Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

28.08.2014

10:16 Uhr

Consulting-Branche

Steile Karriere und Top-Gehalt: Berater

VonMiriam Bax

Consulting-Experten sind aktuell begehrt, besonders für IT-Berater gibt es viele freie Stellen. Die hohe Bereitschaft zu Reisen ist oft Voraussetzung. Gute Karten haben Bewerber in München, Frankfurt und Düsseldorf.

Besonders als IT-Berater haben Bewerber derzeit gute Karten. Foto: Fotolia

Besonders als IT-Berater haben Bewerber derzeit gute Karten. Foto: Fotolia

KölnFür viele Absolventen ist ein Einstieg in eines der großen Managementberatungshäuser wie McKinsey, PWC oder Deloitte der ideale Karrierestart. Allerdings gelten lange Arbeitszeiten und ein Leben aus dem Koffer als die Regel. Für diesen Einsatz winken jedoch meist ein gutes Gehalt, leistungsbezogene Boni und viele Weiterbildungsmöglichkeiten. Bereits für Hochschulabsolventen ist je nach Unternehmensgröße ein Einstiegsgehalt von bis zu 47.000 Euro pro Jahr möglich. Wer die Hierarchieebene hinaufklettert und als Juniorberater Berufserfahrung aufweisen kann, dem kann ein Jahresbrutto von bis zu 58.000 Euro winken (Quelle: PersonalMarkt).

Der Angebotsindex steigt seit dem Frühjahr an. Quelle: Handelsblatt Jobturbo

Der Angebotsindex steigt seit dem Frühjahr an. Quelle: Handelsblatt Jobturbo

Der Branche geht es gut. Nach Angaben der Lünendonk-Liste 2014 „Managementberatungs-Unternehmen in Deutschland“ wollen die Top 10 der deutschen Gesellschaften im laufenden Jahr neue Mitarbeiter einstellen – nach eigenen Angaben im Durchschnitt 18 Prozent, gemessen an der jeweiligen Mitarbeiterzahl. Die Hälfte dieser Stellen sollen sich an Berufseinsteiger richten.

Dass die Consulting-Branche ihre Personaldecke ausbaut, zeigt auch die aktuelle Auswertung der Stellenanzeigen des Handelsblatt Jobturbos (vgl. Grafik Arbeitsmarkt Consulting-Branche). Die Metasuchmaschine Jobturbo bündelt sämtliche Stellenanzeigen der bundesweit bedeutendsten Stellenbörsen und Zeitungen sowie der Karriereportale der Top-Unternehmen. Damit fungiert er als idealer Indikator für den akademischen Stellenmarkt. Der Jobturbo verweist ausschließlich auf kostenpflichtig geschaltete Stellenanzeigen und konzentriert sich konkret auf Vakanzen für Fach- und Führungskräfte.

Tipps für Bewerbung und Einstieg

Keine zweite Chance für einen ersten Eindruck

Wer beim ersten Gespräch unangenehm auffällt, für den gibt es keine zweite Chance. Wir beurteilen Menschen in den ersten drei bis fünf Sekunden- dieser Eindruck bleibt haften. Personalreferenten wissen: Wer schon beim Vorstellungsgespräch ein Gespür dafür hat, was angemessen ist, der wird auch im Job Situationen richtig einschätzen.

Wer ruft wen an?

Das Bewerbungsgespräch ist gut überstanden. Jetzt beginnt die nächste Zitterpartie: Habe ich das Rennen gemacht? Soll ich nachfragen oder abwarten? Wer nicht tagelang das Telefon fixieren möchte, sollte dies schon beim Gespräch klären. Sagen Sie, dass Sie interessiert sind und fragen Sie, wie es weiter geht.

Bewerbungs-Outfit

Wenn Sie nicht gerade in einer Kinderkrippe oder für eine Rockband vorstellen, gilt für die meisten Branchen: Männer tragen Anzug und Frauen ein Kostüm. Bis Sie ein Gefühl dafür haben, wie Ihre Kollegen erscheinen, sollten Sie das beibehalten.

Die ersten Wochen

Nachwuchskräfte aufgepasst! Unsicherheit mit Coolness zu überspielen klappt nicht. Fragen Sie erfahrene Kollegen, lernen Sie die Gepflogenheiten des Unternehmens kennen. Üben Sie sich in Bescheidenheit- das erste große Projekt kommt bestimmt, und dann können Sie Ihrem Übermut freie Fahrt gewähren.

