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21.04.2015

16:36 Uhr

Booking.com gegen das Kartellamt

Reservierungsseite verzichtet auf Bestpreise

Noch müssen Hoteliers in Frankreich ihre besten Angebote auch auf Booking.com anbieten. Künftig verzichtet die Reservierungsseite aber auf diese Klausel. Der deutsche Hotelverband ist trotzdem sauer auf das Kartellamt.

Hoteliers stöhnen unter der Macht der Buchungsportale. Große Reiseportale bieten Bestpreis-Garantien an und vermitteln den Kunden damit das Gefühl, nicht viel falsch machen zu können. dpa

Bestpreis-Garantie bei Hotelbuchungsportalen

Hoteliers stöhnen unter der Macht der Buchungsportale. Große Reiseportale bieten Bestpreis-Garantien an und vermitteln den Kunden damit das Gefühl, nicht viel falsch machen zu können.

BrüsselFrankreich-Urlauber können sich über mehr Wettbewerb bei den Hotelpreisen freuen. Die Reservierungsseite Booking.com habe zugestimmt, dass auf ihr werbende Hotels andernorts noch günstigere Angebote machen können, wie die französische Wettbewerbsbehörde und die EU-Kommission am Dienstag in Paris und Brüssel mitteilten. Dasselbe gilt laut EU auch für auf Booking.com anbietende Hotels in Italien und Schweden.

Derzeit müssen Hoteliers in den drei Ländern ihre besten Angebote immer auch auf Booking.com zugänglich machen. Ab Juli dürfen sie hingegen auf anderen Internetseiten oder auch direkt vor Ort sowie telefonisch oder per Mail günstigere Preise anbieten, erläuterte die französische Aufsichtsbehörde. Allerdings gilt dies bis auf Ausnahmen nicht für die eigenen Internetseiten der Hotels, machte die Behörde ebenfalls klar - hier dürfen demnach keine günstigeren Preise als auf der Internetplattform stehen.

Das wiederum verurteilte der deutsche Hotelverband scharf. „Die Wettbewerbshüter sind vor dem mit Abstand größten Buchungsportal in Europa aus uns unerklärlichen Gründen eingeknickt und haben sich einen faulen Kompromiss zu Lasten des Wettbewerbs, der Verbraucher und der Hotellerie abringen lassen“, teilte der Verband in Berlin mit.

Unglaubliche Dinge, die in Hotels vergessen werden

Geld

Er hat sich so viel Mühe gegeben und sich gleich mehrere Verstecke überlegt. Doch dann reiste der Gast eines Hotels in Washington ohne die 10.000 Dollar wieder ab, die er an mehreren Orten in seinem Hotelzimmer platziert hatte. Damit ist er aber nicht alleine. Bei einer Umfrage auf „lastminute.de“ kam heraus, dass Hotelgäste immer wieder Bares liegen lassen.

Besonders oft berichten davon Hotels in Las Vegas. Aber auch in einem Hotel in Hamburg ließ jemand einen großen vierstelligen Betrag zurück. In einer Parkgarage in Barcelona fanden die Hotelangestellten sogar eine Tasche mit über 200.000 Euro - allerdings waren es alles gefälschte 500-Euro-Scheine.

Schmuck

Auch teuren Schmuck vergessen Hotelgäste in der Eile. In Athen ein Diamantcollier, ein Diamantring in Edinburgh und sogar ein Hochzeitskleid in einem Hotel in New York. Ein Mann hätte sogar fast die eigene Hochzeit vermasselt, als er den Verlobungsring in einem Hotel in Mailand liegenließ. Rechtzeitig zur Feier konnten die Hotelmitarbeiter das Schmuckstück jedoch zuschicken.

Waffen

Immer wieder finden Hotelmitarbeiter auch weniger Romantisches in Hotelzimmern. In einem Hotel in Las Vegas vergaß ein Polizist seine Waffe mitsamt seiner Polizeimarke. Angestellte in Mailand und New York wussten von liegengelassener Munition und Pistolen zu berichten - und auch aus Barcelona reiste ein Polizist ohne seine Marke ab.

Schwert

Es bleibt gefährlich. In einem Hotel in Istanbul hat ein Gast aus Japan ein altes, traditionelles Yakuza-Schwert vergessen.

Schnecken

Nicht schlecht staunten auch die Mitarbeiter eines Budapester Hotels, als sie eine Tasche voll mit Schnecken fanden. Erst hielten sie die für Müll, bis sich herausstellte, dass die abgereisten Gäste bereits nach den kleinen Tierchen suchten.

Kumpel

Blitzartig verließ ein Gast das 4-Sterne-Hotel auf Mallorca, um noch rechtzeitig zum Flughafen zu kommen. Erst dort fiel ihm auf, dass er seinen besten Freund selig schlafend im Zimmer vergessen hatte.

Hund

Auch des Menschen bester Freund ist nicht davor gefeit, im Hotel zurückgelassen zu werden. In einem Vier-Sterne-Hotel in Mailand saß ein Hund noch im Hotelzimmer, als sein Herrchen bereits sogar das Land verlassen hatte.

Mutter

Schon fast tragisch ist der Fall, von dem Hotelmitarbeiter aus Dublin berichteten. Hier hat ein Gast seine Mutter vergessen. Es fiel ihm erst auf, nachdem ein Anruf aus dem Hotel kam. Am Flughafen machte er Kehrt und nahm die Frau Mama doch noch mit.

Schlange

Nicht schlecht staunte ein Gast, als er in seinem Hotelzimmer in Washington eine Schlage fand. Sein Vorgänger hatte sie dort vergessen.

Ehefrau

Am letzten Tag seiner Dienstreise in Prag fuhr ein Mann direkt vom Geschäftstermin zum Flughafen. Dumm nur, dass seine Gattin im Hotel auf ihn wartete. Vielleicht ein kleiner Trost: Sie ist mit diesem Schicksal nicht allein. Ein Vier-Sterne-Hotel in Brüssel wusste ebenfalls von einer vergessenen Ehefrau zu berichten.

Hierzulande hatte das Bundeskartellamt Anfang April Booking.com wegen Bestpreisklauseln für deutsche Hotels abgemahnt. Ein ähnliches Verfahren gegen Expedia.de wird demnach fortgesetzt. Bereits im Dezember 2013 hatte das Bundeskartellamt dem Portal HRS eine Bestpreisklausel für in Deutschland gelegene Hotels untersagt.

Von

afp

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