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08.02.2017

11:16 Uhr

Cimic

Hochtief-Tochter hofft auf öffentliche Aufträge

Das erfreut die Hochtief-Anleger: Die australische Tochter Cimic hat 2016 mehr verdient und setzt auf Wachstum durch öffentliche Aufträge zum Ausbau der Infrastruktur. Auch Zukäufe sind ein Thema.

Hochtief-Aktien und Anteilsscheine des Mutterkonzerns ACS waren bei Anlegern nach den guten Zahlen der Tochter Cimic gefragt. Reuters, Sascha Rheker

Hochtief-Baustelle

Hochtief-Aktien und Anteilsscheine des Mutterkonzerns ACS waren bei Anlegern nach den guten Zahlen der Tochter Cimic gefragt.

Sydney/DüsseldorfDie australische Hochtief-Tochter Cimic hat 2016 mehr verdient und setzt auf Wachstum durch öffentliche Aufträge zum Ausbau der Infrastruktur. Der Nettogewinn sei im vergangenen Jahr um 11,5 Prozent auf 580,3 Millionen australische Dollar (rund 414 Millionen Euro) gestiegen, teilte Cimic am Mittwoch mit. Im laufenden Jahr solle der Gewinn auf 640 bis 700 Millionen australische Dollar klettern. Cimic-Vertreter Marcelino Fernandez Verdes, der bei Hochtief auf dem Chefsessel sitzt, sagte, Cimic setze auf kräftiges Wachstum etwa im Bau von Straßen und Bahnstrecken.

An der Börse griffen Anleger zu. Die Cimic-Aktien schossen in Sydney um 7,6 Prozent nach oben. Auch Hochtief-Aktien und Anteilsscheine des Mutterkonzerns ACS waren bei Anlegern gefragt.

Das sind Europas größte Baukonzerne

Platz 9

NCC AB – 8,42 Milliarden Euro Umsatz

Das schwedische Unternehmen mit seinen knapp 18.000 Mitarbeitern wurde erst 1988 gegründet. Heute besteht es aus vier großen Geschäftsbereichen, unter anderem „NCC Housing“ und „NCC Roads“.

Platz 8

Ferrovial (Spanien) – 9,7 Milliarden Euro Umsatz

Das Unternehmen aus Madrid baut und betreibt auch Autobahnen und Flughäfen. Der Konzern errichtete unter anderem das Guggenheim-Museum in Bilbao.

Platz 7

Balfour Beatty (Großbritannien) - 11,63 Milliarden Euro Umsatz

Bereits seit 1909 sind die traditionsreichen Briten im Baugeschäft tätig und gehören zu den Platzhirschen in Europa. Die Londoner beschäftigen europaweit rund 30.000 Mitarbeiter.

Platz 6

Strabag (Österreich) – 13,12 Milliarden Euro Umsatz

Aus Wien in die Welt: Die Österreicher haben vor allem in Osteuropa expandiert. Seit 2014 konnte der Konzern den zuvor stark abgerutschten Umsatz stabilisieren und zuletzt wieder leicht steigern.

Platz 5

Eiffage (Frankreich) – 14,06 Milliarden Euro Umsatz

Neben einigen TGV-Trassen gehört auch die Erweiterung des EU-Parlaments zu den großen Projekten des Konzerns. In Deutschland sind rund 3.000 Eiffage-Mitarbeiter beschäftigt.

Platz 4

Skanska (Schweden) - 16,36 Milliarden Euro Umsatz

Kaum eine Straße, ein Kraftwerk oder Bürogebäude in Schweden ist ohne Beteiligung des skandinavischen Bauriesen entstanden. Auch international sind die Schweden aus Solna mittlerweile breit aufgestellt.

Platz 3

Bouygues (Frankreich) - 32,43 Milliarden Euro Umsatz

Neben Immobilien und dem Straßenbau ist der Pariser Konzern Großaktionär des französischen Fernsehsenders TF1. 2015 musste das Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr leichte Umsatzeinbußen hinnehmen.

Platz 2

ACS (Spanien) - 34,93 Milliarden Euro Umsatz

Die Spanier haben in den vergangenen Jahren ein rasantes Wachstum hingelegt. Allein in den vergangenen drei Jahren stieg der Umsatz um rund zehn Milliarden Euro und ACS klettert das Treppchen weiter hoch. Zum Konzern gehört auch das deutsche Unternehmen Hochtief.

Platz 1

Vinci (Frankreich) – 38,52 Milliarden Euro Umsatz

Der größte Baukonzern Europas ist auch der größte Baukonzern der Welt und in der Kleinstadt Rueil-Malmaison nahe Paris beheimatet. Dem Konzern gehört unter anderem die Hälfte aller französischen Autobahnen. 2015 verzeichnete das Unternehmen ein Umsatzminus von knapp 0,5 Prozent.

Quelle: Deloitte

Die öffentliche Hand investiert in Australien stark in den Ausbau des Verkehrsnetzes, wovon die Hochtief-Tochter profitiert. Aber auch Zukäufe sind ein Thema. Derzeit versucht Cimic, das auf das Minen-Geschäft spezialisierte Unternehmen Macmahon Holdings zu schlucken. Cimic kauft zudem eigene Aktien zurück. Mit dem Rückkaufprogramm könnte der Einfluss Hochtiefs auf die Tochter wachsen. Denn werden die zurückgekauften Aktien eingezogen, steigt der Anteil des Essener Konzerns an Cimic.

Hochtief kontrolliert bereits über 72 Prozent der Cimic-Anteile. Der zur spanischen ACS-Gruppe gehörende Hochtief-Konzern hatte ebenfalls eigene Aktien zurückgekauft. Dadurch könnte sich der Griff von ACS um Deutschlands größten Baukonzern und damit auch um Cimic festigen.

Von

rtr

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