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10.01.2007

16:26 Uhr

Bruttowerbeinvestitionen des Jahres 2006

Nielsen meldet für klassische Medien ein Plus von 5,1 Prozent

Die Bruttowerbeinvestitionen in den klassischen Medien belaufen sich im Jahre 2006 auf insgesamt 20,1 Milliarden Euro. Das entspricht gegenüber dem Vorjahreszeitraum einem Plus von 5,1 Prozent. Nielsen Media Research veröffentlicht die Daten für Tageszeitungen, Publikumszeitschriften, Fachzeitschriften, Radio- und Fernsehsender sowie Plakat.

Mit einem Plus von knapp 200 Millionen Euro kann Nielsen Media Research das dynamischste Wachstum bei der Telekommunikationsbranche beobachten. Im Mittelpunkt ihrer werblichen Offensiven standen in 2006 insbesondere die kombinierten Tarife für Flatrates. Daneben verzeichnen die Forscher ein starkes Wachstum der Werbeinvestitionen bei den Medien. Besonders die Werbeaufwendungen der Zeitungs-Werbung (plus 139 Millionen Euro) und Publikumszeitschriften-Werbung (plus 51 Millionen Euro) gewinnen hier deutlich an Zuwachs.

Eine weitere besonders positive Entwicklung stellen die Medienbeobachter im Bereich der Finanzdienstleistungen fest. Trotz eines Einbruchs im ersten Quartal überkompensierten die restlichen Quartale diesen Verlust so deutlich, dass sie hier in 2006 ein Wachstum von 74 Millionen Euro auf 673 Millionen Euro verzeichnen. Die werbeintensivste Branche in 2006 bleibt jedoch der Handel mit Werbeinvestitionen in Höhe von 2,0 Milliarden Euro (plus 3,6 Prozent). Deutliche Zuwächse aus diesem Bereich stammen insbesondere von den technischen Kaufhäusern, Einkaufsgenossenschaften und Drogeriemärkten.

Die zweitgrößte Werbebranche in 2006 war mit einem Plus von 2,9 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro der PKW-Markt, der insbesondere im dritten (plus 9,7 Prozent) und vierten (plus 5,5 Prozent) Quartal deutlich zulegte. Erfreulich und auffällig registriert Nielsen den generellen Trend hin zu verstärkter Imagewerbung. Im Automarkt, in der Touristikbranche, aber auch im Handel und Versand bauten Unternehmen die Investitionen in Imagewerbung aus.

Eine Sonderentwicklung beobachten die Statistiker im Bereich der Körperhygiene: Insbesondere Produkte zur Haarpflege, Mundpflege, Körperpflege aber auch Rasierer wurden massiv beworben. Erheblich weniger Werbeaufwendungen registrierten sie hingegen für die Bereiche Telefon- und Faxdienste (minus 49 Millionen Euro), Putz- und Pflegemittel (minus 46 Millionen Euro) sowie Bier (minus 42 Millionen Euro) registriert. Für das Jahr 2007 erwartet Nielsen Media Research ebenfalls eine positive Entwicklung des Bruttowerbemarktes der klassischen Medien, wenn auch auf einem etwas niedrigerem Niveau als in 2006.

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