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08.08.2013

12:39 Uhr

Büroimmobilienfirma

Fusion soll Prime Office aus der Krise führen

Die schwächelnde Büroimmobilienfirma Prime Office will mit dem größeren Konkurrenten Acorn fusionieren. Die Aktionäre müssen dem Zusammenschluss, der eine Kapitalerhöhung nach sich ziehen würde, noch zustimmen.

Das fusionierte Unternehmen soll weiter unter dem Namen Prime Office fungieren, die Anteilseigner können ihre Aktien im Verhältnis 1:1 tauschen. dpa

Das fusionierte Unternehmen soll weiter unter dem Namen Prime Office fungieren, die Anteilseigner können ihre Aktien im Verhältnis 1:1 tauschen.

FrankfurtDie verlustreiche Büroimmobilienfirma Prime Office setzt zum Befreiungsschlag an: Das Münchner Unternehmen schließt sich mit dem größeren Konkurrenten German Acorn/OCM zusammen. Ein entsprechender Verschmelzungsvertrag wurde unterzeichnet, wie Prime Office in der Nacht zum Donnerstag mitteilte.

Eingefädelt wurde das Geschäft schon im Mai vom Finanzinvestor Oaktree, der Eigentümer von Acorn ist und zugleich mit 8,4 Prozent größter Aktionär von Prime Office. Jetzt geht es an die Umsetzung. Die Aktionäre müssen der Fusion, die eine Kapitalerhöhung nach sich zieht, noch zustimmen. Prime Office hofft auf ein positives Votum auf der Hauptversammlung am 24. September.

"Wir sind der Überzeugung, dass die Transaktion mit großen Vorteilen für alle Stakeholder der Prime Office verbunden ist", erklärte Finanzchef Alexander von Cramm. Die Gesellschaft könne ihren Immobilienbestand ausbauen, Größenvorteile ausspielen und Kosten sparen.

Das fusionierte Unternehmen soll weiter unter dem Namen Prime Office fungieren, die Anteilseigner können ihre Aktien im Verhältnis 1:1 tauschen. Cramm würde dem Vorstand der neuen Gesellschaft ebenso angehören wie OCM-Chef Jürgen Overath. Prime-Office-Vorstandschef Claus Hermuth war Ende Juni überraschend vor die Tür gesetzt worden.

Nach der Verschmelzung bräuchte die neue Prime Office allerdings frisches Kapital: Geplant sei eine Kapitalerhöhung um bis zu 175 Millionen Euro, kündigte das Unternehmen an. Dafür gibt es gleich eine Reihe von Gründen. So muss Prime Office derzeit mit einer Eigenkapitalquote von 40,6 Prozent um den Status als börsennotierter Immobilienfonds (REIT) bangen. Bis Jahresende müssen es 45 Prozent sein. Weitere Immobilienverkäufe könnten Geld in die Kasse spülen, doch das dauert für gewöhnlich.

Das Tagesgeschäft wiederum krankt an einem hohen Leerstand von über 20 Prozent, das heißt, das Unternehmen nimmt mit seinen Objekten längst nicht so viel Miete ein, wie es könnte. Das führte im ersten Halbjahr zu massiven Bestandsabwertungen - und einem Nettoverlust von 60 (Vorjahr: Gewinn von 2,4) Millionen Euro.

Von

rtr

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