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02.05.2016

18:37 Uhr

Brustimplantate

Gericht bestätigt vier Jahre Haft für PIP-Gründer

Zehntausende Brustimplantate hat PIP mit billigem Industrie-Silikon gefüllt. In Deutschland sind Schätzungen zufolge rund 6000 Frauen betroffen. Nun hat ein Berufungsgericht das Urteil gegen den Firmengründer bestätigt.

Operation unumgänglich: Ein Arzt bei der Entfernung eines gebrochenen PIP-Brustimplantats. AFP

Nicht zugelassenes Silikon

Operation unumgänglich: Ein Arzt bei der Entfernung eines gebrochenen PIP-Brustimplantats.

Aix-en-ProvenceIm Skandal um minderwertige Brustimplantate der französischen Firma PIP hat ein Berufungsgericht Unternehmensgründer Jean-Claude Mas zu vier Jahren Haft verurteilt. Damit folgten die Richter im südfranzösischen Aix-en-Provence dem Antrag der Staatsanwaltschaft und dem Urteil der Vorinstanz. PIP hatte über Jahre zehntausende Brustimplantate mit billigerem Industrie-Silikon statt mit Spezial-Silikon gefüllt. Diese Kissen reißen leichter und können Entzündungen auslösen.

Weltweit wurden zehntausenden Frauen Implantate der Firma Poly Implant Prothèse (PIP) eingesetzt. In Deutschland sind Schätzungen zufolge rund 6000 Frauen betroffen.

Bereits in erster Instanz war der Firmengründer im Dezember 2013 zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Er wurde damals unter anderem schuldig gesprochen, den TÜV Rheinland betrogen zu haben, der das Herstellungsverfahren der Implantate zertifiziert hatte.

Brustimplantate: TÜV von Mitschuld an Silikon-Skandal freigesprochen

Brustimplantate

TÜV von Mitschuld an Silikon-Skandal freigesprochen

Der TÜV Rheinland wurde von seiner Schuld Burstimplantate-Skandal in Frankreich freigesprochen. Der TÜV habe keine Fehler begangen, so die Richter. Noch ist der Fall juristisch aber nicht abgeschlossen.

Dessen ungeachtet fordern tausende Frauen Schadenersatz vom TÜV Rheinland. Sie werfen dem TÜV und seiner Frankreich-Tochter vor, gegen die Kontrollpflichten verstoßen zu haben.

Von

afp

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