Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

04.08.2015

07:41 Uhr

Business Knigge

Peinliche Pannen beim Geschäftsessen

VonChristina Tabernig und Anke Quittschau
Quelle:CIO

Welches Besteck zu welchem Gang? Darf man die Serviette vom Boden aufheben? Und was tun, wenn der Gegenüber nur verklemmt spricht? Wir verraten, wie Sie Geschäftsessen als Gastgeber oder Gast ohne Fettnäpfchen meistern.

Andere denken sich nichts und merken gar nicht, dass sie bereits mehrfach ins Fettnäpfchen getreten sind. Etwa wenn sie das Brot wie eine Stulle beschmieren und vor dem Hauptgang verzehren. Einige Peinlichkeiten sind offensichtlicher, könnten aber galant gelöst werden.

Beherrscht man die Regeln und Sitten bei Tisch, ist es ein Leichtes, konzentriert dem Gespräch des Partners zu folgen und sich ganz und gar auf den Inhalt des Geschäftstermins statt auf die richtige Besteckreihenfolge zu konzentrieren.

Destruktive Kommunikation - und was Sie tun können

Vieldeutigkeit

Zwischenmenschliche Kommunikation ist alles, nur nicht eindeutig. Wir verwenden bewusst und unbewusst zahlreiche Ausdrucksmittel. Die Kehrseite dieser Vielfalt: Vieldeutigkeit und Fehleranfälligkeit.

(Quelle: Pater Klaus Brandl, Crash Kommunikation - Warum Piloten versagen und Manager Fehler machen)

Atmosphärische Störungen

Stimmt die Beziehungsebene, funktioniert in der Regel auch der inhaltliche Austausch. Stimmt sie nicht, prägen beispielsweise Streit, Abneigung oder Misstrauen die Atmosphäre, sind Kommunikationspannen programmiert.

Unternehmenskultur

Gute Kommunikation funktioniert nur eingebettet in eine positive Unternehmenskultur.

Killerphrasen

Ächten Sie Killerphrasen! Dahinter verstecken sich Denkverbote, Trägheit und Arroganz.

Schweigen

Schweigen, wo eine Reaktion gefragt wäre, ist ein Alarmsignal. Ob Angst, Verweigerung oder alarmierende Attacke, hängt von der Machtposition des Schweigers ab.

Zustimmung

Werden Sie misstrauisch bei allzu eilfertiger Zustimmung – vielleicht stecken hinter dem schnellen Konsens ganz andere Gründe.

Jammern

Passen Sie auf, dass vor lauter Jammern Ziele und Lösungen nicht aus dem Blick geraten.

Unaufrichtigkeit

Lippenbekenntnisse, Lügen oder gar Drohungen gefährden auf die Dauer den Unternehmenserfolg: Das Engagement sinkt, Korrektive werden ausgeschaltet und Innovationen blockiert.

Erfahrung

Wer die Untiefen der Kommunikation kennt, bleibt in heiklen Situationen gelassener.

Maßnahmen

Führen Sie gezielt Routinen und Spielregeln ein, die verhindern, dass Mitarbeitereinschätzungen und -warnungen voreilig abgebügelt werden oder untergehen.

Kleckern ...

... tun nicht nur kleine Kinder bei Tisch. Schnell ist ein Soßenfleck auf der Tischdecke gelandet. Bleiben Sie entspannt! Jede Serviette und auch die Tischtücher werden nach dem Essen gereinigt und dabei ist ein Fleck mehr oder weniger nicht ausschlaggebend. Lassen Sie also Salzstreuer und Dekoration dort, wo sie sind und übersehen Sie souverän ihren Fleck neben den Teller. Flutscht ein Salatblatt vom Tellerrand auf den Tisch, befördern Sie es wieder auf Ihren Teller. Fällt ein Happen auf den Boden, lassen Sie ihn liegen. Rutscht Ihnen die Serviette auf den Boden, krabbeln Sie bitte nicht unter den Tisch. Lassen Sie sich einfach eine neue Serviette geben. Ein guter Service wird Ihnen von selbst eine neue Serviette geben.

Das berühmte Haar in der Suppe

Wird Ihr Essen nicht so geliefert, wie Sie es bestellt haben, rufen Sie den Service zu sich und sagen in einem ruhigen Ton, was nicht stimmt. Am Anfang des Essens kann der Service Abhilfe schaffen, fällt das Haar erst am Ende des Essens auf, sollte der Kellner neben der Entschuldigung auch eine Wiedergutmachung parat haben.

Acht Regeln der Netiquette: Darauf sollten Sie bei E-Mails achten

Acht Regeln der Netiquette

Darauf sollten Sie bei E-Mails achten

E-Mails sind häufig der falsche Weg für eine Nachricht. Ein Coach verrät, wann Sie Ihre Kollegen lieber anrufen sollten, wie die perfekte E-Mail aussieht und warum Sie nicht auf „Allen antworten“ klicken sollten.

Unaufmerksames Personal

Manch Restaurantbesucher fragt sich, ob es dem Servicepersonal regelrecht beigebracht wird, wie man Kunden ignoriert. Haben Sie als Gast das Gefühl, ständig übersehen zu werden, entschuldigen Sie sich bei Ihren Gästen und gehen Sie zur Bar oder fangen Sie das Personal an ihrer „Station“ ab, um Ihre Wünsche loszuwerden. Es ist Ihre Aufgabe als Gastgeber, aktiv Regie zu führen und den Restaurantbesuch so angenehm wie möglich zu gestalten.

Telefonierende Nachbargäste

Laute oder unangenehme Tischnachbarn dürfen gerne auf eine angemessene Gesprächslautstärke hingewiesen werden. Möchten Sie keine direkte Konfrontation mit einem anderen Gast eingehen, können Sie auch den Service bitten, dies für Sie zu übernehmen. Grundsätzlich ist ein Restaurant kein Büro und Telefonate sollten nicht am Tisch geführt werden. Bitten Sie in einem freundlichen Ton darum, dass das Telefonat nach draußen verlegt wird, da es die Unterhaltung stört.

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Hein Bloed

04.08.2015, 20:08 Uhr

Als ich letzthin mit dem Spiegel vor der ARGE an der Frittenbude..........
Grauenhaft, selbst die PET-Flaschen waren fettig. Ich musste schwören, dass..
also ne...der Typ und das bei einen Flaschenessen.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×