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28.05.2016

14:10 Uhr

Coworking

Ein Kibbuz als Büro

In Israel boomen Coworking-Räume. Viele Anbieter wagen jetzt den Schritt nach Deutschland. Was die modernen Arbeitsplätze gerade Start-ups zu bieten haben und warum auch große Unternehmen das Konzept bereits nutzen.

Coworking-Büros werden unter Start-Ups immer beliebter, nach Tel Aviv hat das Unternehmen Mindspace nun auch in Berlin und Hamburg Bürogemeinschaften eröffnet. dpa

Mindspace in Berlin

Coworking-Büros werden unter Start-Ups immer beliebter, nach Tel Aviv hat das Unternehmen Mindspace nun auch in Berlin und Hamburg Bürogemeinschaften eröffnet.

Tel AvivGanz vertieft in ihre Arbeit sitzt eine junge Frau mit Kopfhörern vor ihrem Laptop an einem langen Holztisch. Sie hat einen einzelnen Arbeitsplatz in dem schicken Coworking-Büro Mindspace im Zentrum von Tel Aviv gemietet. Das israelische Unternehmen hat mit seinem Konzept sichtbar Erfolg – insgesamt drei Stockwerke in zwei Gebäuden am zentralen Rothschild-Boulevard sind voll ausgebucht, und die Warteliste ist lang. Jetzt hat Mindspace auch den Schritt nach Deutschland gewagt – und bietet nun jeweils mehrere tausend Quadratmeter an Büroräumen in Berlin und Hamburg an.

Mindspace-Mitbegründer Yotam Alroy erkennt eine steigende Nachfrage. dpa

Yotam Alroy

Mindspace-Mitbegründer Yotam Alroy erkennt eine steigende Nachfrage.

„Deutschland ist für uns die Eintrittspforte nach Europa“, sagt Mitbegründer Yotam Alroy selbstbewusst. Mindspace hat hierzulande bislang rund 20 Mitarbeiter. „Wir haben in Berlin angefangen, weil es wegen der vielen Start-ups ein ideales Umfeld für uns ist“, sagt Alroy, der Mindspace gemeinsam mit Dan Zakai gegründet hat. „Es gibt viel Nachfrage nach offenen Räumen.“

In der „Start-up-Nation“ Israel werden derzeit zahlreiche Coworking-Büros gegründet. Viele davon wirken wie eine Mischung aus Café, Bücherei und modernem Büro. Mindspace strahlt mit seinem verspielten Design gleichzeitig Eleganz und Gemütlichkeit aus.

Vor allem in der Küstenmetropole Tel Aviv hat das Unternehmen wie auch eine große Zahl der Konkurrenten seinen Sitz. Der Größte darunter: WeWork. Es ist ein internationales Unternehmen, einer der Mitbegründer ist der Israeli Adam Neumann. Er hat sich von der Idee der israelischen Gemeinschaftskommune Kibbuz inspirieren lassen – immerhin ist er selbst in einem aufgewachsen. Das Konzept stammt zwar ursprünglich aus dem Sozialismus, erweist sich aber in der modernen Arbeitswelt als durchaus lukrativ – nach Schätzungen des Magazins „Forbes“ ist Neumann umgerechnet 1,3 Milliarden Euro schwer. Weltweit hat WeWork bereits mehr als 50.000 Mitglieder an mehr als 90 Orten in rund 30 Städten in 12 Ländern.

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