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18.09.2014

15:14 Uhr

Branche sucht Profis

Durchstarten bei der Versicherung

Qualifizierte Angestellte sind begehrt. Versicherungen bieten gute Karrierechancen für Akademiker. Und Aussichten auf ein gutes Gehalt. In den einzelnen Abteilungen arbeiten Absolventen verschiedenster Fachrichtungen.

Die Versicherungsbranche befindet sich in einer Umbruchphase. Foto: Fotolia

Die Versicherungsbranche befindet sich in einer Umbruchphase. Foto: Fotolia

KölnBehäbig, langsam, langweilig – der Versicherungswirtschaft eilt nicht der Ruf voraus, besonders attraktiv für Arbeitnehmer zu sein. „Das behaupten nur Leute, die nicht in der Branche arbeiten“, sagt Tobias Vögele, Bereichsleiter Personal bei der Generali Versicherung. „Wer Lust und Spaß auf Wettbewerb, Veränderungen und eine anständige Bezahlung hat, der ist bei uns richtig.“

Die Branche befindet sich in einer Umbruchphase: Mit ihrer Kernkompetenz versucht sie ein zentrales Bedürfnis deutscher Kunden zu bedienen – mit Versicherungen Risiken abzusichern. Doch besonders in der derzeitigen Niedrigzinsphase haben die Häuser ihre Not, dieses Versprechen bei ihren Lebensversicherungen einzuhalten.

Das Stellenangebot übersteigt derzeit die Nachfrage. Quelle: Handelsblatt-Jobturbo

Das Stellenangebot übersteigt derzeit die Nachfrage. Quelle: Handelsblatt-Jobturbo

Das Anforderungsprofil für Angestellte in der Versicherungsbranche ist groß. „Die Nachfrage nach einfachen Tätigkeiten nimmt ab“, erklärt Generali-Mann Vögele, „aber der Bedarf an hochqualifizierten Arbeitskräften ist groß.“ Genau das ist auch beim Handelsblatt Jobturbo zu sehen. Dieser bündelt die Stellenanzeigen für Fach- und Führungskräfte der bundesweit bedeutendsten Stellenbörsen und Zeitungen sowie der Karriereportale der Top-Unternehmen. Die Statistik zeigt: Zuletzt übertraf das Stellenangebot die Stellennachfrage (Vgl. Grafik Arbeitsmarkt Versicherung).

Die Anzahl der Akademiker ist nach Angaben des Arbeitgeberverbands der Versicherungsunternehmen in Deutschland (AGV) in den vergangenen zehn Jahren auf ein Fünftel angestiegen. Das Gros dockt bei den Firmen mit BWL- oder ähnlichen wirtschaftswissenschaftlichen Abschlüssen an – laut AGV sind das 35 Prozent der angestellten Akademiker. 18 Prozent davon werden von Juristen besetzt, zwölf Prozent von Mathematikern. Gleichzeitig bieten die Häuser Ausbildungsberufe wie Versicherungskaufmann/frau und Fachwirt/in für Versicherungen und Finanzen an. In dualen Studiengängen können zudem BWL-Studenten mit Fachrichtung Versicherung zwischen Betrieb und Schulbank Praxiserfahrung und Fachwissen erwerben.

Kommentare (4)

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Ano Nym

18.09.2014, 17:01 Uhr


Ich kann diesen ARD Beitrag empfehlen:

http://www.youtube.com/watch?v=cckf7mIJKmM


Ich versuche schon seit 4 Monaten in der Versicherungsbranche anzufangen. Doch die Personal Abteilungen lassen sich mehr als 2 Monate Zeit oder sagen einfach direkt ab.

Mein Mathematikstudium habe ich mit 2,1 abgeschlosse und kann in 5 Sprachen programmieren. An meinen Jahrgang können das vllt. 1 bis 2 Studenten. Trotzdem ist mein Profil den Versicherungen nicht gut genug. Ich kenne nur wenige, die ohne Beziehungen in den mathematischen Abteilungen angefangen konnten.

Ich habe aber Zusagen von aktuariellen Unternehmensberatungen. Dann werde ich Projekte für die Versicherungen implementieren. Das kostet die Versicherung 100€/Std. (16000€/Monat) und in den ersten 1 bis 2 Jahren hat man auch als Unternehemsberater keine Ahnung was man da eigentlich macht. Die hätten es auch billiger haben können, aber anscheinend sind viele von diesen Riesen zu träge um gute Leute zu identifizieren.

Herr Peter Müller

18.09.2014, 17:23 Uhr

Interessant, ich habe dieselbe Erfahrung gemacht. Auch jetzt bei einem Wechsel nach 2 Jahren merke ich das. Versicherer sind extrem unprofessionell bei ihren Bewerbungsprozessen. Letztes Mal wurde mir abgesagt mit der Begründung, ich sei zu mathematisch. Das muss man sich echt mal auf der Zunge zergehen lassen, wenn man so ein Studium geschafft hat. Die Botschaft wurde natürlich von einem BWLer überbracht. Hatte auch schon überlegt, in den Bankenbereich zu wechseln.

Ano Nym

18.09.2014, 18:14 Uhr

Wir haben wohl zu viel Know-how und zu wenige Softskills.
Die BWLer wollen mehr quatschen und weniger umsetzen. Überhaupt sollten doch lieber andere etwas realisieren/implementieren.

Kleiner Scherz ;)

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