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13.01.2016

17:09 Uhr

Clearstream

Deutsche-Börse-Tochter legt deutlich zu

Banken und Investoren machen seit der Finanzkrise immer seltener unbesicherte Geschäfte. Davon profitiert die Wertpapier-Verwahrungstochter der Deutschen Börse. Doch der Vorstandschef sieht noch Verbesserungsbedarf.

Mit der Zusammenarbeit von Clearstream und der Derivate-Sparte Eurex, die häufig die gleichen Kunden haben, ist der seit Sommer 2015 amtierende Vorstandschef Carsten Kengeter bisher nicht zufrieden. Reuters

Deutsche Börse in Frankfurt

Mit der Zusammenarbeit von Clearstream und der Derivate-Sparte Eurex, die häufig die gleichen Kunden haben, ist der seit Sommer 2015 amtierende Vorstandschef Carsten Kengeter bisher nicht zufrieden.

FrankfurtDie Wertpapier-Verwahrungstochter Clearstream verleiht ihrer Muttergesellschaft Deutsche Börse Rückenwind. Das im Durchschnitt für Kunden verwahrte Vermögen stieg 2015 um neun Prozent auf 13,3 Billionen Euro, wie das in Luxemburg ansässige Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Die Zahl der abgewickelten Transaktionen kletterte ebenfalls um neun Prozent auf 138 Millionen.

Nach dem Abschluss von Handelsgeschäften bucht Clearstream Wertpapiere in die Depots und bewahrt sie für Banken und deren Kunden auf. Zudem hilft Clearstream den Instituten dabei, ihre Sicherheiten bei Geschäften weltweit optimal einzusetzen. Dies hat in den vergangenen Jahren deutlich an Bedeutung gewonnen, da Banken und Investoren seit der Finanzkrise seltener unbesicherte Geschäfte machen und die Aufsichtsbehörden mehr Sicherheiten verlangen.

Im vergangenen Jahr trug Clearstream bereits 34 Prozent zu den Nettoerlösen von Deutschlands größtem Börsenbetreiber bei und war damit knapp hinter dem Derivate-Geschäft die zweitwichtigste Stütze des Konzerns. Mit der Zusammenarbeit von Clearstream und der Derivate-Sparte Eurex, die häufig die gleichen Kunden haben, ist der seit Sommer 2015 amtierende Vorstandschef Carsten Kengeter bisher allerdings nicht zufrieden. Deshalb führte er zum Jahresbeginn ein neues Mega-Ressort ein, in dem das Derivate- und Wertpapier-Verwahrgeschäft gebündelt wurde. „Dadurch können wir künftig deutlich besser auf die Bedürfnisse des Marktes eingehen“, sagte Clearstream-Chairman Jeffrey Tessler. Der Amerikaner leitet das neu geschaffene Ressort für Kunden, Produkte und Kernmärkte.

Von

rtr

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