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17.06.2015

13:58 Uhr

Creditreform-Statistik

Immer weniger Firmen gehen pleite

Mehr Eigenkapital, stabile Konjunktur und günstige Finanzierung dank EZB-Geld: In Deutschland müssen immer weniger Unternehmen Insolvenz anmelden. Besonders der Mittelstand gewinnt an Stabilität.

DüsseldorfIn Deutschland gibt es immer weniger Firmenpleiten. Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen sei im ersten Halbjahr um acht Prozent auf 11.100 gesunken, teilte die Wirtschaftsauskunftei Creditreform am Mittwoch in Düsseldorf mit. Auch für das Gesamtjahr sei mit einem weiteren Rückgang zu rechnen. Insgesamt sinke die Zahl seit 2011.

„Man könnte sich fragen, ob uns die Pleiten ausgehen“, bilanzierte Creditreform-Experte Helmut Rödl: „Der Trend ist eindeutig nach unten gerichtet.“ Grund sei die zunehmend bessere Eigenkapitalausstattung der Unternehmen, die stabile Binnenkonjunktur, die positiven Entwicklung am Arbeitsmarkt und die günstigen Finanzierungsbedingungen - die Unternehmen kommen dank der Niedrigzins-Politik der Europäischen Zentralbank (EZB) leicht an billiges Geld.

„Der Mittelstand hat an Stabilität gewonnen“, sagte Rödl. Im Gesamtjahr rechne er nun mit 23.000 bis maximal 24.000 Unternehmenspleiten. Im Vorjahr rutschten noch 24.030 Firmen in die Insolvenz. Auch der Gesamttrend – inklusive der Verbraucherinsolvenzen – zeige nach unten. Insgesamt verzeichnete Creditreform im Halbjahr 63.800 Insolvenzen, vor Jahresfrist waren es noch 68.040 Fälle.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Herr Franz Paul

17.06.2015, 13:29 Uhr

Das ist ja blöd. Unsere Regierung, allen voran das Nahles, will doch den Mittelstand abschaffen.

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