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16.01.2011

18:32 Uhr

Der Enttäuschte

Thyssen-Krupps Finanzchef Hippe wechselt zu Roche

VonM. Murphy, M. Telgheder, M. Schneider

ExklusivDer ehrgeizige Alan Hippe wollte an der Ruhr Karriere machen. Doch weil er nicht Vorstandschef von Thyssen-Krupp werden darf, geht er nun zum Pharmakonzern Roche. Für ein fürstliches Entgelt. An der Ruhr muss Gerhard Cromme schnell Ersatz finden.

Alan Hippe: Von Thyssen-Krupp zu Roche. Reuters

Alan Hippe: Von Thyssen-Krupp zu Roche.

HB FRANKFURT HAMBURG. Für Krupp'sche Verhältnisse ist Alan Hippe nur kurz an der Ruhr geblieben. Gerade einmal zwei Jahre wird er Finanzvorstand von Thyssen-Krupp gewesen sein, wenn er Ende März den letzten Arbeitstag beim Industriekonzern absolviert. Danach wechselt Hippe zum Pharmakonzern Roche und löst dort Erich Hunziker als Finanzchef ab.

Der Abgang beim Ruhrkonzern kommt plötzlich, und dessen Ankündigung eine Woche vor der Hauptversammlung ist unglücklich. Überraschend ist er allerdings nicht. Denn der 44-jährige Hippe gilt als ehrgeizig, und als er im April 2009 vom Autozulieferer Conti zu Thyssen-Krupp wechselte, so tat er dies mit der Hoffnung, Vorstandschef Ekkehard Schulz zu beerben.

Schulz gibt mit dem Aktionärstreffen am Freitag den Chefposten an Heinrich Hiesinger ab. Der Ex-Siemens-Manager hatten den Vorzug vor den internen Kandidaten erhalten, zu denen Hippe zählte.

Über die Entscheidung sei er sehr frustriert gewesen, hieß es in seinem Umfeld. Das Jobangebot von Roche kam daher zur rechten Zeit. Zwar setzt der Schweizer Konzern weniger als Thyssen-Krupp um, dafür ist die Vergütung umso attraktiver. Sein Gehalt wird sich auf rund vier Millionen Euro verdoppeln.

Kommentare (1)

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pendler

17.01.2011, 05:23 Uhr

Unglaublich, daß die Magakonzerne der sogenannten Deutschland AG immer wieder nur die selben Pappenheimer auf die wichtigen Posten setzen. ich kenne Herrn Hippe noch aus vorherigerer Tätigkeit persönlich und frage mich bis heute, warum sich Entscheidungsträger nicht an seiner sehr arroganten und oftmals extrem menschenverachtenden Art stören. Liegt es vielleicht daran, daß sie fast alle selbst so drauf sind?

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