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05.05.2014

18:49 Uhr

Brauereigruppe

Oettinger-Chef Kollmar verstorben

Der Geschäftsführer der Brauereigruppe Oettinger, Dirk Kollmar, ist im Alter von nur 50 Jahren überraschend verstorben. Dies teilte die drittgrößte Brauerei am deutschen Markt am Montag mit.

Oettinger-Geschäftsführer Dirk Kollmar: Der Mann, der die Brauereigruppe zu einer der größten Deutschlands gemacht hat, ist überraschend verstorben. dpa

Oettinger-Geschäftsführer Dirk Kollmar: Der Mann, der die Brauereigruppe zu einer der größten Deutschlands gemacht hat, ist überraschend verstorben.

Gotha, OettingenDer Chef der Oettinger Brauerei, Dirk Kollmar, ist tot. Der Hauptgesellschafter und Geschäftsführer sei bereits am Samstag im Alter von 50 Jahren plötzlich an Herzversagen gestorben, teilte das Unternehmen am Montag am Standort Gotha (Thüringen) mit. Kollmar und sein vor einem Jahr gestorbener Vater Günther hätten Oettinger zusammen zu einer der größten Brauereigruppen Deutschlands gemacht. Mit niedrigen Preisen war die Firma mit Stammsitz im bayerischen Oettingen (Landkreis Donau-Ries) zu einem großen Spieler der Branche aufgestiegen.

Deutschlands größte Getränkehersteller

Platz 10

PepsiCo – 9,75 Millionen Hektoliter

Während Pepsi dem großen roten Konkurrenten international die Stirn bieten kann – in Deutschland schafft es die Limo-Marke nur knapp in die Top 10. Zu den Marken des Konzerns gehören unter anderem Mountain Dew, 7 Up, Tropicana und der Energydrink Rockstar.

Quelle: Lebensmittelzeitung, Daten aus 2012

Platz 9

Oettinger Gruppe – 10,64 Millionen Hektoliter

Die Brauereigruppe braut insgesamt an vier Standorten in Deutschland Bier – neben den eigenen Marken unter anderem auch Carlsberg für Supermärkte. Nur am Bierabsatz gemessen gehört Oettinger zu den größten Brauereigruppen Deutschlands.

Platz 8

Riha Richard Hartinger – 11,04 Millionen Hektoliter

Aus dem Apfelmost-Hersteller in Rinteln ist über die Jahre ein internationaler Getränkekonzern geworden. Zu den Marken von Riha gehören Naturella, Wesergold und Extaler.

Platz 7

Anheuser-Busch InBev – 12,00 Millionen Hektoliter

Gemessen am Absatzvolumen ist AB INBev die größte Brauereigruppe der Welt. International punktet die Brauerei mit Marken wie Stella Artois, Leffe oder Budweiser. In Deutschland sind vor allem Beck's, Diebels und Franziskaner bekannt. Im Gesamt-Getränkeabsatz in Deutschland reicht es aber nur zu Platz 7.

Platz 6

Radeberger Gruppe – 13 Millionen Hektoliter

Das 1952 gegründete Unternehmen ist die größte Brauereigruppe Deutschlands. Zu Radeberger gehören neben der Stammmarke unter anderem Jever, Schöfferhofer und Hansa.

Platz 5

Bitburger Brauereigruppe – 14,05 Millionen Hektoliter

Hervorgegangen aus der Bitburger Brauerei zählt die Brauereigruppe zu den führenden Getränkeherstellern in Deutschland. Bedeutendste Marken des Unternehmens sind Bitburger, König Pilsener, Köstritzer und Wernesgrüner. Die Holding-Gesellschaft wurde 1999 gegründet.

Platz 4

Brandenburger Urstromquelle – 19 Millionen Hektoliter

Die Gruppe gehört zu den größten deutschen Getränkeherstellern, hat aber keine eigenen Marken. Es werden ausschließlich Bier und Mineralwasser unter verschiedenen Handelsmarken für europäische Discounter abgefüllt. Darunter fallen etwa Karlskrone bei Aldi oder Gut&Günstig Urstromquelle bei Edeka.

Platz 3

Hansa-Heemann Mineralbrunnen – 24 Millionen Hektoliter

Der unbekannte Mineralwasserriese aus Rellingen hat mit Hella zwar auch eine eigene Mineralwassermarke, verdient das meiste Geld aber mit den Handelsmarken großer Supermarktketten.

Platz 2

Mitteldeutsche Erfrischungsgetränke MEG – 26,1 Millionen Hektoliter

Die 100-prozentige Tochter der Schwarz-Gruppe produziert alle Handelsmarken der konzerneigenen Supermarktketten Lidl und Kaufland und hat es damit innerhalb weniger Jahre an die Spitze der deutschen Getränkehersteller geschafft. Das Unternehmen aus Sachsen-Anhalt ist heute der größte Mineralwasserproduzent Deutschlands.

Platz 1

Coca-Cola – 36 Millionen Hektoliter

Der rote Riese regiert auch den Getränkemarkt in Deutschland mit deutlichem Abstand. Die Zentrale zog 2003 von Essen nach Berlin. Mit Fanta wurde eine der großen internationalen Marken des Konzerns von der deutschen Tochter erfunden.

Als langjähriger geschäftsführender Gesellschafter sei Dirk Kollmar kreativ und bodenständig gewesen, hieß es. Leidenschaftlich habe er sich auch für den Basketball in Deutschland und in Gotha engagiert. „Die Interessen der Oettinger Brauerei GmbH werden weiterhin uneingeschränkt durch die Gesellschafterfamilie und die Geschäftsführung wahrgenommen“, teilte das Unternehmen mit.

Im vergangenen Jahr war Oettinger mit einem Bierausstoß von rund 9,8 Millionen Hektolitern die Nummer drei auf dem deutschen Biermarkt nach Radeberger (Jever, DAB, Sternburg) und AB-Inbev (unter anderem Beck's, Diebels, Franziskaner).

Von

dpa

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