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04.03.2014

15:59 Uhr

Christoph Franz

Eigner verteilen Vorschuss-Lorbeeren an neuen Roche-Präsidenten

Der scheidende Lufthansa-Chef Christoph Franz ist zum neuen Präsidenten des Schweizer Pharmakonzerns Roche gewählt worden. Der Manager versprach den Eignern eine Fortsetzung des eingeschlagenen Erfolgskurses.

Christoph Franz (links) löst den 67-jährigen Präsidenten Franz Humer (rechts) ab, der jahrelang an der Spitze von Roche stand. Reuters

Christoph Franz (links) löst den 67-jährigen Präsidenten Franz Humer (rechts) ab, der jahrelang an der Spitze von Roche stand.

BaselDer scheidende Lufthansa-Chef Christoph Franz ist mit einem Traumergebnis zum neuen Präsidenten des Schweizer Pharmakonzerns Roche gewählt worden. Franz wurde am Dienstag mit 99,8 Prozent der Stimmen zum Chef des Verwaltungsrats gewählt. Der Manager, der bereits seit 2011 in dem Gremium sitzt, versprach den Eignern eine Fortsetzung des eingeschlagenen Kurses. „Eines ist auch klar geworden heute: Dieses Unternehmen ist auf Kurs und deswegen ist auch Kontinuität bei hoffentlich gleichzeitiger Fortsetzung des Erfolgs als ein Innovationstreiber unserer Branche das Gebot der Stunde“, sagte Franz auf der Generalversammlung in Basel nach seiner Wahl. „Eine der großen Herausforderungen wird wirklich sein - sozusagen bildlich in meiner alten Sprache gesprochen - die Flughöhe zu halten.“

Roche gilt als gut aufgestellt. Der Basler Konzern hat zahlreiche junge Krebsmedikamente mit hohen Gewinnmargen auf dem Markt und eine prall gefüllte Forschungspipeline. Die Roche-Genusscheine gehörten 2013 mit einem Kursplus von 35 Prozent zu den Schweizer Standardwerten mit der besten Entwicklung.

Franz löst den 67-jährigen Präsidenten Franz Humer ab, der 16 Jahre an der Spitze des Basler Arzneimittelherstellers stand. Von 2001 bis 2008 war er sowohl Präsident als auch Konzernchef. Der aus Österreich stammende Jurist, der auf eine 40-jährige Karriere in der Pharmabranche zurückblickt, richtete das Geschäft auf Krebsmedikamente aus und fädelte die Übernahme der US-Biotechnologie-Firma Genentech ein, aus deren Labors Medikamente wie Avastin und MabThera kommen, die heute die wichtigsten Umsatzträger sind. Nach dem siebenjährigen Doppelmandat zog sich Humer 2008 auf das Amt des Präsidenten zurück. Im Tagesgeschäft übernahm Severin Schwan als CEO das Steuer.

Von

rtr

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