Auch wenn Sie privat andere berühren oder Gespräche aus nächster Nähe führen- kommen Sie Kollegen und Geschäftspartnern nicht zu nahe! Die Distanzzone liegt bei einigen bis zwei Metern.

Wer ist der Neue?

Neue Kollegen bedeuten Stress für alle, denn Ihre Mitarbeiter sorgen sich vielleicht, dass ihre Routine durcheinandergewirbelt wird oder dass ihr Job in Gefahr ist. Sympathiepunkte sammelt man jetzt durch Interesse und Respekt. Tipp: Schmeicheln Sie den neuen Kollegen, und machen Sie Bemerkungen über vergangene Projekte, die Ihnen gefallen haben.

Das gekonnte Selbstmarketing

Der erste Tag ist fast überstanden, dann soll man sich in großer Runde vor allen Kollegen vorstellen. Bereiten Sie sich gut vor. Wichtig ist, Berufserfahrung und Ausbildung sachlich und Knapp auf den Punkt zu bringen. Lenken Sie die Aufmerksamkeit dabei auf Ihre größten Erfolge. Verkaufen Sie nicht mehr, als Sie liefern können.

In der Ruhe liegt die Kraft

Nur wer in Stress- Situationen Höflichkeit und Respekt wahrt, beweist, dass er umgänglich ist. Auch wenn es schwerfällt, sollten Sie Verärgerung nicht offen zeigen. Eine wutverzerrte Miene wirkt nicht souverän. Hören Sie sich die Argumente Ihres Gegenübers ruhig an. Beschreiben Sie, was Ihnen Probleme macht, ohne Kollegen zu beschuldigen.

Richtiger Umgang mit Mails

Gerade wenn man seinen Ansprechpartner nicht kennt, verfällt man oft in gestelztes Briefdeutsch. Besser ist es, so zu formulieren, wie man es mündlich tun würde. Allerdings sollte ein guter Ton gewahrt bleiben: Verzichten Sie unbedingt auf saloppe Smileys und auf Abkürzungen („MFG“ statt „Mit freundlichen Grüßen“). So viel Zeit sollte sein.

Grundkurs Netikette

Nur weil es eine E-Mail ist, sollten Sie nicht automatisch "Hallo Frau Meyer" oder "Lieber Herr Müller" schreiben. Das "Sehr geehrte Frau Schulze" ist durchaus nicht altmodisch. E-Mails erreichen ihre Adressaten schnell- das heißt aber nicht, dass diese ebenso schnell antworten müssen. Geben Sie ihnen zwei bis drei Tage Zeit, oder vermerken Sie in der E-Mail, dass es eilt. Entgegen allen Gerüchten: Großbuchstaben sind noch nicht aus der Mode. Rechtschreibung und Grammatik sind auch bei E-Mails essenziell.

Ordnung muss sein! Vergessen sie nie eine aussagekräftige Betreffzeile, denn die hilft dem Empfänger, seine E-Mail-Flut zu ordnen. Anlagen sollten Sie in gängigen Dateitypen verschicken und darauf achten, dass Sie mit großen Datenmengen nicht das Postfach des Adressaten verstopfen.

Entspannungsphase

Im Meetingraum, beim Geschäftsessen oder bei offiziellen Anlässen dürfen Sie Ihr Jackett oder ihre Kostümjacke erst ablegen, wenn die Gastgeber Sie dazu auffordern oder es vormachen. Stoßen sie zu einer Gruppe, die sich bereits "entspannt", fragen Sie erst. Werden Ihnen Getränke angeboten, sollten Sie annehmen. So geben Sie Ihrem Gegenüber die Möglichkeit, ein guter Gastgeber zu sein. Mit exotischen Wünschen (Bananensaft, Brennnessel-Tee) bringen Sie Ihren Gastgeber allerdings in Verlegenheit.

Quelle: www.trust-wi.de

Seit Frühjahr 2014 steigt das Angebotsvolumen für Consultants kontinuierlich an. Im Juli verzeichnete der Jobturbo 17 Prozent mehr Stellenanzeigen als im Vorjahresmonat. Die Consulting-Branche steht, auch wenn das BWL-Studium der gängigste Weg ist, Absolventen sämtlicher Fachrichtungen offen - von der Pharmazie bis hin zur Architektur. Übergreifend notwendig sind Kommunikationstalent, Teamfähigkeit und analytisches Denken.

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Herr Hans Kammerer

28.08.2014, 10:35 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich. 

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×