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27.06.2012

13:52 Uhr

Bundesverband Deutsche Industrie

Keitel schlägt Ulrich Grillo als Nachfolger vor

Hans-Peter Keitel strebt keine weitere Amtszeit als Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie an. Stattdessen schlägt er seinen Stellvertreter Ulrich Grillo als Nachfolger vor.

BDI-Präsident Hans-Peter Keitel übernimmt keine weitere Amtszeit. dapd

BDI-Präsident Hans-Peter Keitel übernimmt keine weitere Amtszeit.

Berlin BDI-Präsident Hans-Peter Keitel will sein Amt Ende des Jahres an den Familienunternehmer Ulrich Grillo abgeben. Keitel kündigte am Mittwoch in Berlin an, er werde nach zwei jeweils zweijährigen Amtzeiten Ende 2012 als Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) ausscheiden.

Als seinen Nachfolger will der 64-jährige Keitel im Einvernehmen mit seinen Vizepräsidenten dem BDI-Präsidium Grillo empfehlen. Der 52-Jährige ist seit dem vergangenem Jahr einer der Vizepräsidenten des Verbands. Er führt eines der traditionsreichsten deutschen Industrieunternehmen, die 170 Jahre alten Grillo-Werke, die der größte Zinkverarbeiter weltweit sind. Sollte er von der BDI-Mitgliederversammlung im November gewählt werden, wird er sein Amt Anfang 2013 übernehmen.

Mit Keitel kündigte nach DIHK-Präsident Hans Heinrich Driftmann binnen weniger Wochen ein zweite Spitzenvertreter der deutschen Wirtschaft seinen Rückzug an. Keitel wie Driftmann zählen zu den wichtigsten Ansprechpartnern für Bundeskanzlerin Angela Merkel.

"Ich bin überzeugt, dass Ulrich Grillo mit seiner ausgewiesenen Erfahrung als Manager und Unternehmer über hervorragende Eigenschaften für das Amt des BDI-Präsidenten verfügt", sagte Keitel in Anwesenheit des Nachfolgekandidaten. Mit seiner Entscheidung, nicht für eine dritte Amtszeit anzutreten, folge er den Statuten des BDI, die eine solche Verlängerung nur in Ausnahmefällen vorsehen. Seine Entscheidung haben nichts mit der Tagespolitik oder mit Frustrationen in seiner Amtszeit zu tun, sagte Keitel.

Grillo betonte die vielen Übereinstimmungen mit Keitel in Fragen der Industrie- und insbesondere auch der Rohstoffpolitik. "Ich kann sagen, dass die Industrie mir sehr am Herzen liegt." Die Industrie sei das Rückgrat der deutschen Wirtschaft und sollte das auch bleiben. Der Umweltschutz spiele dabei eine wichtige Rolle. "Es geht nicht um einen Gegensatz von Ökologie und Ökonomie, sondern um Stabilität und Wachstum bei gleichzeitiger Schonung der Umwelt und der Ressourcen".

Im BDI sind die Wirtschaftsverbände und Arbeitsgemeinschaften der Industrie und der industrienahen Dienstleister organisiert. Während der bisherige Präsident Keitel den Großteil seines Berufslebens in der Bauindustrie verbrachte, wo er fast zwei Jahrzehnte an der Spitze des Baukonzerns Hochtief stand, absolvierte sein designierter Nachfolger Grillo zunächst eine Banklehre. Erfahrungen sammelte der Manager und Unternehmer auch als Wirtschaftsprüfer und Unternehmensberater sowie bei der Rheinmetall-Gruppe. Grillo gilt als einer der Architekten der zuletzt erheblich aufgewerteten Rohstoffpolitik der deutschen Industrie.

Von

rtr

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