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20.09.2015

09:55 Uhr

Boom bei Berufsbekleidung

Rote Karte für den Tomaten-Look

Ein Ärmel rot, ein Ärmel grün. Bei der Auswahl der Berufsbekleidung beweist nicht jeder Arbeitgeber Fingerspitzengefühl. Etwa jeder zweite Beschäftigte hat bereits Diensttextilien im Schrank. Die Branche boomt.

Ob Kellnerschürtze, Überlebensanzug oder Feuerschutzanzug: Berufsbekleidung boomt. dpa

Perfekter Auftritt

Ob Kellnerschürtze, Überlebensanzug oder Feuerschutzanzug: Berufsbekleidung boomt.

DuisburgVom Bestatter bis zur Wurstverkäuferin: Gut jeder zweite Beschäftigte in Deutschland trägt nach einer Untersuchung mehr oder weniger regelmäßig im Job Berufsbekleidung. Während die deutsche Textilindustrie seit Jahren gegen die Kaufunlust vieler Verbraucher kämpft, boomt das Geschäft mit dem Diensttextil.

Mit Umsätzen von 3,2 Milliarden Euro habe der deutsche Markt für Berufsbekleidung 2013 ein neues Rekordniveau erreicht, heißt es in einer Studie der Unternehmensberatung Macrom. Für immer mehr Unternehmen sei es wichtig, ihr Image über die Bekleidung ihrer Mitarbeiter zu verbessern, heißt es. Einsatzfelder sehen Experten längst nicht nur in klassischen Branchen wie Gastronomie, Verkehrsbetriebe oder Handwerk.

Dabei geht es ebenso um den Dirndl-Look für das Frischetheken-Personal einer großen Supermarktkette in Süddeutschland, wie um den Reinraum-Ganzkörperanzug für Beschäftigte in der Pharma- oder Automobilindustrie.

10 Tipps für den perfekten Chef

Ein perfekter Chef macht Fehler

Jeder Mensch macht Fehler, denn Menschen sind nicht perfekt. Durch diese Eigenschaft werden Menschen überhaupt erst liebenswert. Wichtig ist jedoch, dass wir um unsere Fehler wissen und Wege finden, wie diese Fehler behoben werden können. Fehler, richtig verstanden, führen zu einer Weiterentwicklung der eigenen Persönlichkeit und des Unternehmens.

... ist nicht perfekt

Es ist daher verwunderlich, warum immer noch so viele Chefs meinen, dass sie perfekt sind. Eine solch grobe Selbstüberschätzung führt letztlich zu Arroganz und einem Stillstand an Wachstum (sowohl persönlich als auch unternehmerisch).

... verbessert sich ständig

Darin liegt die Größe eines wirklich „perfekten“ Chefs. Er verwendet die Kenntnis seiner Fehler für die persönliche Weiterentwicklung. Gute Führungspersönlichkeiten meinen nicht, „jemand zu sein“, sondern verstehen sich als „jemand, der wird“ und zwar jeden Tag ein wenig mehr.

... ist Menschenfreund

Eine wesentliche Eigenschaft von „perfekten“ Chefs ist, dass sie Menschen mögen. Viele so genannte Führungskräfte mögen aber nicht einmal sich selbst, geschweige denn andere Menschen. Unter solchen Umständen wird Führung nur schwer möglich sein. Um exzellent zu sein, muss man das, was man tut, lieben. Und um exzellent zu führen, muss man Menschen lieben.

... ist Teamplayer

Der „perfekte“ Chef sagt und meint „Wir!“ und nicht „Ich!“ Er ist ein Teamspieler. Im 21. Jahrhundert werden nur Teams gewinnen und nicht Einzelspieler. Die Mondlandung beispielsweise war auch nicht das Werk eines einzelnen Menschen, sondern das mehrerer tausend Ingenieure, auch wenn die visionäre Kraft eines Wernher von Brauns dahinter stand. Aber er hätte es niemals alleine geschafft.

