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22.01.2011

08:00 Uhr

Branchenschauen

Messen erleben einen Boom

VonAnnika Reinert

Trotz Internet: Im Marketingmix von Unternehmen spielen Ausstellungen nach wie vor eine große Rolle. Entsprechend groß ist der finanzielle Aufwand, der für die Branchenschauen betrieben wird. Neben den Leitmessen boomen vor allem auch hauseigene Veranstaltungen. Die Besucher selektieren allerdings zunehmend, wo sich die Teilnahme lohnt.

Besucher auf der Medizinmesse Medica: Der wichtigste Faktor einer Branchenschau ist der persönliche Kontakt. Quelle: Pressebild

Besucher auf der Medizinmesse Medica: Der wichtigste Faktor einer Branchenschau ist der persönliche Kontakt.

DÜSSELDORF. Auf einer Fläche mit der Größe von zwei bis drei olympischen Schwimmbecken richtet das Großhandelsunternehmen Lekkerland regelmäßig eigene Messen aus. In Städten wie Oldenburg, Potsdam oder Wiesbaden baut es sein Sortiment auf, lädt Handelspartner ein. Hausmessen wie diese - zum Vergleich: die IT-Messe Cebit ist rund 80-mal größer - sind allerdings kein Sparprogramm, sondern gelten als sinnvolle Ergänzung zur meist kostspieligen Teilnahme an den branchenweiten Leitmessen.

"An der Messe an sich zweifelt niemand, aber es gibt einen Trend hin zu kleineren Fach- und Eventmessen", sagt Markus Voeth, Professor für Marketing an der Universität Hohenheim. Und er fügt hinzu: "Mega-Messen schrecken ab."

Im Marketingmix sind die Ausstellungen jedenfalls oft nicht wegzudenken: In diesem Jahr wollen laut Ausstellungs- und Messeausschuss der deutschen Wirtschaft genauso viele Unternehmen bei Messen ausstellen wie im Jahr zuvor. Dass Messen für viele Gesellschaften der beste Weg sind, um Aufträge zu ergattern, zeigt der große finanzielle Aufwand: Kleine und mittlere Unternehmen investieren fast die Hälfte ihres gesamten Kommunikationsetats in den Messeauftritt.

Selbst das allgegenwärtige Internet ist für Messen nur eine Ergänzung. Der wichtigste Faktor einer Messe, der persönliche Kontakt, gilt unverändert. Doch während die Besucherzahl bei Messen sinkt - 2010 um zwei Prozent - überlegen Unternehmen sich inzwischen sehr genau, in welchem Umfeld sie die meisten Aufträge bekommen. Dabei erhalten oft Hausmessen den Zuschlag.

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