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23.05.2012

19:46 Uhr

Christine Scheel

Ex-Bundestagsabgeordnete verlässt HSE wieder

Kaum ist sie da, muss sie schon wieder gehen. Die ehemalige Grünen-Bundestagsabgeordnete Christine Scheel räumt ihren Vorstandsposten bei dem Energiekonzern nach nur vier Monaten - wegen eines Streits um die Strategie.

Die frühere Grünen-Bundestagsabgeordnete Christine Scheel. dpa

Die frühere Grünen-Bundestagsabgeordnete Christine Scheel.

DarmstadtNach nur vier Monaten im Vorstand des Energieversorgers HSE muss die frühere Grünen-Bundestagsabgeordnete Christine Scheel Ende Mai ihren Stuhl wieder räumen. Die 55-Jährige werde das Unternehmen in Darmstadt wie ihr Vorstandskollege Holger Mayer (46) auf Basis einer „einvernehmlichen Lösung“ verlassen, teilte die HSE am Mittwoch mit. Hintergrund der Trennung ist ein Streit über die strategische Ausrichtung des Unternehmens. Bei ihrem Amtsantritt galt Scheel noch als erste Frau und erste Grüne im Vorstand eines bundesweit agierenden Energiekonzerns.

Scheel und Mayer bekommen eine Abfindung, Details wurden nicht bekannt. Scheel hatte ihre Aufgabe erst am 1. Februar 2012 begonnen. Ihr Vertrag hatte eine Laufzeit bis Ende Januar 2015. Für eine Stellungnahme war sie nicht zu erreichen.

Die frühere Grünen-Politikerin aus Aschaffenburg hatte bereits an ihrem dritten Arbeitstag für einen Paukenschlag gesorgt. Sie kritisierte den HSE-Hauptanteilseigner Darmstadt, drohte mit ihrem Rücktritt und handelte sich damit einen Konflikt mit dem Grünen-Oberbürgermeister Jochen Partsch ein.

Hintergrund des Streits: Die Stadt erhöht ihre Anteile an dem Energieversorger von rund 53 Prozent auf über 90 Prozent. Scheel bevorzugte aber einen finanzkräftigeren Partner. Ins Gespräch gebracht worden war Deutschlands drittgrößter Stromversorger EnBW aus Baden-Württemberg. In der Grünen-Fraktion war Scheel zuletzt Mittelstandsbeauftragte. Zuvor war sie jahrelang finanzpolitische Sprecherin ihrer Fraktion und auch Vorsitzende des Finanzausschusses des Bundestags gewesen.

Von

dpa

Kommentare (2)

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Tingle_the_bell

23.05.2012, 20:19 Uhr

"Bei ihrem Amtsantritt galt Scheel noch als erste Frau und erste Grüne im Vorstand eines bundesweit agierenden Energiekonzerns."
--> Falsch. Bei E.ON ist mit Frau Stachelberg schon deutlich früher eine Frau im Vorstand eines "bundesweit agierenden Energiekonzerns" gewesen! Besser recherchieren.

Tingle_the_bell

23.05.2012, 20:21 Uhr

Sorry, Frau Stachelhaus, nicht Stachelberg.

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