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17.03.2004

14:00 Uhr

Für viele Fahrgäste ist der Kauf einer Fahrkarte ohne Beratung nicht denkbar. Die Deutsche Bahn setzt deshalb auch in Zukunft auf den personenbedienten Verkauf. Neben den bisherigen Säulen ReiseZentrum und Reisebüro werden hier zukünftig auch Shop-in-Shop-Agenturen den Verkauf in der Fläche sicherstellen. Je nach Standort können dabei Reisebüros mit DB-Lizenz, privatisierte ReiseZentren und weitere Geschäftsmodelle zum Einsatz kommen.

An Standorten, wo die Deutsche Bahn Fahrkartenausgaben schließen muss, erhalten Existenzgründer, bevorzugt aus den eigenen Reihen, ihre Chance. Erste Erfahrungen mit privatisierten Verkaufsstellen haben ergeben, dass dort, bei längeren Öffnungszeiten, höhere Umsätze mit DB-Angeboten erzielt werden, als in den Jahren zuvor. Allein in diesem Jahr soll das Modell an 67 Bahnhöfen in die Tat umgesetzt werden. Ende 2003 wurden 35 ehemalige Verkaufsstellen der DB in privater Regie erfolgreich geführt.

Gleichzeitig schafft die Bahn zunehmend gezielte Anreize für die Nutzung einzelner Verkaufskanäle. Seit Dezember kostet das Schönes-Wochenende-Ticket am Automaten und auf www.bahn.de zwei Euro weniger als am Schalter. Durch diese Maßnahme stieg der Anteil von Tickets, die am Automaten verkauft wurden, von durchschnittlich 25 Prozent im Jahr 2003 auf 42 Prozent im Januar 2004.

Bahn-Tix ist das maßgeschneiderte Angebot für Geschäftsreisende, die ihr Ticket telefonisch bestellen und an einem der bundesweit knapp 3.000 Fahrkartenautomaten mit Touchscreen-Technik abholen können.

Die Zahl der Bahn-Tix-Belege, denen eine Buchung im Reisebüro vorausging, hat sich seit der Einführung im Sommer 2003 vervielfacht: von 3.000 im September über 15.000 im November auf knapp 35.000 im Februar 2004. Die Bahn erwartet, dass mittelfristig 33 bis 50 Prozent aller Fahrscheine in diesem Marktsegment kosten- und zeitsparend als Bahn-Tix ausgestellt werden.

In besonderem Maße setzt die Vertriebstrategie auf den Ausbau des E-Commerce. Die Website www.bahn.de hat sich als Reiseportal etabliert. Sie verzeichnet rund 3,6 Millionen User pro Monat. Täglich werden bis zu 10.000 OnlineTickets abgesetzt.

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