronext für mehr als zehn Milliarden Dollar übernehmen. Der Abschluss der Transaktion musste aber gerade erst verschoben werden, weil noch einige Zustimmungen europäischer Aufsichtsbehörden ausstehen. Mit dem Deal würde ICE die Kontrolle über die Liffe bekommen, den zweitgrößten europäischen Derivate-Markt.

Bei der Nyse Euronext - dem Betreiber der Handelsplätze in New York, Paris, Amsterdam, Brüssel und Lissabon - sprang der Quartalsgewinn um 21 Prozent auf 178 Millionen Dollar. Das Unternehmen profitierte von Einsparungen und einem mit 574 Millionen Dollar um drei Prozent höheren Umsatz, unter anderem dank einer Reihe von Börsengängen.

Diese Woche wird der Internet-Kurznachrichtendienst Twitter sein Debüt am Aktienmarkt geben und hat dafür die Nyse ausgewählt - und nicht die Technologiebörse Nasdaq.

Die Börsenbetreiber stehen unter anderem wegen alternativer Handelsplätze unter Druck, die etwa von Banken betrieben werden. Der Druck führt zu Zusammenschlüssen. Eigentlich wollte die Deutsche Börse mit der Nyse Euronext fusionieren, was jedoch am Veto der EU-Wettbewerbshüter scheiterte, denn die NYSE Euronext ist auch mit Handelsplätzen in Amsterdam, Brüssel, Lissabon und Paris vertreten.

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