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02.11.2011

10:22 Uhr

Britische Großbank

Lloyds-Chef nimmt Auszeit

Der Chef der Großbank Lloyds nimmt aus gesundheitlichen Gründen eine Auszeit, teilte die britische Filialbank mit. Eine mit dem Schritt vertraute Person sagte, Antonio Horta-Osorio sei überarbeitet und völlig ausgelaugt.

Chef der Großbank Lloyds Antonio Horta-Osorio. Reuters

Chef der Großbank Lloyds Antonio Horta-Osorio.

LondonDie größte britische Filialbank teilte mit, Antonio Horta-Osorio sei krank, Ärzte hätten ihm deshalb zu einer Pause geraten. Lloyds zufolge will er noch vor Jahresende auf seinen Posten zurückkehren.

Das Direktorium von Lloyds soll entscheiden, wer Horta-Osorio vertritt. In Deutschland ist Lloyds vor allem mit seiner Tochter Bank of Scotland bekannt, die aggressiv um Tagesgeld-Kunden buhlt. Horta-Osorio leitet die größte britische Filialbank erst seit März. Er war Ende vergangenen Jahres von der britischen Tochter des spanischen Rivalen Santander zu Lloyds gewechselt. Im Juni hatte er ein Sanierungsprogramm aufgesetzt, mit dem 15.000 Mitarbeiter den Job verlieren und 630 Filialen verkauft werden sollen und die Präsenz im Ausland eingedampft werden soll. Die Entscheidung soll noch in diesem Jahr fallen.
Der Filialverkauf ist Teil der Auflagen, die Lloyds bekommen hatte, nachdem der Staat mit 40 Prozent eingestiegen war, um der Bank durch die Finanzkrise zu bringen. Trotz der großen Belastung von Top-Managern, die im Licht der Öffentlichkeit stehen, gelten Erschöpfungszustände wie ein Burn-out als Tabu. Unternehmenskreisen zufolge waren sie ein Grund für den kürzlichen Rücktritt von Bertelsmann-Chef Hartmut Ostrowski. Kurz zuvor hatte der Trainer des Fußball-Bundesligisten Schalke 04, Ralf Rangnick, mit Verweis auf ein Burn-out das Handtuch geworfen.

Von

rtr

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