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24.02.2015

14:27 Uhr

Bus und Bahn

Neue Passagierrekorde im Nahverkehr

Die Passagierzahlen im deutschen Nahverkehr steigen immer weiter – trotz GDL-Streik werden neue Rekordzahlen vermeldet. Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen fordert dringende Milliardeninvestitionen.

Die Deutsche Bahn und ihre Konkurrenten haben 2014 so viele Passagiere befördert wie noch nie. dpa

Öffentlicher Nahverkehr

Die Deutsche Bahn und ihre Konkurrenten haben 2014 so viele Passagiere befördert wie noch nie.

BerlinDer Nahverkehr in Deutschland wächst weiter und erreicht trotz der Bahn-Streiks Rekorde. Fast zehn Milliarden Passagiere seien 2014 mit Bussen und Bahnen unterwegs gewesen, teilte der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) am Dienstag in Berlin mit.

„Ohne die Streiks der Lokführergewerkschaft GDL hätten wir im vergangenen Jahr die Zehn-Milliarden-Marke bei den Fahrgastzahlen deutlich überschritten“, sagte VDV-Präsident Jürgen Fenske. Die 9,95 Milliarden Passagiere hätten einem Plus von 0,6 Prozent im Vergleich zu 2013 entsprochen.

Dabei sei 2014 auch wegen milder Wintermonate und des stark wachsenden Fahrradverkehrs für die Nahverkehrsunternehmen vergleichsweise schwierig gewesen. Die Ticket-Einnahmen stiegen um drei Prozent auf 11,4 Milliarden Euro. Die Fernbusse sind in diesen Zahlen nicht eingeschlossen.

Die Streiks der GDL

1. Warnstreik am 1. September

Drei Stunden im Personen- und Güterverkehr.

2. Warnstreik am 6. September

Drei Stunden im Personen- und Güterverkehr.

1. regulärer Streik am 7. und 8. Oktober

Neun Stunden im Personen- und Güterverkehr.

2. Streik am 15. und 16. Oktober

14 Stunden im Personen- und Güterverkehr.

3. Streik vom 17. bis 20. Oktober

50 Stunden im Personenverkehr und 61 Stunden im Güterverkehr.

4. Streik vom 6. bis 8. November

64 Stunden im Personenverkehr und 75 Stunden im Güterverkehr.

5. Streik vom 21. bis 24. April

66 Stunden im Güterverkehr, Dienstag (15 Uhr) bis Freitag (9 Uhr) und 44 Stunden im Personenverkehr, Mittwoch (2 Uhr) bis Donnerstag (21 Uhr).

6. Streik vom 4. bis 10. Mai

Bislang längster Streik in der Geschichte der Deutschen Bahn AG - 127 Stunden im Personenverkehr und 138 Streikstunden im Güterverkehr

7. Streik vom 19. bis 21. Mai

Die GDL streikt zunächst, ohne einen Endpunkt zu nennen – einigt sich aber am 21. Mai mit der Bahn auf eine Schlichtung.

Während die Passagierzahlen in ländlichen Gebieten vor allem wegen geringerer Schülerzahlen leicht zurückgingen, wächst der Pendlerverkehr vor allem in den Ballungsräumen ungebremst. Viele Unternehmen und die Infrastruktur dort seien mittlerweile an der Belastungsgrenze, erklärte der VDV. Der Verband verlangt daher vom Bund, den Investitionsstau von rund vier Milliarden Euro aufzulösen. Dafür müsse das angekündigte Milliarden-Programm von Finanzminister Wolfgang Schäuble genutzt werden.

Von

rtr

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