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28.04.2015

16:32 Uhr

Chef von Hochtief

Fernández Verdes soll zu ACS zurückkehren

Bei Hochtief bahnt sich ein Führungswechsel an: Der bisherige Chef des Essener Baukonzerns, Fernández Verdes, soll zum spanischen Hauptaktionär ACS zurückkehren. Doch für eine solche Entwicklung gibt es Voraussetzungen.

Fernández Verdes hatte 2012 die Führung bei Hochtief übernommen. Vor einem Jahr wurde er auch Leighton-Chef. dpa

Marcelino Fernandez Verdes

Fernández Verdes hatte 2012 die Führung bei Hochtief übernommen. Vor einem Jahr wurde er auch Leighton-Chef.

MadridDer Essener Baukonzern Hochtief steht im kommenden Jahr möglicherweise vor einem Führungswechsel. Dann könnte der Hochtief-Chef Marcelino Fernández Verdes zum spanischen Hauptaktionär ACS zurückkehren und dort die Position eines Geschäftsführers einnehmen, kündigte ACS-Präsident Florentino Pérez am Dienstag in Madrid an.

Die Voraussetzung sei allerdings, dass bis dahin der Umbau von Hochtief und der australischen Tochter Leighton, die jetzt CIMIC heißt, abgeschlossen sei. Fernández Verdes hatte 2012 die Führung bei Hochtief übernommen. Vor einem Jahr wurde er auch Leighton-Chef.

Pérez äußerte auf einer Aktionärsversammlung die Erwartung, dass bei Hochtief und CIMIC die Umorganisation der Konzerne in diesem Jahr zu einem Abschluss gebracht werde. Wenn der Hochtief-Chef dann 2016 als ACS-Geschäftsführer nach Madrid zurückkehre, werde er weiterhin der Präsident des spanischen Baukonzerns bleiben, sagte Pérez.

Das sind Europas größte Baukonzerne

Platz 9

NCC AB – 8,42 Milliarden Euro Umsatz

Das schwedische Unternehmen mit seinen knapp 18.000 Mitarbeitern wurde erst 1988 gegründet. Heute besteht es aus vier großen Geschäftsbereichen, unter anderem „NCC Housing“ und „NCC Roads“.

Platz 8

Ferrovial (Spanien) – 9,7 Milliarden Euro Umsatz

Das Unternehmen aus Madrid baut und betreibt auch Autobahnen und Flughäfen. Der Konzern errichtete unter anderem das Guggenheim-Museum in Bilbao.

Platz 7

Balfour Beatty (Großbritannien) - 11,63 Milliarden Euro Umsatz

Bereits seit 1909 sind die traditionsreichen Briten im Baugeschäft tätig und gehören zu den Platzhirschen in Europa. Die Londoner beschäftigen europaweit rund 30.000 Mitarbeiter.

Platz 6

Strabag (Österreich) – 13,12 Milliarden Euro Umsatz

Aus Wien in die Welt: Die Österreicher haben vor allem in Osteuropa expandiert. Seit 2014 konnte der Konzern den zuvor stark abgerutschten Umsatz stabilisieren und zuletzt wieder leicht steigern.

Platz 5

Eiffage (Frankreich) – 14,06 Milliarden Euro Umsatz

Neben einigen TGV-Trassen gehört auch die Erweiterung des EU-Parlaments zu den großen Projekten des Konzerns. In Deutschland sind rund 3.000 Eiffage-Mitarbeiter beschäftigt.

Platz 4

Skanska (Schweden) - 16,36 Milliarden Euro Umsatz

Kaum eine Straße, ein Kraftwerk oder Bürogebäude in Schweden ist ohne Beteiligung des skandinavischen Bauriesen entstanden. Auch international sind die Schweden aus Solna mittlerweile breit aufgestellt.

Platz 3

Bouygues (Frankreich) - 32,43 Milliarden Euro Umsatz

Neben Immobilien und dem Straßenbau ist der Pariser Konzern Großaktionär des französischen Fernsehsenders TF1. 2015 musste das Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr leichte Umsatzeinbußen hinnehmen.

Platz 2

ACS (Spanien) - 34,93 Milliarden Euro Umsatz

Die Spanier haben in den vergangenen Jahren ein rasantes Wachstum hingelegt. Allein in den vergangenen drei Jahren stieg der Umsatz um rund zehn Milliarden Euro und ACS klettert das Treppchen weiter hoch. Zum Konzern gehört auch das deutsche Unternehmen Hochtief.

Platz 1

Vinci (Frankreich) – 38,52 Milliarden Euro Umsatz

Der größte Baukonzern Europas ist auch der größte Baukonzern der Welt und in der Kleinstadt Rueil-Malmaison nahe Paris beheimatet. Dem Konzern gehört unter anderem die Hälfte aller französischen Autobahnen. 2015 verzeichnete das Unternehmen ein Umsatzminus von knapp 0,5 Prozent.

Quelle: Deloitte

Der 68-Jährige, der auch den Fußballclub Real Madrid führt, ist bei ACS derzeit Präsident und Geschäftsführer. Vor einem Jahr hatte er in einer TV-Show angekündigt, dass Fernández Verdes sein Nachfolger an Spitze der ACS-Gruppe werde. Einen Zeitplan für den Wechsel nannte er aber nicht.

Von

dpa

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