Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

17.04.2015

18:00 Uhr

CA Immo und Immofinanz

Übernahmepoker ist wieder offen

CA Immo will den Weg für eine spätere Fusion mit Immofinanz ebnen. Doch das Unternehmen bekam bisher weniger Anteile an der Rivalin als erhofft. Der erwartete Gegenschlag von Immofinanz blieb überraschend aus.

Das Unternehmen ist an der Wiener Börse notiert und auf Gewerbeimmobilien spezialisiert. Reuters

Die österreichische Immobilienfirma Immofinanz

Das Unternehmen ist an der Wiener Börse notiert und auf Gewerbeimmobilien spezialisiert.

Wien/FrankfurtDer Machtkampf zwischen den beiden österreichischen Immobilienkonzernen CA Immo und Immofinanz geht in eine neue Runde. Zwar sicherte sich CA Immo im Schulterschluss mit dem russischen Immobilieninvestor Boris Mints über ein öffentliches Angebot weitere Anteile und kommt nun auf gut sechs Prozent an der Immofinanz. Angepeilt hatten die Bieter jedoch deutlich mehr.

Sie wollen mit einer gewichtigen Minderheitsbeteiligung den Weg für eine spätere Fusion der beiden Firmen ebnen. Darüber, dass ein Zusammenschluss grundsätzlich sinnvoll ist, sind sich Immofinanz und CA Immo schon länger einig. Sie streiten allerdings erbittert um die Frage, wer am Ende wen schluckt und damit die Oberhand über einen Konzern mit einem gemeinsamen Immobilienvermögen von rund zehn Milliarden Euro gewinnt.

CA-Immo-Chef Bruno Ettenauer schlug am Freitag versöhnliche Töne an. "Als zweitgrößter Anteilseigner hoffen wir, dass Immofinanz uns als Aktionär willkommen heißen und konstruktiv daran arbeiten wird, zum Wohle aller Aktionäre Wert zu schaffen", hieß es in einer gemeinsamen Erklärung mit dem verbündeten russischen Investmentvehikel.

Sie wurde kurz vor der außerordentlichen Hauptversammlung veröffentlicht, die Immofinanz einberufen hatte, um das Feld in dem Poker neu abzustecken. Immofinanz-Chef Eduard Zehetner bedankte sich dort bei seinen Investoren für den Rückhalt: "Die Aktionäre der Immofinanz haben Weitsicht bewiesen und die Bieter ihr Ziel verfehlen lassen."

Das Bieter-Konsortium CA Immo/Mints, das vorher bereits auf gut vier Prozent der Immofinanz-Anteile kam, wollte eigentlich weitere bis zu 13,5 Prozent einsammeln. Dazu hatten sie bis Mittwoch 2,80 Euro je Aktie geboten - nach Ansicht der Führungsriege von Immofinanz zu wenig. Am Ende fielen die Zuwächse denn auch ausgesprochen mager aus.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×