... fordert Menschen

Der „perfekte“ Chef fordert Menschen heraus. Er will Leistung erleben und regt Menschen an, sie zu erbringen. Dabei orientiert er sich nur ungern am Durchschnitt, sondern an Spitzenleistungen. Der „perfekte“ Chef gibt sich nicht mit dem zweitbesten Ergebnis nicht zufrieden.

... ist fachlich selten der Beste

Von dem Gedanken, stets der Beste in allen Bereichen sein zu wollen, müssen sich Führungspersönlichkeiten trennen. Der „perfekte“ Chef konzentriert sich auf seine Stärken und seine Hauptaufgaben.

... verkörpert Werte

Grundvoraussetzung eines „perfekten“ Chefs sind gelebte Werte, die von allen Mitarbeitern als Führungsgrundsätze empfunden werden. Nur so entsteht das viel geforderte Vertrauen.

... ist wirksam

Letztlich geht es um das wesentliche: Der „perfekte“ Chef be-wirkt, dass Menschen Ziele erreichen. Das Wesen guter Führung ist Wirksamkeit.

... ist offen für andere Wirklichkeiten

Meistens halten wir unsere Meinung für die Wahrheit, basierend auf der Wirklichkeit, wie wir sie empfinden. Häufig entspricht unsere Wirklichkeit jedoch nicht der Realität. Der „perfekte“ Chef setzt sich auf den Stuhl des anderen. Wer durch die Augen anderer sieht, entdeckt eine Fülle von Wirklichkeiten.

Quelle: Perspektive Mittelstand

Auch Versicherungsvertreter sind bereits im Dienst-Outfit unterwegs, selbst wenn es sich dabei nur um den dezent eingestickten Namen ihres Arbeitgebers am Hemdkragen handelt. Ganz in Schwarz kommt dagegen der wetterfeste Miet-Bestattermantel daher, den der Duisburger Spezialist für Leasing-Berufsbekleidung cws boco im Programm hat.

Eindringlich warnen Experten dagegen vor allzu verrückten Kostüm-Ideen mancher Arbeitgeber etwa im Tomaten- oder Gemüse-Look. „Ein Ärmel rot, ein Ärmel grün, die Leute werden degradiert zu Werbeträgern“, beschreibt die auf Berufsbekleidung spezialisierte Designerin Simone Plitzko die Auswirkungen eher verfehlter Arbeitgebereinfälle. „Das gibt es leider noch oft“, beklagt die Expertin.

Die Folge seien unglückliche Mitarbeiter, meint sie. Auf keinen Fall dürften die derart Ausstaffierten im Job ständig darüber nachdenken, wie peinlich ihr Aufzug doch sei. Im besten Fall müsse der Mitarbeiter den „Geist der Marke“ transportieren, meint Plitzko, die unter anderem das Personal von Hotels und Kreuzfahrtschiffen mit Berufsbekleidung ausstattet.

„Für den Arbeitgeber wird es immer wichtiger, dass der Auftritt perfekt ist“, sagt auch Werner Münnich, Teamleiter bei cws boco. Das zum Haniel-Konzern gehörende Unternehmen gehört zu den größten Anbietern von Miet-Berufsbekleidung in Deutschland.

Experten schätzen, dass derzeit bereits etwa 10 Prozent der Berufsbekleidung von den Arbeitgebern nicht mehr gekauft sondern nur noch gemietet wird. Einschließlich der Kosten für die regelmäßige Reinigung und sonstige Dienstleistungen im Zusammenhang mit der Vermietung geht der zuständige Branchenverband Wirtex von einem Gesamtvolumen des Leasing-Marktes für Berufsbekleidung von rund 1,3 Milliarden Euro aus - mit weiter steigender Tendenz.

Das Duisburger Unternehmen ist mittlerweile in 19 Ländern in Europa aktiv und vermietet auch in China Spezialbekleidung für die Arbeit in Reinräumen. In weltweit 51 Wäschereien werden allein von dem Duisburger Unternehmen jährlich rund 83,5 Millionen Teile an Berufsbekleidung gewaschen- von der Kittelschürze über die Schutzausrüstung bis zum Bestattermantel.

Von

dpa

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